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Die rapide Entwicklung großer Sprachmodelle (LLMs) hat zu bemerkenswerten Fortschritten bei der Bewältigung komplexer Denkaufgaben geführt. Modelle mit über 32 Milliarden Parametern sind dabei zum De-facto-Standard avanciert. Diese Leistungssteigerung geht jedoch oft mit erheblichen Inferenzkosten und Latenzzeiten einher, was die praktische Anwendung in vielen Szenarien erschwert. Die Herausforderung besteht darin, die Effizienz dieser Modelle zu steigern, ohne ihre Leistungsfähigkeit bei komplexen Reasoning-Aufgaben zu beeinträchtigen. Eine vielversprechende Strategie ist der dynamische Wechsel zwischen verschiedenen Modellgrößen während des Generierungsprozesses.
Große Reasoning-Modelle (LRMs) generieren oft lange, mehrstufige Reasoning-Trajektorien, um komplexe Probleme zu lösen. Die Schwierigkeit innerhalb einer einzelnen Ausgabe kann jedoch stark variieren. Bestehende Effizienzansätze ignorieren diese Variation oft oder setzen auf komplexe, überwachungsbasierte Token-Level-Routings, die den Systemaufwand erhöhen. Das Kernproblem ist, dass nicht alle Teile einer langen Reasoning-Ausgabe die volle Kapazität eines großen Modells erfordern.
Frühere Methoden zur Verbesserung der Inferenz-Effizienz konzentrierten sich auf:
Diese Ansätze kämpfen damit, die Schwierigkeitsvariation innerhalb einer einzelnen, langen Reasoning-Ausgabe effektiv zu nutzen.
Um diese Lücke zu schließen, wurde RelayGen entwickelt – ein trainingsfreies, segmentbasiertes Runtime-Framework für den Modellwechsel während der Generierung langer Reasoning-Sequenzen. RelayGen basiert auf der Beobachtung, dass die Generierungsschwierigkeit innerhalb einer Reasoning-Trajektorie erheblich schwankt und nicht alle Segmente die volle Leistung eines großen Modells benötigen.
RelayGen weist die Modellkapazität dynamisch der lokalen Generierungsschwierigkeit zu. Die Kernprinzipien sind:
RelayGen arbeitet vollständig zur Laufzeit und benötigt weder zusätzliches Training noch Hilfs-Routing-Komponenten. Es nutzt Standard-Generierungsmechanismen und vLLM's Präfix-Caching, um den Switching-Overhead zu minimieren.
Ein wesentlicher Vorteil von RelayGen ist seine Kompatibilität mit spekulativer Dekodierung. Da der Modellwechsel auf grobkörnigen Segmentgrenzen stattfindet, kann spekulative Dekodierung angewendet werden, wenn das große Modell aktiv ist, ohne die Switching-Logik zu stören. Dies steht im Gegensatz zu Token-Level-Routing-Schemata, die den Draft-Verify-Prozess unterbrechen und die Effektivität der spekulativen Dekodierung beeinträchtigen können.
Ein weiterer Ansatz zur Effizienzsteigerung ist RelayLLM, ein Framework für effizientes Reasoning durch kollaborative Dekodierung auf Token-Ebene. RelayLLM adressiert die Ineffizienz von "Alles-oder-Nichts"-Offloading-Strategien, indem es das kleine Sprachmodell als aktiven Controller agieren lässt, der das große Modell nur für kritische Token hinzuzieht.
RelayLLM betrachtet ein hybrides Inferenzszenario mit einem primären, ressourceneffizienten kleinen Sprachmodell (SLM) und einem leistungsstarken, aber rechenintensiven großen Sprachmodell (LLM). Der Prozess läuft wie folgt ab:
Um dem kleinen Modell beizubringen, wann und wie lange es das LLM hinzuziehen soll, verwendet RelayLLM einen zweistufigen Trainingsansatz:
Beide Frameworks, RelayGen und RelayLLM, wurden auf verschiedenen Reasoning-Benchmarks evaluiert und zeigen vielversprechende Ergebnisse:
Für Unternehmen, die große Sprachmodelle in ihren Prozessen einsetzen, bieten RelayGen und RelayLLM signifikante Vorteile. Sie ermöglichen es, die Rechenkosten und Latenzzeiten bei komplexen Reasoning-Aufgaben erheblich zu senken, ohne dabei die hohe Genauigkeit und Leistungsfähigkeit der großen Modelle zu opfern. Die Fähigkeit, dynamisch zwischen Modellen zu wechseln und dabei die inhärenten Schwierigkeitsvariationen innerhalb einer Generierung zu berücksichtigen, stellt einen entscheidenden Schritt in Richtung effizienterer und skalierbarer KI-Anwendungen dar. Insbesondere die trainingsfreien und auf Laufzeit basierenden Ansätze von RelayGen, sowie die token-level kollaborative Dekodierung von RelayLLM, eröffnen neue Möglichkeiten für den kosteneffizienten Einsatz von KI in anspruchsvollen B2B-Szenarien, wie sie beispielsweise von einer KI-Plattform wie Mindverse als KI-Partner angeboten werden.
Die vorgestellten Methoden unterstreichen die Bedeutung der intelligenten Ressourcenallokation in der Welt der KI. Anstatt immer auf das leistungsstärkste, aber teuerste Modell zu setzen, können Unternehmen durch den gezielten Einsatz kleinerer Modelle für weniger anspruchsvolle Segmente erhebliche Einsparungen erzielen, während die Qualität der Ergebnisse erhalten bleibt. Dies ist ein wichtiger Schritt zur Demokratisierung und breiteren Anwendung von fortschrittlichen KI-Technologien in der Geschäftswelt.
Bibliography Jiwon Song, Yoongon Kim, Jae-Joon Kim. RelayGen: Intra-Generation Model Switching for Efficient Reasoning. Cornell University, 2026. Chengsong Huang, Tong Zheng, Langlin Huang, Jinyuan Li, Haolin Liu, Jiaxin Huang. RelayLLM: Efficient Reasoning via Collaborative Decoding. Washington University in St. Louis, University of Maryland, University of Virginia, 2026.Lernen Sie in nur 30 Minuten kennen, wie Ihr Team mit KI mehr erreichen kann – live und persönlich.
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