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Neue Ansätze zur Verbesserung multimodaler Agenten mit PyVision-RL

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February 25, 2026

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    Das Wichtigste in Kürze

    • PyVision-RL ist ein neues Framework, das darauf abzielt, die Interaktion und das mehrstufige Denken in multimodalen Agentenmodellen durch den Einsatz von Reinforcement Learning zu verbessern.
    • Es adressiert das Problem des "Interaction Collapse", bei dem Modelle dazu neigen, die Nutzung von Werkzeugen und komplexes Denken im Laufe des Trainings zu reduzieren.
    • Das Framework nutzt eine Kombination aus einer Oversampling-Filter-Ranking-Rollout-Strategie und einer kumulativen Werkzeugbelohnung, um die Stabilität des Trainings zu gewährleisten und die Interaktion aufrechtzuerhalten.
    • PyVision-Image und PyVision-Video, die auf einer vereinheitlichten Trainingspipeline basieren, wurden für das Verständnis von Bildern und Videos entwickelt.
    • Insbesondere PyVision-Video implementiert eine bedarfsgesteuerte Kontextkonstruktion, die nur aufgabenrelevante Frames bei der Videoverarbeitung auswählt, um den visuellen Token-Verbrauch erheblich zu reduzieren.
    • Experimentelle Ergebnisse zeigen deutliche Leistungssteigerungen und eine verbesserte Effizienz, was die Bedeutung sustained interaction und on-demand visueller Verarbeitung für skalierbare multimodale Agenten unterstreicht.

    Revolutionierung der Agenten-Vision: Wie PyVision-RL multimodale Modelle neu definiert

    Die Entwicklung von künstlicher Intelligenz schreitet mit grossen Schritten voran, und ein zentrales Forschungsfeld ist die Schaffung von "Agenten", die in der Lage sind, zu planen, zu argumentieren und dynamisch externe Werkzeuge einzusetzen. Insbesondere im Bereich des visuellen Denkens standen frühere Ansätze oft vor Herausforderungen, die durch vordefinierte Arbeitsabläufe und statische Werkzeugsätze begrenzt waren. Eine neue Entwicklung in diesem Bereich ist PyVision-RL, ein von Shitian Zhao und seinem Team vorgestelltes Framework, das darauf abzielt, diese Einschränkungen zu überwinden und die Fähigkeiten von multimodalen Agentenmodellen zu erweitern.

    Die Herausforderung des "Interaction Collapse"

    Ein wiederkehrendes Problem beim Training von agentenbasierten multimodalen Modellen mittels Reinforcement Learning (RL) ist der sogenannte "Interaction Collapse". Hierbei lernen die Modelle im Laufe des Trainings, den Einsatz von Werkzeugen und mehrstufiges Denken zu minimieren. Dies führt dazu, dass die Modelle kurze, nicht-interaktive Verhaltensweisen bevorzugen, was die Vorteile agentischen Verhaltens untergräbt und die Skalierbarkeit und Effektivität multimodaler Agenten, insbesondere bei komplexen Aufgaben des visuellen Verständnisses wie der Bild- und Videoverarbeitung, einschränkt.

    PyVision-RL: Eine innovative Lösung

    PyVision-RL wurde entwickelt, um dieses Problem zu adressieren. Es handelt sich um ein Reinforcement Learning Framework für Open-Weight Multimodale Modelle, das darauf abzielt, das Training zu stabilisieren und die Interaktion aufrechtzuerhalten. Das Framework integriert zwei wesentliche Innovationen:

    • Oversampling-Filtering-Ranking-Rollout-Strategie: Diese Strategie trägt dazu bei, den Kollaps zu verhindern, indem sie eine robustere Auswahl und Bewertung von Aktionen während des Lernprozesses ermöglicht.
    • Kumulative Werkzeugbelohnung: Durch die Einführung einer Belohnung, die den kumulativen Einsatz von Werkzeugen fördert, werden die Modelle ermutigt, mehrstufige Werkzeugnutzung beizubehalten und zu optimieren.

    Diese Mechanismen arbeiten zusammen, um sicherzustellen, dass die Modelle nicht nur Werkzeuge nutzen, sondern auch lernen, diese effektiv über mehrere Schritte hinweg einzusetzen, was für komplexe visuelle Aufgaben unerlässlich ist.

    PyVision-Image und PyVision-Video: Spezialisierte Anwendungen

    Basierend auf einer vereinheitlichten Trainingspipeline wurden zwei spezialisierte Modelle entwickelt:

    • PyVision-Image: Dieses Modell konzentriert sich auf das Verständnis und die Verarbeitung von statischen Bildern.
    • PyVision-Video: Für das Videoverständnis implementiert PyVision-Video eine "on-demand Kontextkonstruktion". Dies bedeutet, dass das Modell während des Denkprozesses selektiv nur die Frames auswählt, die für die aktuelle Aufgabe relevant sind. Diese Methode reduziert den Verbrauch visueller Token erheblich, was eine effizientere Analyse langer Videos ermöglicht, ohne dabei kritische Informationen zu verlieren.

    Dynamische Werkzeuggenerierung und Python-Ökosystem

    Ein Kernaspekt von PyVision ist die Nutzung von Python als primäre Schnittstelle für die dynamische Werkzeuggenerierung. Im Gegensatz zu Ansätzen, die auf vordefinierte, statische Werkzeugsätze angewiesen sind, ermöglicht PyVision den Modellen, ausführbaren Python-Code in Echtzeit zu generieren, auszuführen und zu verfeinern. Dies eröffnet eine beispiellose Flexibilität und Interpretierbarkeit bei der Problemlösung. Das Framework nutzt das reiche Ökosystem von Python-Bibliotheken wie OpenCV, Pillow, NumPy, Pandas, Scikit-learn und Scikit-image, um eine Vielzahl von Aufgaben zu bewältigen.

    Die Interaktion erfolgt in einem iterativen Zyklus: Das multimodale grosse Sprachmodell (MLLM) generiert eine natürliche Sprachbegründung und einen Code-Block. Dieser Code wird in einer isolierten Python-Laufzeitumgebung ausgeführt, und die Ergebnisse – ob textuell, visuell oder beides – werden an den Kontext des MLLM zurückgespeist. Dieser iterative Prozess ermöglicht es dem Modell, seine Argumentation über mehrere Schritte hinweg zu aktualisieren und zu verfeinern, bis eine endgültige Antwort generiert wird.

    Leistungssteigerung und Effizienz

    Experimente haben gezeigt, dass PyVision-RL eine starke Leistung und verbesserte Effizienz bietet. Die Fähigkeit zur "sustained interaction" und "on-demand visual processing" ist entscheidend für skalierbare multimodale Agenten. Die dynamische Werkzeuggenerierung ermöglicht es den Modellen, ihre Strategie an die spezifischen Anforderungen jeder Aufgabe und Domäne anzupassen.

    Die Ergebnisse auf verschiedenen Benchmarks, darunter MathVista, MathVision-mini, MMMU, VisualPuzzles, VLMsAreBlind-mini und V*, zeigen konsistente Leistungsverbesserungen. Beispielsweise konnte PyVision-GPT-4.1 eine Steigerung von +7.8% auf V* und PyVision-Claude-4.0-Sonnet eine beeindruckende Verbesserung von +31.1% auf VLMsAreBlind-mini erzielen. Diese Verbesserungen sind nicht nur auf die Fähigkeit der Modelle zurückzuführen, Werkzeuge zu nutzen, sondern auch darauf, neue zu "erfinden" und so ein agentischeres visuelles Denken zu fördern.

    Fallstudien und Werkzeugtaxonomie

    Die Forscher haben eine Taxonomie der von PyVision generierten Werkzeuge erstellt, die in vier Hauptkategorien unterteilt werden kann:

    • Grundlegende Bildverarbeitung: Dazu gehören Operationen wie Zuschneiden, Drehen und Kontrastverbesserung, die die nachfolgende Argumentation verbessern.
    • Fortgeschrittene Bildverarbeitung: Hierunter fallen Segmentierung, Objekterkennung und optische Zeichenerkennung (OCR), die dynamisch und bedarfsgerecht ausgeführt werden.
    • Visuelles Prompting und Skizzieren: Modelle können Bilder mit Markierungen oder Hilfslinien versehen, um visuell zu "denken" und die Argumentation zu unterstützen.
    • Numerische und statistische Analyse: Werkzeuge zur Berechnung von Flächen, Längen oder zur Analyse von Bildhistogrammen für quantitative Argumentation.

    Diese Taxonomie verdeutlicht die Vielseitigkeit und Anpassungsfähigkeit von PyVision an unterschiedliche Aufgabenstellungen und Domänen. Im medizinischen Bildbereich werden beispielsweise häufig kontrastverstärkende Werkzeuge eingesetzt, während im Bereich der Fernerkundung Segmentierungswerkzeuge dominieren.

    Fazit

    PyVision-RL stellt einen wichtigen Schritt in der Entwicklung agentenbasierter multimodaler KI-Systeme dar. Durch die Überwindung des "Interaction Collapse" und die Ermöglichung dynamischer Werkzeuggenerierung bietet das Framework eine flexible, sichere und leistungsstarke Plattform für komplexes visuelles Denken. Die Fähigkeit, Python als universelles Werkzeug zu nutzen, erlaubt es den Modellen, sich dynamisch an neue Herausforderungen anzupassen und so das Potenzial multimodaler Agenten in einer Vielzahl von Anwendungen voll auszuschöpfen.

    Bibliographie

    - Zhao, S., Lin, S., Li, M., Zhang, H., Peng, W., Zhang, K., & Wei, C. (2026). PyVision-RL: Forging Open Agentic Vision Models via RL. arXiv preprint arXiv:2602.20739. - Hugging Face. (2026). Daily Papers – Hugging Face. - ChatPaper. (2026). PyVision-RL: Forging Open Agentic Vision Models via RL - ChatPaper. - arXiv. (n.d.). Artificial Intelligence - arXiv. - ResearchGate. (2025). PyVision: Agentic Vision with Dynamic Tooling - ResearchGate. - Zhao, S., Zhang, H., Lin, S., Li, M., Wu, Q., Zhang, K., & Wei, C. (n.d.). PyVision: Agentic Vision with Dynamic Tooling. - ChatPaper. (n.d.). Explore and AI Chat with the Academic Papers - ChatPaper. - Wang, K., Zhang, P., Wang, Z., Gao, Y., Li, L., Wang, Q., ... & Li, M. (2025). VAGEN: Reinforcing World Model Reasoning for Multi-Turn VLM Agents. arXiv preprint arXiv:2510.16907. - openreview.net. (2025). PyVision: Agentic Vision with Dynamic Tooling. - arXiv. (n.d.). Computer Science > Computation and Language.

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