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Aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen bei EEG-Foundation Models

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February 1, 2026

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    Das Wichtigste in Kürze

    • EEG-Foundation Models (EEG-FMs) sind ein aufstrebendes Paradigma zur Analyse und Interpretation von Elektroenzephalogramm-Daten, insbesondere für Gehirn-Computer-Schnittstellen (BCIs).
    • Trotz schneller Fortschritte mangelt es an konsistenten Bewertungsstandards und umfassenden Vergleichen bestehender EEG-FMs, was die Einschätzung ihrer praktischen Anwendbarkeit erschwert.
    • Eine aktuelle Analyse von 50 repräsentativen Modellen zeigt, dass die Datenstandardisierung, Modellarchitekturen und selbstüberwachte Vortrainingsstrategien stark variieren.
    • Benchmarking von 12 Open-Source-FMs und spezialisierten Baselines über 13 EEG-Datensätze hinweg offenbart, dass lineare Sondierung oft unzureichend ist und spezialisierte Modelle wettbewerbsfähig bleiben.
    • Größere Foundation Models führen unter den derzeitigen Daten- und Trainingsbedingungen nicht notwendigerweise zu einer besseren Generalisierungsleistung.
    • Es besteht ein Bedarf an standardisierten Benchmarks, robusteren Vortrainingsstrategien und praktikableren Evaluationsmetriken, um das volle Potenzial von EEG-FMs auszuschöpfen.

    Die Elektroenzephalographie (EEG) ist eine etablierte Methode zur Messung der elektrischen Aktivität des Gehirns. In den letzten Jahren haben sich EEG-Foundation Models (EEG-FMs) als ein vielversprechendes Paradigma für Gehirn-Computer-Schnittstellen (BCIs) und darüber hinaus etabliert. Diese Modelle zielen darauf ab, übertragbare neuronale Repräsentationen aus großen, heterogenen EEG-Aufzeichnungen zu lernen. Trotz rascher Fortschritte auf diesem Gebiet fehlen jedoch umfassende und faire Vergleiche bestehender EEG-FMs. Dies ist primär auf inkonsistente Vortrainingsziele, unterschiedliche Vorverarbeitungsmethoden und divergierende Evaluationsprotokolle zurückzuführen. Dieser Artikel beleuchtet die aktuellen Entwicklungen, Herausforderungen und zukünftigen Richtungen in diesem dynamischen Forschungsfeld.

    Der aktuelle Stand der EEG-Foundation Models

    Die Entwicklung von Foundation Models im Bereich des EEG ist stark von den Erfolgen in der Sprach- und Bildverarbeitung inspiriert. Ähnlich wie bei großen Sprachmodellen (LLMs) und Vision Transformers (ViTs) sollen EEG-FMs durch selbstüberwachtes Lernen auf umfangreichen, unbeschrifteten EEG-Daten vortrainiert werden, um generische und übertragbare Merkmale zu extrahieren. Diese vortrainierten Modelle können dann mit geringem Aufwand an spezifische Downstream-Aufgaben angepasst werden, wodurch der Bedarf an kostspieligen und zeitaufwändigen manuellen Annotationen reduziert wird.

    Architektur und Vortraining

    Eine detaillierte Analyse von 50 repräsentativen EEG-FMs offenbart eine breite Palette an Designentscheidungen. Diese lassen sich in ein taxonomisches Framework einordnen, das folgende Aspekte umfasst:

    • Datenstandardisierung: EEG-Signale sind inhärent variabel. Um sie für das großflächige Vortraining zu standardisieren, werden verschiedene Vorverarbeitungsschritte angewendet. Dazu gehören die Kanalvereinheitlichung (z.B. durch Kanalprojektion oder räumliche Kodierung), Normalisierungsverfahren wie die z-Score-Normalisierung oder die exponentielle gleitende Mittelwertbildung (EMA), sowie die Common Average Reference (CAR)-Methode zur Unterdrückung von Gleichtaktaktivität.
    • Modellarchitekturen: Die meisten EEG-FMs basieren auf Transformer-Architekturen, die sich durch ihre Fähigkeit auszeichnen, lange Abhängigkeiten in Sequenzen zu modellieren. Einige Modelle integrieren auch konvolutionale Schichten, um niederfrequente morphologische Merkmale im Zeitbereich zu erfassen. Die Implementierung von räumlicher Aufmerksamkeit oder expliziten räumlichen Kodierungen variiert stark zwischen den Modellen.
    • Selbstüberwachte Vortrainingsstrategien: Die vorherrschende Strategie ist die Masked Prediction, bei der Teile des EEG-Signals maskiert und dann rekonstruiert werden müssen. Dies kann im Zeitbereich, Frequenzbereich oder in latenten Räumen erfolgen. Beispiele hierfür sind die Rekonstruktion von Spektraldarstellungen (z.B. Multi-Skalen-STFT-Rekonstruktion) oder die Amplituden-Phasen-Rekonstruktion. Einige Modelle nutzen auch kontrastives Lernen oder autoregressive Ansätze.

    Herausforderungen beim Benchmarking

    Die Heterogenität der Modellansätze und Evaluationsprotokolle erschwert einen fairen und umfassenden Vergleich. Dies führt zu einer Fragmentierung des Forschungsfeldes und macht es schwierig, den tatsächlichen Fortschritt zu bewerten. Um diese Lücke zu schließen, wurden Anstrengungen unternommen, eine standardisierte Benchmark zu schaffen. Eine solche Benchmark bewertet Open-Source-Foundation Models und spezialisierte Baselines über eine Vielzahl von EEG-Datensätzen und BCI-Paradigmen hinweg.

    Empirische Erkenntnisse aus umfassenden Bewertungen

    Jüngste umfassende Benchmarking-Studien haben wichtige Einblicke in die Leistung und die Limitationen von EEG-FMs geliefert. Die Evaluierung konzentrierte sich auf reale Anwendungsszenarien, einschließlich der Generalisierung über verschiedene Probanden (Leave-One-Subject-Out-Protokoll) und der schnellen Kalibrierung unter wenigen Aufnahmen pro Proband (Within-Subject Few-Shot Setting).

    Wichtige Beobachtungen

    Die Ergebnisse dieser Benchmarking-Studien deuten auf folgende Kernpunkte hin:

    • Lineare Sondierung ist oft unzureichend: Die einfache lineare Sondierung (Linear Probing), bei der der vortrainierte Encoder fest bleibt und nur ein neuer Klassifikations-Head trainiert wird, erweist sich häufig als unzureichend. Dies deutet darauf hin, dass eine vollständige Feinabstimmung der Encoder-Parameter für eine effektive Anpassung an Downstream-Aufgaben oft notwendig ist.
    • Spezialisten bleiben wettbewerbsfähig: Modelle, die von Grund auf für spezifische Aufgaben trainiert wurden (sogenannte Spezialisten), sind in vielen Fällen weiterhin wettbewerbsfähig und können die Leistung feinabgestimmter Foundation Models erreichen oder sogar übertreffen. Dies stellt die Überlegenheit generischer FMs in Frage, wenn es um spezifische, gut definierte Aufgaben geht.
    • Skalierungseffekte sind begrenzt: Größere Foundation Models führen unter den derzeitigen Datenregimen und Trainingspraktiken nicht notwendigerweise zu einer besseren Generalisierungsleistung. Dies deutet auf Limitationen in den aktuellen Vortrainingsstrategien oder auf eine Datenknappheit hin, die verhindert, dass größere Modelle ihr volles Potenzial entfalten können.
    • Vielfalt der Vortrainingsdaten: Die Diversität der Vortrainingsdaten, einschließlich der Mischung aus Kopfhaut- und intrakraniellen EEG-Daten, kann die Leistung und Übertragbarkeit von EEG-FMs positiv beeinflussen. Modelle, die auf diverseren Datensätzen trainiert wurden, zeigten tendenziell bessere Ergebnisse in bestimmten Evaluationsaufgaben.
    • Minimaler Vorverarbeitungsaufwand: Die meisten EEG-FMs verwenden minimale und einfache Vorverarbeitungsschritte. Die Auswirkungen von Rauschunterdrückung, Artefaktentfernung und standortbezogener Harmonisierung auf die Vortrainings- und Downstream-Leistung sind noch nicht vollständig geklärt.
    • Temporale Sequenzmodellierung: Transformer-Blöcke zur Modellierung temporaler Sequenzen sind ein zentrales Element vieler EEG-FMs. Ablationsstudien zeigen, dass der temporale Encoder oft den größten Beitrag zur Downstream-Leistung leistet.

    Forschungslücken und zukünftige Richtungen

    Die kritische Analyse der bestehenden EEG-FMs offenbart mehrere Forschungslücken, deren Schließung den praktischen Wert und die Robustheit dieser Modelle erheblich steigern könnte.

    Umgang mit langen temporalen Kontexten und räumlicher Modellierung

    Aktuelle EEG-FMs können Muster nur innerhalb von EEG-Sequenzen verarbeiten, die typischerweise 90 Sekunden oder weniger umfassen. Für die Analyse von langsamen Variationen über längere Zeiträume, wie sie in mehrtägigen intrakraniellen oder mehrstündigen schlafbezogenen EEG-Aufzeichnungen auftreten, sind jedoch Lösungen erforderlich, die die effektive Kontextlänge erweitern. Zudem bedarf die explizite Modellierung räumlicher oder interkanaler Beziehungen und deren Beitrag zur temporalen Modellierung weiterer Untersuchung.

    Qualität der Vortrainingsstrategie

    Die Tatsache, dass lineare Sondierungen oft schlechter abschneiden als feinabgestimmte Modelle oder Baselines, wirft Fragen nach der inhärenten Qualität der durch selbstüberwachtes Lernen erlernten Repräsentationen auf. Es sind weitere Untersuchungen erforderlich, um den Umfang der durch SSL erreichten Übertragbarkeit vollständig zu verstehen. Auch die Auswirkungen von Datendiversität, Datenvolumen und Modellskalierung auf die Qualität des EEG-FM-Vortrainings sind noch weitgehend unbekannt.

    Praktisch relevante Evaluationen und Metriken

    Aktuelle Feinabstimmungs-Evaluationen sind in ihrer Fähigkeit, den praktischen Nutzen von EEG-FMs in realen Szenarien zu bewerten, begrenzt. Es besteht Bedarf an Evaluationsschemata und Aufgabenmetriken, die die Realität der EEG-Forschung und des klinischen Einsatzes besser widerspiegeln. Dazu gehören:

    • Zero-Shot-Evaluationen: Diese sind für den sofortigen Einsatz von EEG-FMs bei neuen, ungesehenen Aufgaben unerlässlich.
    • Few-Shot- oder Low-Label-Performance: Diese Metriken bewerten, wie effizient EEG-FMs mit wenigen, teuren und arbeitsintensiv zu sammelnden Labels umgehen können.
    • Out-of-Distribution (OOD)-Performance: Die Leistung auf ungesehenen Daten ohne Feinabstimmung ist entscheidend, um die Robustheit von EEG-FMs gegenüber probandenspezifischer und standortübergreifender Variabilität zu beurteilen.
    • Anwendungsspezifische Metriken: Beispielsweise die Anzahl der falsch positiven Ergebnisse pro Stunde bei der Anfallserkennung, die einen direkten Bezug zur klinischen Praxis haben.

    Standardisierte und anspruchsvolle Benchmarks

    Die Heterogenität der für die EEG-FM-Evaluation verwendeten Aufgaben erschwert den Vergleich des aktuellen Stands der Technik. Es ist notwendig, einen gemeinsamen Kernsatz an Evaluationsaufgaben zu definieren, der verschiedene Aufgabentypen (Klassifikation, Regression), Label-Dichten (spärlich, dicht) und die Komplexität klinischer Daten berücksichtigt. Diese Benchmarks sollten zudem so anspruchsvoll sein, dass sie Raum für signifikante Verbesserungen bieten, im Gegensatz zu Aufgaben, bei denen die Leistung bereits gesättigt ist.

    Vertrauenswürdige Modellierung

    Keines der untersuchten EEG-FMs konzentrierte sich auf die Erklärbarkeit oder Interpretierbarkeit von Modellen, was jedoch in wissenschaftlichen Bereichen und in risikoreichen, expertenzentrierten Domänen wie der Medizin von entscheidender Bedeutung ist. Studien, die die "Black Box" von EEG-FMs entschlüsseln, sind notwendig, um Einblicke in das durch Vortraining gelernte Wissen und die praktische Robustheit ihrer Entscheidungsfindung zu gewinnen. Verbindungen zu bekannten Mustern der Gehirnphysiologie oder -pathologie könnten die Vertrauenswürdigkeit von EEG-FMs für Experten erhöhen.

    Fazit und Ausblick

    Die ersten Generationen von EEG-Foundation Models zeigen vielversprechende Ansätze zur Bewältigung der Herausforderungen bei der Analyse komplexer EEG-Daten. Sie haben das Potenzial, die Forschung in den Neurowissenschaften, die Entwicklung von Gehirn-Computer-Schnittstellen und die klinische Entscheidungsunterstützung zu revolutionieren. Um dieses Versprechen vollständig einzulösen, sind jedoch koordinierte Anstrengungen erforderlich, die sich auf substanzielle Skalierungsbemühungen, prinzipielles und vertrauenswürdiges selbstüberwachtes Repräsentationslernen sowie praktisch relevante Evaluationen konzentrieren.

    Die Zukunft der EEG-FMs liegt in der Entwicklung robuster und generalisierbarer Modelle, die in der Lage sind, komplexe neuronale Muster zu erkennen und in vielfältigen Anwendungsbereichen nutzbar zu machen. Dies erfordert nicht nur technische Fortschritte, sondern auch eine enge Zusammenarbeit zwischen Forschenden, Klinikern und Ingenieuren, um die Entwicklung von aussagekräftigen Benchmarks, innovativen Anwendungen und holistischen Modell-Evaluationsschemata voranzutreiben. Durch solche nachhaltigen Bemühungen können EEG-FMs ihren Weg in die reale Welt finden und einen signifikanten Einfluss auf die medizinische Diagnostik und die Mensch-Maschine-Interaktion ausüben.

    Bibliografie

    - Liu, D., Chen, Y., Chen, Z., Cui, Z., Wen, Y., An, J., Luo, J., & Wu, D. (2026). EEG Foundation Models: Progresses, Benchmarking, and Open Problems. arXiv preprint arXiv:2601.17883. - Kuruppu, G., Wagh, N., & Varatharajah, Y. (2025). EEG Foundation Models: A Critical Review of Current Progress and Future Directions. arXiv preprint arXiv:2507.11783. - Xiong, W., Li, J., Li, J., & Zhu, K. (2025). EEG-FM-Bench: A Comprehensive Benchmark for the Systematic Evaluation of EEG Foundation Models. arXiv preprint arXiv:2508.17742. - Kastrati, A., Bürki, J., Lauer, J., Xuan, C., Iaquinto, R., & Wattenhofer, R. (2025). EEG-Bench: A Benchmark for EEG Foundation Models in Clinical Applications. arXiv preprint arXiv:2512.08959. - Emergentmind. (n.d.). Effect of auxiliary cross-paradigm data on paradigm-specific EEG foundation model pre-training. Retrieved from https://www.emergentmind.com/open-problems/auxiliary-cross-paradigm-data-for-paradigm-specific-pretraining - The Moonlight. (n.d.). [Literature Review] EEG Foundation Models: Progresses, Benchmarking, and Open Problems. Retrieved from https://www.themoonlight.io/en/review/eeg-foundation-models-progresses-benchmarking-and-open-problems

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