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Die zunehmende Verbreitung von Deepfakes, insbesondere im Bereich intimer Inhalte, stellt eine wachsende Herausforderung für Gesellschaft und Rechtssystem dar. Auf Guernsey, einer Insel im Ärmelkanal, verzeichnet die Opferhilfeorganisation Victim Support and Witness Service eine signifikante Zunahme von Betroffenen, die aufgrund von KI-generierten Deepfakes Unterstützung suchen. Diese Entwicklung unterstreicht die Dringlichkeit, rechtliche Rahmenbedingungen an die rasante technologische Entwicklung anzupassen.
Jenny Murphy, die Leiterin des Victim Support and Witness Service auf Guernsey, äußert sich besorgt über die steigende Zahl von Meldungen bezüglich Deepfakes. Bei Deepfakes handelt es sich um Bilder oder Videos, die mithilfe Künstlicher Intelligenz (KI) so verändert werden, dass Gesichter oder Stimmen einer Person ausgetauscht werden, um täuschend echte, oft intime oder sexualisierte Inhalte zu erstellen. Die Auswirkungen auf die Opfer sind dabei gravierend und können weitreichende psychische und soziale Folgen haben. Eine plötzliche Konfrontation mit der Verbreitung solcher manipulierter Inhalte kann für Betroffene einen erheblichen Schock bedeuten und ihr Leben nachhaltig beeinflussen.
Die aktuelle Rechtslage auf Guernsey sieht vor, dass das Teilen intimer Bilder ohne Zustimmung eine Straftat darstellt. Die Erstellung solcher Bilder mittels KI ist jedoch derzeit nicht explizit strafbar. Diese Diskrepanz ermöglicht es Tätern, die Technologie für missbräuchliche Zwecke zu nutzen, ohne unmittelbar rechtliche Konsequenzen für die Erstellung der Inhalte befürchten zu müssen. Der Ausschuss für innere Angelegenheiten auf Guernsey hat diese Lücke erkannt und arbeitet an einer entsprechenden Änderung des Sexualstrafrechts aus dem Jahr 2020, um die Erstellung von Deepfakes ohne Zustimmung ebenfalls unter Strafe zu stellen. Dies ist ein entscheidender Schritt, um den Schutz der Bürgerinnen und Bürger zu verbessern und der rasanten Entwicklung der KI-Technologien gerecht zu werden.
Detective Inspector Thomas Lowe von der Polizei Guernsey betont die Bedeutung einer proaktiven Gesetzgebung. Er erläutert, dass die Polizei in den letzten Monaten mehrere Fälle untersucht hat, in denen KI-Technologie bei potenziellen Straftaten eine Rolle spielte. Diese Untersuchungen hätten deutlich gemacht, dass es Gesetzeslücken gebe und spezifische Straftatbestände für Aktivitäten wie die Erstellung von Deepfakes notwendig seien. Das Ziel sei es, nicht nur auf Entwicklungen zu reagieren, sondern diesen voraus zu sein, um Opfer effektiver schützen und Täter zur Rechenschaft ziehen zu können. Die Polizei ist bestrebt, die Gesetzgebung so anzupassen, dass sie bei der Durchsetzung von Recht und der Sicherung von Opfern dieser Straftaten umfassend unterstützen kann.
Die Verfolgung von Deepfake-Tätern stellt oft eine internationale Herausforderung dar. Sophie Mortimer, Managerin der Revenge Porn Helpline im Vereinigten Königreich, weist darauf hin, dass es schwierig sein kann, Täter zu fassen, da diese sich oft in anderen Ländern befinden und die Inhalte auf Servern in wiederum anderen Jurisdiktionen gehostet werden. Die Durchsetzung und Regulierung variieren international erheblich, was die Strafverfolgung komplex gestaltet. Hinzu kommt, dass Opfer oft erst spät erfahren, dass manipulierte Bilder von ihnen existieren, was die Meldung erschwert. Jenny Murphy vom Victim Support and Witness Service appelliert an die Betroffenen, sich zu melden und Hilfe in Anspruch zu nehmen. Die Organisation bietet nicht nur emotionale Unterstützung, sondern auch praktische Hilfestellung, um die Geschehnisse zu verarbeiten und die nächsten Schritte einzuleiten. Sie betont, dass es von entscheidender Bedeutung ist, Menschen zu ermutigen, sich zu melden und Unterstützung zu erhalten, da die Auswirkungen von Deepfakes immens sein können.
Die geplanten Änderungen am Sexualstrafrecht auf Guernsey sollen neun Bereiche abdecken, von denen sieben direkt mit sexuellen Bildern zusammenhängen. Dazu gehören die Kriminalisierung der Erstellung oder Aufnahme intimer Bilder ohne Zustimmung, das Teilen solcher Bilder, Cyberflashing, das Anfordern von Deepfakes sowie der Besitz von anstößigen Cartoons oder Zeichnungen von Kindern. Diese umfassenden Anpassungen zielen darauf ab, das Rechtssystem an die technologischen Realitäten anzupassen und einen stärkeren Schutz für potenzielle Opfer zu gewährleisten. Die Bemühungen auf Guernsey spiegeln eine globale Notwendigkeit wider, den Missbrauch von KI-Technologien zu bekämpfen und die digitale Sicherheit der Gesellschaft zu stärken.
Bibliography:
- BBC News. (2026, 14. Januar). More victims of AI deepfakes seeking support in Guernsey. - BBC News. (2025, 27. November). Law to be toughened to tackle AI deepfake porn in Guernsey. - Bailiwick Express. (2025, 27. November). AI law update will 'catch up' with technology developments. - Guernsey Press. (2025, 26. November). Move to update sexual offences laws to combat AI use. - States of Guernsey. (2025, 25. November). Home Affairs to develop updates to Sexual Offences law in relation to AI. - Guernsey Police. (2025, 11. Februar). Safer Internet Day 2025.Lernen Sie in nur 30 Minuten kennen, wie Ihr Team mit KI mehr erreichen kann – live und persönlich.
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