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Die Landschaft des digitalen Minings erlebt derzeit einen signifikanten Wandel. Ein prominentes Beispiel hierfür ist die strategische Neuausrichtung des börsennotierten Bitcoin-Miners Bitdeer Technologies Group. Das Unternehmen hat seine gesamten Bitcoin-Reserven veräußert, ein Schritt, der eine Abkehr von der traditionellen Praxis des Hortens digitaler Assets darstellt. Diese Entscheidung markiert einen klaren Fokuswechsel hin zur Investition in den Ausbau von KI- und High-Performance-Computing-Diensten.
Bis Ende Januar 2026 hielt Bitdeer noch rund 1.530 Bitcoin, deren Wert sich auf über 80 Millionen Euro belief. Mit Stand vom 20. Februar desselben Jahres sind diese Bestände auf null reduziert. Das Unternehmen bestätigte den Verkauf der gesamten aktuellen Produktion von 189,8 Bitcoin sowie die Liquidierung von 943,1 Bitcoin aus seinen Treasury-Reserven. Die frei gewordenen Mittel sollen primär zur Schuldentilgung, zum Erwerb von Grundstücken und zur Finanzierung des Ausbaus von KI- und HPC-Rechenzentren eingesetzt werden. Diese Pläne werden zusätzlich durch die geplante Aufnahme einer Wandelanleihe in Höhe von 300 Millionen US-Dollar unterstützt.
Dieser Wandel ist nicht isoliert zu betrachten, sondern spiegelt die zunehmend schwierige Lage für Bitcoin-Miner wider. Seit dem Halving im April 2024, das die Belohnung pro gefundenem Block auf 3,125 Bitcoin halbierte, und dem gleichzeitigen Rückgang des Hashprice auf ein historisch niedriges Niveau von unter 30 Dollar pro Petahash und Tag, sehen sich viele Miner mit der Herausforderung konfrontiert, dass die Betriebskosten die Erträge übersteigen. In diesem Umfeld suchen Unternehmen nach alternativen, profitableren Geschäftsfeldern.
KI-Rechenzentren bieten hier eine vielversprechende Alternative. Sie profitieren von einer immensen Nachfrage nach Rechenleistung für das Training und die Inferenz großer KI-Modelle. Bestehende Mining-Infrastrukturen, die über große Hallen, leistungsfähige Kühlsysteme und oft auch günstige Stromverträge verfügen, sind ideal für die Umrüstung zu KI-Datenzentren geeignet. Während der Bau neuer KI-Zentren Jahre dauern kann, ist die Umgestaltung einer Mining-Farm in einem Bruchteil der Zeit realisierbar.
Die Attraktivität des KI-Hostings liegt in den deutlich höheren Margen. Ein Megawatt Rechenleistung kann im KI-Hosting Jahresumsätze von bis zu 10 bis 20 Millionen Dollar generieren, während im Bitcoin-Mining lediglich etwa eine Million Dollar erreicht werden. Dies führt dazu, dass immer mehr Mining-Unternehmen ihre Bitcoin-Bestände veräußern, um in diese lukrativeren Bereiche zu investieren. Riot Platforms hat beispielsweise Bitcoin im Wert von 200 Millionen Dollar verkauft, um ein Grundstück für ein KI-Rechenzentrum in Texas zu erwerben, und Bitfarms hat sich von seiner Identität als reines Bitcoin-Unternehmen gelöst.
Experten von Morgan Stanley sehen in der Umwandlung von Mining-Infrastrukturen in KI-Datenzentren ein großes Potenzial und prognostizieren für Unternehmen, die diesen Wandel vollziehen, eine Verdopplung ihrer Aktienwerte. Der Mangel an KI-bezogenen Rechenressourcen treibt die Nachfrage nach "Time-to-Power"-Lösungen an, die Bereitstellungszeiten minimieren und Betriebszeiten maximieren, wofür Hyperscaler bereit sind, höhere Prämien zu zahlen.
Kurzfristig könnte der Verkauf großer Bitcoin-Reserven durch Miner den Verkaufsdruck auf den Bitcoin-Kurs erhöhen. Das Beispiel von Bitdeer, einem Schwergewicht der Branche mit einer Börsenbewertung von 1,8 Milliarden Dollar und einer Rechenleistung von 63,2 Exahash pro Sekunde, ist hierbei von besonderer Relevanz. Allerdings betonte CEO Jihan Wu, dass der aktuelle Verkauf nicht zwangsläufig bedeutet, dass Bitdeers Bitcoin-Bilanz dauerhaft bei null bleiben wird und das Mining für Aktionäre fortgesetzt werden soll.
Mittel- und langfristig ergeben sich jedoch interessante Perspektiven. Das Bitcoin-Netzwerk verfügt über einen eingebauten Schutzmechanismus: Sinkt die Rechenleistung, passt sich die Mining-Schwierigkeit automatisch an. Dies gewährleistet die Stabilität des Netzwerks, wie sich bereits nach dem Mining-Verbot in China im Jahr 2021 zeigte. Zudem könnten Miner, die Einnahmen aus KI-Diensten generieren, ihre geschürften Bitcoin nicht mehr sofort verkaufen müssen, um Betriebskosten zu decken. Weniger Zwangsverkäufe könnten den Bitcoin-Preis stabilisieren, und eine geringere Anzahl von Minern könnte das Geschäft für die verbleibenden Akteure profitabler machen.
Die Branche wandelt sich somit fundamental. Mining-Aktien werden zunehmend nicht mehr nur als gehebelte Bitcoin-Wetten betrachtet, sondern als Investitionen in die KI-Infrastruktur. Die Ära des reinen Hortens von Bitcoin durch Miner scheint sich dem Ende zuzuneigen, während die Nachfrage nach Rechenleistung für Künstliche Intelligenz neue, lukrative Wege eröffnet.
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