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Die rapide Entwicklung von Künstlicher Intelligenz, insbesondere im Bereich der großen Sprachmodelle (Large Language Models, LLMs), hat eine neue Dimension des Wettbewerbs und gleichzeitig neue Herausforderungen im Schutz geistigen Eigentums eröffnet. Aktuelle Berichte von Branchenführern wie Google und OpenAI legen nahe, dass ihre fortschrittlichen KI-Modelle zunehmend Ziel von sogenannten "Destillationsangriffen" sind. Diese Angriffe zielen darauf ab, die komplexen Funktionen und das zugrundeliegende Wissen der Modelle zu extrahieren, um darauf basierend kostengünstigere Nachahmungen zu entwickeln.
Bei einem Destillationsangriff wird ein hochentwickeltes KI-Modell – oft als "Lehrer-Modell" bezeichnet – systematisch mit einer großen Anzahl gezielter Anfragen (Prompts) konfrontiert. Die dabei generierten Antworten und die daraus ableitbaren "Denkschritte" oder internen Logiken werden gesammelt und anschließend genutzt, um ein neues, kleineres und oft ressourcenschonenderes Modell – das "Schüler-Modell" – zu trainieren. Dieses Schüler-Modell soll die Leistungsfähigkeit des Lehrer-Modells nachahmen, ohne dass die ursprünglichen, milliardenhohen Trainingskosten und der immense Entwicklungsaufwand anfallen.
Google berichtet, dass sein Gemini-Modell einer massiven Kampagne ausgesetzt war, bei der über 100.000 Anfragen gestellt wurden, um seine Fähigkeiten zu klonen. Diese Aktivitäten werden von Google als Diebstahl geistigen Eigentums eingestuft, wobei das Unternehmen private Akteure und Forschungseinrichtungen als Urheber vermutet, die sich einen Wettbewerbsvorteil verschaffen möchten.
Auch OpenAI hat sich besorgt gezeigt und ein Memorandum an den US-Kongress gesandt. Darin wird dem chinesischen KI-Unternehmen DeepSeek vorgeworfen, verdeckte Methoden einzusetzen, um amerikanische KI-Modelle zu kopieren und von deren Fähigkeiten zu profitieren. OpenAI hebt hervor, dass die Destillation zwar eine legitime Technik im KI-Training sein kann, jedoch die unerlaubte Nutzung zur Nachbildung von Spitzenmodellen nicht gestattet ist. Das Unternehmen betont, dass diese Art der "Trittbrettfahrerei" dazu führen könnte, dass geklonte Modelle ohne die notwendigen Sicherheitsvorkehrungen und Schutzmechanismen in Umlauf gebracht werden, was potenziell "gefährliche Ergebnisse in Hochrisikobereichen" zur Folge haben könnte.
Beide Unternehmen haben Maßnahmen ergriffen, um solche Angriffe zu erkennen und zu unterbinden. Google gab an, die 100.000-Prompt-Kampagne erkannt und die Abwehrmechanismen von Gemini angepasst zu haben. OpenAI hat ebenfalls in stärkere Erkennungssysteme investiert und Benutzerkonten gesperrt, die gegen die Nutzungsbedingungen verstoßen.
Die Thematik der Destillationsangriffe hat weitreichende Implikationen für Unternehmen im B2B-Bereich, die auf KI-Technologien setzen oder eigene Modelle entwickeln. John Hultquist, Chief Analyst der Google Threat Intelligence Group, warnt davor, dass auch kleinere Unternehmen, die eigene KI-Modelle betreiben, dem Risiko ausgesetzt sein könnten, insbesondere wenn diese Modelle auf sensiblen Geschäftsdaten trainiert wurden. Der Schutz der proprietären Logik und der internen Prozesse von KI-Modellen wird zu einer kritischen Aufgabe.
Die Unterscheidung zwischen legitimer Nutzung von Destillation zur Optimierung eigener Modelle und dem unautorisierten Klonen von Wettbewerbermodellen ist dabei entscheidend. Während Destillation als Technik zur Erstellung kleinerer, effizienterer Modelle innerhalb eines Unternehmens üblich ist (beispielsweise die Entwicklung von GPT-4o Mini aus GPT-4o), stellt die unautorisierte Extraktion von Wettbewerbermodellen eine Grauzone dar, die rechtlich noch nicht umfassend geklärt ist.
Die Vorkommnisse werfen auch Fragen nach der Wirksamkeit bestehender Nutzungsbedingungen und technischer Schutzmaßnahmen auf. Solange KI-Modelle öffentlich zugänglich sind, bleiben sie potenziell anfällig für solche Extraktionsversuche. Die Branche steht vor der Herausforderung, ein Gleichgewicht zwischen Zugänglichkeit und Schutz des geistigen Eigentums zu finden.
Die aktuellen Entwicklungen unterstreichen die Notwendigkeit für Unternehmen, ihre KI-Assets proaktiv zu schützen. Dies beinhaltet nicht nur technische Sicherheitsmaßnahmen, sondern auch eine klare Positionierung in Bezug auf die Nutzung und Lizenzierung ihrer Modelle. Für Anbieter von KI-Lösungen wie Mindverse bedeutet dies, die Sicherheit und Integrität der eigenen Modelle kontinuierlich zu gewährleisten und gleichzeitig Transparenz und Vertrauen in der Zusammenarbeit mit B2B-Kunden zu schaffen.
Die Debatte um Destillationsangriffe verdeutlicht, dass der Schutz von KI-Modellen zu einem zentralen Thema in der digitalen Wirtschaft wird. Die Entwicklung von Strategien zur Abwehr solcher Angriffe und die Schaffung eines klaren rechtlichen Rahmens sind unerlässlich, um Innovationen zu fördern und gleichzeitig das geistige Eigentum in diesem dynamischen Feld zu sichern.
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