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Die Erstellung fotorealistischer 3D-Humananimationen stellt seit Langem eine zentrale Herausforderung in der Computergrafik und der Künstlichen Intelligenz dar. Aktuelle Methoden stehen oft vor dem Dilemma, entweder starre Bewegungen präzise abzubilden, dabei aber nicht-starre Dynamiken wie die von Kleidung zu vernachlässigen, oder Diffusionsmodelle zu nutzen, die zwar nicht-starre Bewegungen synthetisieren können, jedoch mit Qualitätsartefakten und Identitätsverlusten zu kämpfen haben. In diesem Kontext präsentiert das Forschungsteam um Qi Sun, Can Wang, Jiaxiang Shang, Yingchun Liu und Jing Liao ein innovatives Framework namens Ani3DHuman, das darauf abzielt, diese Limitationen zu überwinden und eine neue Ära der 3D-Humananimation einzuleiten.
Die Animation menschlicher Figuren in 3D erfordert die präzise Steuerung einer Vielzahl von Parametern, die sowohl die strukturelle Bewegung des Körpers als auch die komplexen Dynamiken von Oberflächen wie Kleidung und Haaren umfassen. Kinematikbasierte Ansätze, die traditionell in der Animation eingesetzt werden, sind exzellent darin, die Skelettbewegungen eines Charakters zu steuern. Ihre Schwäche liegt jedoch in der Darstellung nicht-starrer Elemente, die sich dynamisch und flüssig an die Körperbewegungen anpassen müssen. Hierfür sind physikalische Simulationen oder datengesteuerte Methoden erforderlich, die oft rechenintensiv sind oder zu unzureichenden Ergebnissen führen können.
Auf der anderen Seite haben sich Video-Diffusionsmodelle in den letzten Jahren als leistungsstarke Werkzeuge zur Generierung visueller Inhalte erwiesen. Sie können komplexe Muster und Texturen erzeugen und somit potenziell auch nicht-starre Bewegungen realistisch synthetisieren. Allerdings neigen diese Modelle dazu, bei der Generierung von Animationen die Konsistenz der Identität zu verlieren oder Artefakte zu produzieren, insbesondere wenn sie mit Eingabedaten konfrontiert werden, die außerhalb ihres ursprünglichen Trainingsbereichs liegen (Out-of-Distribution).
Ani3DHuman verfolgt einen hybriden Ansatz, der die Stärken kinematikbasierter Animation mit denen von Video-Diffusions-Prioren kombiniert. Das Framework basiert auf einer mehrschichtigen Bewegungsrepräsentation, die es ermöglicht, starre Bewegungen von residualen, nicht-starren Bewegungen zu entkoppeln. Dieser Ansatz ist grundlegend für die präzise und realistische Darstellung menschlicher Bewegungen.
Der erste Schritt im Ani3DHuman-Framework ist die Generierung der starren Bewegung durch eine kinematische Methode. Diese Methode ist verantwortlich für die grundlegenden Körperbewegungen der 3D-Figur. Basierend auf dieser starren Bewegung wird ein grobes Rendering erstellt. Dieses grobe Rendering dient als wichtige Führungsinformation für das nachfolgende Video-Diffusionsmodell.
Das Video-Diffusionsmodell erhält das grobe Rendering und die Aufgabe, die residualen, nicht-starren Bewegungen wiederherzustellen. Dies beinhaltet die realistische Simulation von Kleidung, die sich mit dem Körper bewegt, Hautverformungen und andere feine Details, die zur Fotorealistik beitragen. Diese Wiederherstellungsaufgabe ist jedoch besonders anspruchsvoll, da die anfänglichen Renderings des kinematischen Modells oft "Out-of-Distribution" für das Diffusionsmodell sind. Standard-ODE-Sampler, die üblicherweise in Diffusionsmodellen verwendet werden, können unter diesen Bedingungen versagen, was zu ungenauen oder artefaktbehafteten Ergebnissen führt.
Um die Herausforderungen der Out-of-Distribution-Renderings zu bewältigen, schlägt Ani3DHuman eine neuartige Methode vor: das selbstgeführte stochastische Sampling. Dieses Verfahren kombiniert zwei wesentliche Komponenten:
Die durch dieses Sampling-Verfahren wiederhergestellten Videos dienen als hochwertige Supervision, die es ermöglicht, das Feld der residualen nicht-starren Bewegungen zu optimieren. Dieser iterative Prozess führt zu einer signifikanten Verbesserung der Qualität der gesamten 3D-Humananimation.
Umfassende Experimente haben gezeigt, dass Ani3DHuman in der Lage ist, fotorealistische 3D-Humananimationen zu erzeugen, die bestehende Methoden in ihrer Qualität übertreffen. Die Fähigkeit, sowohl starre als auch komplexe nicht-starre Bewegungen mit hoher Identitätstreue darzustellen, eröffnet neue Möglichkeiten in verschiedenen Bereichen.
Für Branchen wie die Film- und Spieleentwicklung, virtuelle Realität (VR) und erweiterte Realität (AR), digitale Zwillinge und sogar im Bereich der medizinischen Visualisierung könnte Ani3DHuman einen erheblichen Mehrwert bieten. Die Erzeugung lebensechter digitaler Charaktere mit realistischen Bewegungen ist entscheidend für die Immersion und Glaubwürdigkeit virtueller Erlebnisse. Auch im B2B-Bereich, beispielsweise für Produktdesign, Architekturvisualisierung oder Trainingssimulationen, kann die präzise Darstellung menschlicher Interaktion mit Objekten und Umgebungen von großem Nutzen sein.
Die Verfügbarkeit des Codes unter einer Open-Source-Lizenz (auf GitHub) fördert zudem die weitere Forschung und Entwicklung in diesem Feld und ermöglicht es der Community, auf diesen Fortschritten aufzubauen.
Die Forschung im Bereich der 3D-Modellierung und Animation ist dynamisch. Andere Projekte und Techniken, wie sie beispielsweise auf Plattformen wie Hugging Face oder arXiv vorgestellt werden, zeigen ebenfalls das breite Spektrum an Innovationen:
Diese Beispiele verdeutlichen die kontinuierlichen Bemühungen, die Grenzen der 3D-Modellierung und Animation zu erweitern, wobei Ani3DHuman einen wichtigen Schritt in Richtung höherer Realitätsnähe und Anwendungsbreite darstellt.
Ani3DHuman repräsentiert einen bedeutsamen Fortschritt in der 3D-Humananimation. Durch die geschickte Kombination von kinematikbasierten und diffusionsbasierten Methoden, gepaart mit einem innovativen selbstgeführten stochastischen Sampling, gelingt es dem Framework, ein hohes Maß an Fotorealismus und Identitätstreue zu erreichen. Diese Entwicklung hat das Potenzial, die Art und Weise, wie digitale Menschen in verschiedenen Anwendungen dargestellt und interagiert werden, nachhaltig zu beeinflussen und bietet Unternehmen im B2B-Sektor neue Möglichkeiten für immersive und realistische digitale Erlebnisse.
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