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Der rasante Aufstieg der künstlichen Intelligenz (KI) prägt zunehmend unseren Alltag und transformiert Geschäftsprozesse weltweit. Doch dieser technologische Fortschritt hat eine Kehrseite, die in den Vereinigten Staaten von Amerika immer deutlicher zutage tritt: Der immense Ressourcenverbrauch, insbesondere an Energie und Wasser, durch KI-Rechenzentren führt zu wachsendem Widerstand und politischen Debatten über mögliche Baustopps.
Künstliche Intelligenz, insbesondere fortschrittliche Modelle wie ChatGPT, erfordert eine enorme Rechenleistung. Dieser Bedarf wächst nicht linear, sondern exponentiell. Eine einzelne ChatGPT-Anfrage benötigt laut OpenAI-CEO Sam Altman durchschnittlich 0,34 Wattstunden Strom. Die kontinuierliche Entwicklung leistungsfähigerer KI-Modelle, die immer komplexere Aufgaben bewältigen, treibt diesen Energieverbrauch weiter in die Höhe. Experten von Gartner prognostizierten bereits 2023, dass KI bis 2030 rund 3,5 Prozent des weltweiten Stromverbrauchs ausmachen könnte.
Neben dem Stromverbrauch ist auch der Wasserbedarf erheblich. Rechenzentren benötigen große Mengen Wasser zur Kühlung ihrer Server, um Überhitzung zu vermeiden. Ein typisches KI-Rechenzentrum kann täglich zwischen 11 und 19 Millionen Liter Wasser verbrauchen, was dem Bedarf einer Stadt mit 30.000 bis 50.000 Einwohnern entspricht. Dies führt insbesondere in wasserarmen Regionen zu erheblichen Problemen. Umweltaktivisten in Chile, einem Land, das seit über einem Jahrzehnt unter schwerer Dürre leidet, haben beispielsweise auf die Wasserknappheit hingewiesen, die durch die Ansiedlung großer Rechenzentren in Vorstädten wie Quilicura verschärft wird.
Die Auswirkungen dieser Entwicklung sind in den USA besonders spürbar. Mehrere Bundesstaaten, darunter New York, Georgia, Maryland, Oklahoma, Vermont und Virginia, prüfen derzeit Gesetzesentwürfe, die temporäre Baustopps für neue Rechenzentren vorsehen. Der Bundesstaat New York, der bereits über 130 Rechenzentren verfügt und weitere Großprojekte in Planung hat, erwägt einen dreijährigen Baustopp. Ein lokaler Energieversorger hat hier einen zusätzlichen Strombedarf von rund zehn Gigawatt gemeldet, der hauptsächlich auf Rechenzentren zurückzuführen ist.
Diese Entwicklung löst bei Politikern beider Parteien Sorgen aus. Sie befürchten eine Belastung der Netzstabilität, negative Umweltfolgen und steigende Energiekosten für die Verbraucher. Senator Bernie Sanders aus Vermont forderte im Dezember ein landesweites Moratorium für den Bau neuer Rechenzentren, um sicherzustellen, dass die Vorteile der Technologie allen zugutekommen und nicht nur einem kleinen Prozentsatz. Ähnliche Bedenken äußerte Floridas Gouverneur Ron DeSantis, der sich kritisch gegenüber der Idee zeigte, dass Bürger höhere Stromrechnungen akzeptieren sollten, nur damit Chatbots betrieben werden können. Mehr als 200 Umweltorganisationen haben den Ausbau von Rechenzentren in einem Brief an den Kongress als "eine der größten ökologischen und sozialen Bedrohungen unserer Generation" bezeichnet.
Die Ansiedlung von Hyperscale-Rechenzentren, die Tausende von spezialisierten Computerchips für komplexe KI-Berechnungen beherbergen, hat nicht nur makroökonomische, sondern auch direkte lokale Auswirkungen. Abgesehen vom Ressourcenverbrauch beklagen Anwohner in der Nähe dieser Anlagen oft eine erhebliche Lärmbelästigung durch die Kühlsysteme, die permanent in Betrieb sind. Diese Bedenken führen vielerorts zu Bürgerprotesten und verzögern oder blockieren sogar Milliardenprojekte. In einigen Fällen haben sich Gemeinden erfolgreich gegen den Bau neuer Rechenzentren gewehrt, während in anderen Fällen Kompromisse in Form von Investitionen in die lokale Infrastruktur und Begrenzungen des Wasserverbrauchs erzielt wurden.
Angesichts des wachsenden Widerstands zeigen sich erste Reaktionen innerhalb der Tech-Branche. Unternehmen wie Microsoft haben in Zusammenarbeit mit dem Weißen Haus Maßnahmen vorgestellt, um als "guter Nachbar" in den betroffenen Gemeinden aufzutreten. Dazu gehören Zusagen, ausreichend zu zahlen, um steigende Energiekosten für Anwohner zu kompensieren, mehr Abwasser aufzubereiten, als in den eigenen Rechenzentren verbraucht wird, und in lokale Förder- und Bildungsprogramme zu investieren. Microsoft betont zudem die Notwendigkeit, frühzeitig und transparent mit lokalen Versorgungsunternehmen zusammenzuarbeiten, um die Strominfrastruktur auszubauen und die Netzstabilität zu gewährleisten.
Auch Innovationen zur Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks werden diskutiert. Elon Musk schlug beispielsweise vor, eine Million solarbetriebene KI-Rechenzentren in Form von Satelliten in den Orbit zu bringen, um den steigenden Energiebedarf zu decken und gleichzeitig lokale Belastungen zu minimieren. Die technische und wirtschaftliche Realisierbarkeit solcher Konzepte bleibt jedoch abzuwarten.
Die Debatte um den Bau von KI-Rechenzentren in den USA verdeutlicht ein komplexes Spannungsfeld zwischen technologischem Fortschritt, wirtschaftlichen Interessen und ökologischer Verantwortung. Die Notwendigkeit, Lösungen zu finden, die den Bedarf an KI-Infrastruktur decken und gleichzeitig die Umwelt und die Lebensqualität der Anwohner schützen, wird in den kommenden Jahren eine zentrale Herausforderung bleiben.
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