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Die Entwicklung von Large Language Models (LLMs) schreitet rasant voran, doch ihre Implementierung in realen Szenarien, insbesondere unter Berücksichtigung von Datenschutz und Ressourcenbeschränkungen, stellt weiterhin eine komplexe Herausforderung dar. Das Konzept des föderierten Lernens (Federated Learning, FL) bietet hier einen vielversprechenden Ansatz, indem es das kollaborative Training von Modellen auf dezentralen Datensätzen ermöglicht, ohne dass Rohdaten ausgetauscht werden müssen. Eine aktuelle Forschungsarbeit stellt nun "FlexMoRE" vor, eine flexible Mischung rangheterogener Experten, die das föderierte Training von LLMs signifikant effizienter gestalten könnte.
Federiertes Lernen auf LLMs ist mit erheblichen Herausforderungen konfrontiert, insbesondere der Datenheterogenität über die verschiedenen Clients hinweg. Traditionelle FL-Frameworks, die für dichte Modelle konzipiert sind, aggregieren alle Parameter, was bei Mixture-of-Experts (MoE)-Architekturen zu einem Problem wird. MoE-Modelle, die Experten für spezifische Datenmuster spezialisieren, sind zwar architektonisch gut geeignet, doch ihre inhärente Sparsität und die schiere Anzahl der Parameter erschweren die Integration in FL-Systeme. Eine naive Aggregation aller Expertenparameter würde nicht nur den dynamischen Sparsamkeitsvorteil von MoE untergraben, sondern auch das in vorab trainierten Experten gespeicherte globale Wissen potenziell korrumpieren. Dies führt zu hohem Kommunikationsaufwand und dem Risiko des "katastrophalen Vergessens" von Wissen.
FlexMoRE adressiert diese Herausforderungen, indem es das traditionelle Verständnis von Experten in MoE-Architekturen erweitert. Während bisherige Ansätze oft auf vollwertige Experten setzten, zeigt FlexMoRE, dass "Low-Rank Adapters" eine effiziente Alternative darstellen können. Diese Adapter, die nur einen Bruchteil der Parameter eines vollständigen Experten aufweisen, sind in der Lage, vergleichbare oder sogar bessere Leistungen zu erzielen. Das Kernprinzip von FlexMoRE ist die flexible Mischung dieser rangheterogenen Experten, die je nach Bedarf entweder als vollständige Experten oder als schlankere Adapter konfiguriert werden können.
Ein entscheidender Vorteil von FlexMoRE liegt in seiner Kompatibilität mit dezentralen Trainingsszenarien. Dies ermöglicht es verschiedenen Datenbesitzern, ihre lokalen Modelle zu trainieren, ohne dass die Rohdaten an eine zentrale Stelle übertragen werden müssen. Dies ist besonders relevant in sensiblen Bereichen wie dem Gesundheitswesen oder dem Finanzsektor, wo Datenschutzrichtlinien den Datenaustausch stark einschränken.
Die Personalisierung spielt dabei eine zentrale Rolle. Jeder Client kann einen auf seine lokalen Daten zugeschnittenen Experten (oder Adapter) entwickeln, der dann in das globale Modell integriert wird. FlexMoRE nutzt hierfür einen Mechanismus, der es ermöglicht, nur die gemeinsamen, nicht-expertenbezogenen Parameter zu aggregieren, während die spezialisierten Experten lokal eingefroren bleiben. Dies bewahrt das globale Wissen und ermöglicht gleichzeitig eine effektive Anpassung an lokale Gegebenheiten.
Die Reduzierung der Parameter durch Low-Rank Adapters hat direkte Auswirkungen auf die Kommunikationseffizienz. In föderierten Lernumgebungen, in denen Clients oft über begrenzte Bandbreite verfügen, ist dies ein entscheidender Faktor. FlexMoRE minimiert den Kommunikationsaufwand, indem es nur die notwendigen Updates austauscht und die Masse der Expertenparameter lokal hält.
Die experimentellen Ergebnisse bestätigen die Leistungsfähigkeit von FlexMoRE. Im Vergleich zu einem Basismodell im FlexOlmo-Stil, das ausschließlich vollwertige Experten verwendet, erzielt FlexMoRE eine verbesserte durchschnittliche Leistung (47,18 Punkte gegenüber 45,46 Punkten) bei gleichzeitig drastisch reduziertem Parameterumfang (10,75 Milliarden Parameter für FlexMoRE gegenüber 33,27 Milliarden für das Basismodell). Dies entspricht einer Reduzierung der Parameter um mehr als zwei Drittel, was erhebliche Vorteile in Bezug auf Speicherbedarf und Rechenleistung mit sich bringt.
Für B2B-Kunden, die auf den Einsatz von LLMs in sensiblen oder ressourcenbeschränkten Umgebungen angewiesen sind, bietet FlexMoRE entscheidende Vorteile:
Die Forschung zu FlexMoRE unterstreicht die Bedeutung einer flexiblen und ressourceneffizienten Gestaltung von LLM-Architekturen im Kontext des föderierten Lernens. Die Erkenntnis, dass die optimale Ranggröße der Experten je nach Aufgabe variiert, eröffnet neue Wege für die dynamische Anpassung von Modellarchitekturen. Zukünftige Arbeiten könnten die Entwicklung von Algorithmen zur automatischen Bestimmung des optimalen Expertenranges oder die weitere Erforschung von Mechanismen zur Lastverteilung und zur Vermeidung von "Experten-Überkonzentration" umfassen. Die Veröffentlichung des Codes zu FlexMoRE wird es der Forschungsgemeinschaft ermöglichen, diese vielversprechenden Ansätze weiterzuentwickeln und in die Praxis umzusetzen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass FlexMoRE einen bedeutenden Schritt in Richtung effizienterer, datenschutzkonformer und personalisierbarer Large Language Models darstellt. Es zeigt, wie durch innovative architektonische Anpassungen die Leistung von LLMs in komplexen föderierten Umgebungen optimiert werden kann, was für die breite Akzeptanz und den praktischen Einsatz dieser Technologien von entscheidender Bedeutung ist.
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