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Die maschinelle Übersetzung (MT) hat in den letzten Jahren beeindruckende Fortschritte erzielt, insbesondere durch den Einsatz großer Sprachmodelle (LLMs). Dennoch bleiben bestimmte sprachliche Phänomene, wie Redewendungen, Sprichwörter und Metaphern, eine hartnäckige Herausforderung. Diese nicht-kompositionellen Ausdrücke, deren Bedeutung nicht direkt aus der Summe ihrer Einzelwörter abgeleitet werden kann, sind tief in kulturellen Kontexten verwurzelt und besitzen sowohl figurative als auch wörtliche Bedeutungen. Eine akkurate Übersetzung erfordert daher ein nuanciertes Verständnis, das über die reine Wort-für-Wort-Übersetzung hinausgeht.
Die Schwierigkeiten bei der automatischen Übersetzung von Idiomen lassen sich in drei Hauptpunkte gliedern:
Diese Herausforderungen verdeutlichen eine kulturelle Übersetzungslücke, die aktuelle LLMs ohne spezialisiertes Training nicht schließen können.
Eine aktuelle Forschungsarbeit von Ishika Agarwal et al. untersucht, wie die Übersetzungsqualität von Idiomen verbessert werden kann, indem Machine Translation Quality Estimation (MTQE)-Modelle als Belohnungsfunktionen im Rahmen des GRPO-Feintunings (Group Relative Policy Optimization) eingesetzt werden. MTQE-Modelle bewerten die Qualität maschinell übersetzter Texte. Sie werden auf menschlichen Präferenzdaten trainiert, die implizite Signale für nicht-kompositionelle Phrasen enthalten. Durch die Nutzung dieser Modelle als Belohnungsmechanismus während des Feintunings lernen LLMs, Idiome semantisch korrekter zu übersetzen.
Die Studie untersuchte verschiedene Ansätze des GRPO-Feintunings mit MTQE-Belohnungen:
Zusätzlich wurde eine trainingsfreie Methode mittels strukturiertem Prompting entwickelt, die den Modellen hilft, die figurative und kulturelle Bedeutung von Idiomen vor der Übersetzung zu erfassen.
Die Experimente, durchgeführt mit chinesischen und Hindi-Idiom-Datensätzen sowie kleineren Sprachmodellen (Qwen 3B und Llama 8B), lieferten signifikante Ergebnisse:
Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass MTQE-Belohnungen die multilinguale Spracheinbettungsfähigkeit von Sprachmodellen effektiv destillieren. Sie verbessern semantische Beziehungen in multilingualen LLMs, beeinträchtigen die bestehenden Fähigkeiten der Modelle nicht und ermöglichen eine sinnvolle Generalisierung auf andere Sprachen.
Der Titel der Studie, der auf dem Sprichwort "A Rising Tide Lifts All Boats" (Eine steigende Flut hebt alle Boote) basiert, spielt auf die beobachtete Korrelation an: Eine Verbesserung der spezifischen Herausforderung der Idiom-Übersetzung führt gleichzeitig zu einer Steigerung der gesamten Übersetzungsqualität. Dies unterstreicht, dass die Bewältigung komplexer, nicht-kompositioneller Sprachphänomene nicht nur isolierte Verbesserungen mit sich bringt, sondern das grundlegende Sprachverständnis und die Übersetzungsfähigkeiten von LLMs auf breiter Ebene stärkt.
Für Unternehmen, die im Bereich der maschinellen Übersetzung tätig sind oder diese Technologie nutzen, ergeben sich aus diesen Forschungsergebnissen wichtige Erkenntnisse:
Die Forschung quantifiziert die Lücke bei der Übersetzung nicht-kompositioneller Ausdrücke und bietet wertvolle Einblicke für die Entwicklung von LLMs mit einem stärkeren kulturübergreifenden und figurativen Sprachverständnis. Dies ist ein entscheidender Schritt, um maschinelle Übersetzungssysteme noch näher an die Qualität menschlicher Übersetzer heranzuführen und ihre Anwendbarkeit in anspruchsvollen B2B-Szenarien zu erweitern.
Zukünftige Forschungsarbeiten könnten sich darauf konzentrieren, die Rechenkosten für das Training verbesserter multilingualer Modelle zu senken und die Effektivität dieser Methoden auf weitere Sprachen und Arten von nicht-kompositionellen Ausdrücken auszudehnen. Die Kombination aus datengesteuerten Belohnungsmechanismen und strukturiertem Prompting birgt weiterhin großes Potenzial, die Qualität und Zuverlässigkeit maschineller Übersetzungssysteme signifikant zu steigern.
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