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Die Weiterentwicklung der Robotik und Künstlichen Intelligenz (KI) ist eng verknüpft mit der Fähigkeit von Robotern, komplexe Aufgaben in dynamischen und unstrukturierten Umgebungen autonom zu bewältigen. Traditionelle Ansätze im maschinellen Lernen, insbesondere im Bereich der Vision-Language-Action (VLA)-Modelle, stoßen bei kontaktintensiven Manipulationsaufgaben oft an ihre Grenzen. Kleinste Abweichungen in der Ausführung können hier zu kumulativen Fehlern führen. Das Reinforcement Learning (RL) bietet zwar einen prinzipiellen Weg zur Robustheit, ist jedoch in der physischen Welt durch hohe Sicherheitsrisiken, erhebliche Hardwarekosten und aufwendige Umgebungsresets stark eingeschränkt. Eine neue Entwicklung namens RISE (Self-Improving Robot Policy with Compositional World Model) verspricht, diese Lücke zu schließen, indem sie das Lernen von Robotern in den virtuellen Raum verlagert.
Die physische Interaktion ist ein grundlegender Bestandteil des Lernprozesses für Roboter. Beim Reinforcement Learning (RL) lernen Agenten durch Ausprobieren und Rückmeldung in einer Umgebung. Jede Interaktion in der realen Welt birgt jedoch inhärente Risiken. Ein Roboter, der beispielsweise empfindliche Objekte manipuliert oder in der Nähe von Menschen agiert, muss äußerst präzise und sicher sein. Fehlschläge im Lernprozess können zu Beschädigungen der Hardware, der Umgebung oder sogar zu Verletzungen führen. Diese potenziellen Schäden machen das Training in realen Szenarien oft unpraktisch oder prohibitiv teuer.
Darüber hinaus sind die Kosten für die Hardware – von den Robotern selbst bis hin zu den benötigten Sensoren und Aktuatoren – erheblich. Jedes Experiment, das einen physischen Roboter involviert, verbraucht Zeit und Ressourcen. Die Notwendigkeit, die Umgebung nach jedem fehlerhaften Versuch manuell zurückzusetzen, verlangsamt den Lernprozess zusätzlich und skaliert schlecht für komplexe Aufgaben, die Tausende oder Millionen von Interaktionen erfordern.
RISE ist ein innovatives Framework, das darauf abzielt, die genannten Einschränkungen zu überwinden. Es ermöglicht Robotern, durch "Imagination" – also durch simulierte Interaktionen in einem virtuellen Raum – zu lernen und sich selbst zu verbessern. Das Herzstück von RISE ist ein Kompositionelles Weltmodell, das zwei zentrale Funktionen erfüllt:
Dieser kompositionelle Ansatz erlaubt es, Zustands- und Wertmodelle unabhängig voneinander mit den am besten geeigneten Architekturen und Lernzielen zu entwickeln und zu optimieren. Die Komponenten sind in einer geschlossenen, sich selbst verbessernden Pipeline integriert. Diese Pipeline generiert kontinuierlich imaginäre Rollouts, schätzt Vorteile und aktualisiert die Politik im imaginären Raum, ohne kostspielige physische Interaktion. Dies führt zu einem effizienteren und sichereren Lernprozess.
Das Kompositionelle Weltmodell in RISE ist modular aufgebaut und trennt die Vorhersage der Dynamik von der Bewertung der Ergebnisse. Dies ermöglicht eine größere Flexibilität und Effizienz im Lernprozess. Die Hauptkomponenten umfassen:
Das Dynamikmodell ist dafür verantwortlich, die Auswirkungen von Roboteraktionen auf die Umgebung vorherzusagen. Es lernt, wie sich Objekte bewegen und interagieren, wenn der Roboter bestimmte Aktionen ausführt. Diese Vorhersagen sind entscheidend, um den Roboter in die Lage zu versetzen, zukünftige Szenarien zu "imaginieren". Hierbei werden oft fortschrittliche Techniken wie Gaußsche Splatting für fotorealistische Darstellungen und Physik-Simulatoren für realistische Interaktionen eingesetzt. Durch die Integration von 3D-Wahrnehmung können Roboter kontinuierliche Aktionen direkt aus Punktwolken vorhersagen, was die Genauigkeit und Effektivität in realen Szenarien erheblich steigert.
Das Fortschrittswertmodell bewertet die Güte der imaginierten Ergebnisse. Es quantifiziert, wie vorteilhaft eine bestimmte Abfolge von Aktionen für das Erreichen eines Ziels ist. Diese Bewertung liefert dem Roboter ein klares Signal darüber, welche Aktionen zu besseren Ergebnissen führen, und ermöglicht so eine gezielte Anpassung seiner Politik.
Die Integration dieser Modelle erfolgt in einem iterativen, selbstverbessernden Zyklus:
Die Wirksamkeit von RISE wurde in drei anspruchsvollen realen Aufgaben demonstriert, die ein hohes Maß an Geschicklichkeit und Präzision erfordern:
- Dynamisches Sortieren von Bausteinen: In dieser Aufgabe, die durch häufigen Kontakt und dynamische Störungen gekennzeichnet ist, erzielte RISE eine Leistungssteigerung von über 35% gegenüber früheren Methoden. - Rucksackpacken: Eine Aufgabe mit langem Planungshorizont, bei der kleine Fehler kumulieren können, zeigte eine Verbesserung von über 45%. - Verschließen von Boxen: Hier, wo präzise Bewegungen und enge Toleranzen entscheidend sind, erreichte RISE eine Steigerung von über 35%.
Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass RISE das Potenzial hat, die Entwicklung von Robotersystemen erheblich zu beschleunigen und zu verbessern, insbesondere in Bereichen, in denen physische Interaktionen riskant oder kostspielig sind. Die Fähigkeit, in einer virtuellen Umgebung zu lernen und sich selbst zu optimieren, eröffnet neue Wege für die Forschung und Entwicklung in der Robotik.
Das RISE-Framework stellt einen wichtigen Schritt zur Überwindung der Grenzen des traditionellen Reinforcement Learnings in der Robotik dar. Durch die Verlagerung des Lernprozesses in den imaginären Raum können Roboter schneller, sicherer und kostengünstiger neue Fähigkeiten erlernen. Dies hat weitreichende Implikationen für eine Vielzahl von Branchen, von der Fertigung und Logistik bis hin zur Gesundheitsversorgung und der Exploration gefährlicher Umgebungen. Die modulare und skalierbare Natur des Kompositionellen Weltmodells könnte auch die Entwicklung allgemeinerer und anpassungsfähigerer Roboter ermöglichen, die in der Lage sind, sich an eine breite Palette von Aufgaben und Umgebungen anzupassen.
Die Forschung in diesem Bereich schreitet stetig voran, mit Arbeiten wie RoboDreamer, die Kompositionelle Weltmodelle für die Robotik-Imagination nutzen, oder DREMA, das lernbare digitale Zwillinge zur verbesserten Imitationslernen einsetzt. Diese Entwicklungen unterstreichen das wachsende Interesse an und das Potenzial von Weltmodellen, die Autonomie und Intelligenz von Robotern auf ein neues Niveau zu heben. Es wird spannend zu beobachten sein, wie diese Technologien in den kommenden Jahren die reale Welt beeinflussen werden.
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