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Die kontinuierliche Weiterentwicklung von Künstlicher Intelligenz (KI) ist ein zentrales Thema in der modernen Technologielandschaft. Insbesondere große multimodale Modelle (Large Multimodal Models, LMMs), die in der Lage sind, Informationen aus verschiedenen Modalitäten wie Text und Bild zu verarbeiten, haben in den letzten Jahren beeindruckende Fortschritte in komplexen Denk- und Entscheidungsfindungsprozessen erzielt. Trotz dieser Erfolge stehen Entwickler und Forscher vor der Herausforderung, dass das Training dieser Modelle oft auf statischen Datensätzen und vordefinierten Rezepten beruht. Dies erschwert die Identifizierung spezifischer Schwachstellen, sogenannter "blinder Flecken", und die Bereitstellung dynamischer, gezielter Verbesserungen. Eine aktuelle Forschungsarbeit von Hongrui Jia, Chaoya Jiang, Shikun Zhang und Wei Ye präsentiert nun einen vielversprechenden Ansatz, der diese Problematik adressiert: die "Diagnostic-driven Progressive Evolution" (DPE).
Traditionelle Trainingsmethoden für LMMs, die auf Reinforcement Learning (RL) basieren, haben zwar zu bemerkenswerten Ergebnissen geführt, stoßen jedoch an ihre Grenzen, wenn es darum geht, die Modelle kontinuierlich an neue Aufgaben anzupassen oder spezifische Defizite zu beheben. Die statische Natur der Trainingsdaten und die festen Algorithmen verhindern eine effektive Diagnose und eine maßgeschneiderte Verstärkung. Dies führt dazu, dass Modelle trotz ihrer Größe und Komplexität in bestimmten Bereichen unerwartete Schwächen aufweisen können, die nur schwer zu identifizieren und zu beheben sind. Die Notwendigkeit eines dynamischeren und diagnosegesteuerten Ansatzes wird immer deutlicher, um die volle Leistungsfähigkeit von LMMs auszuschöpfen und sie für eine breitere Palette von Anwendungen, insbesondere im B2B-Bereich, nutzbar zu machen.
Die von den Forschenden vorgeschlagene "Diagnostic-driven Progressive Evolution" (DPE) ist ein innovatives Trainingsparadigma, das den menschlichen Lernprozess nachahmt: Diagnose, Korrektur und erneute Diagnose. Anstatt auf repetitive Übung zu setzen, konzentriert sich DPE auf die Exposition gegenüber testgesteuerten Fehlern und die darauf basierende Korrektur. Dieses spiralförmige Modell ermöglicht es, dass jede Iteration eine erneute Diagnose des aktualisierten Modells vornimmt, um die nächste Runde gezielter Verbesserungen voranzutreiben.
DPE basiert auf zwei Schlüsselkomponenten:
Die Wirksamkeit von DPE wurde in Experimenten mit den Modellen Qwen3-VL-8B-Instruct und Qwen2.5-VL-7B-Instruct demonstriert. Die Ergebnisse zeigen, dass DPE zu stabilen und kontinuierlichen Leistungssteigerungen über elf verschiedene Benchmarks hinweg führt. Dies deutet darauf hin, dass DPE ein skalierbares Paradigma für das kontinuierliche Training von LMMs unter offenen Aufgabenverteilungen darstellt. Die Fähigkeit, gezielte Verbesserungen auf der Grundlage von Diagnosen vorzunehmen, ist ein signifikanter Vorteil gegenüber herkömmlichen Methoden, die oft zu einem "katastrophalen Vergessen" führen können, bei dem das Modell neue Fähigkeiten auf Kosten bereits erworbener verlernt.
Die Forschung unterstreicht auch, dass das Tuning von spezifischen Komponenten eines LMMs entscheidend für den Lernerfolg bei neuen Aufgaben ist. Insbesondere das Tuning der Self-Attention Projection Layers (SA Proj.) oder der Up-Layer des Multi-Layer Perceptrons (MLP) zeigte hervorragende Lernergebnisse bei gleichzeitig begrenztem Vergessen. Es wurde festgestellt, dass das Vergessen weitgehend eine Manifestation der Verschiebung der Ausgabeverteilung ist. Methoden, die diese Verschiebung begrenzen, wie beispielsweise das Einfrieren von MLP-Down-Projektionen während des Tunings der Up- und Gate-Layer, sind effektiv, um das Vergessen zu mindern. Diese Erkenntnisse sind von großer Bedeutung für die Entwicklung robusterer und anpassungsfähigerer LMMs.
Für Unternehmen, die auf LMMs in ihren Produkten und Dienstleistungen setzen, bietet DPE erhebliche Vorteile. Die Möglichkeit, Modelle kontinuierlich und gezielt zu verbessern, ohne aufwändige und ressourcenintensive komplette Neu-Trainings durchführen zu müssen, kann die Entwicklungszyklen verkürzen und die Effizienz steigern. Die Fähigkeit, spezifische "blinde Flecken" in den Modellen zu identifizieren und zu beheben, führt zu zuverlässigeren und leistungsfähigeren KI-Anwendungen. Dies ist besonders relevant in Bereichen, in denen hohe Präzision und Anpassungsfähigkeit an neue Daten und Aufgabenstellungen entscheidend sind, beispielsweise in der Bilderkennung, der medizinischen Diagnostik oder der automatisierten Inhaltsgenerierung.
Die Veröffentlichung des Codes, der Modelle und der Daten durch die Forschenden unterstreicht das Engagement für Open Science und ermöglicht es der breiteren Forschungsgemeinschaft, auf diesen Erkenntnissen aufzubauen und DPE weiterzuentwickeln. Dies fördert nicht nur die Innovation im Bereich der LMMs, sondern trägt auch dazu bei, die Transparenz und Interpretierbarkeit von KI-Modellen zu verbessern, was für die Akzeptanz und den verantwortungsvollen Einsatz von KI von entscheidender Bedeutung ist.
Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass DPE einen wichtigen Schritt in Richtung adaptiver und kontinuierlich lernender multimodaler KI-Modelle darstellt. Indem es die Diagnose von Schwachstellen in den Mittelpunkt rückt und eine gezielte, iterative Verbesserung ermöglicht, überwindet es einige der fundamentalen Einschränkungen aktueller Trainingsparadigmen und ebnet den Weg für eine neue Generation leistungsfähigerer und zuverlässigerer LMMs.
Bibliography: - Jia, H., Jiang, C., Zhang, S., & Ye, W. (2026). From Blind Spots to Gains: Diagnostic-Driven Iterative Training for Large Multimodal Models. arXiv preprint arXiv:2602.22859. - Hugging Face Daily Papers. (2026, February 27). From Blind Spots to Gains: Diagnostic-Driven Iterative Training for Large Multimodal Models. Abgerufen von https://huggingface.co/papers/date/2026-02-27 - arXiv. (2026, February 27). Computer Science > Computer Vision and Pattern Recognition. Abgerufen von https://arxiv.org/abs/2602.22859Lernen Sie in nur 30 Minuten kennen, wie Ihr Team mit KI mehr erreichen kann – live und persönlich.
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