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Rechtsstreit zwischen Elon Musk und OpenAI: Forderungen im Milliardenbereich

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January 18, 2026

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    Das Wichtigste in Kürze

    • Elon Musk fordert von OpenAI und Microsoft eine Summe von bis zu 109,4 Milliarden US-Dollar.
    • Grundlage der Forderung ist ein Rechtsstreit, der sich um die angebliche Verletzung der ursprünglichen Gründungsvereinbarung von OpenAI dreht.
    • Musk wirft OpenAI vor, sich von seinem gemeinnützigen Ursprung zu einem profitorientierten Unternehmen entwickelt zu haben.
    • OpenAI und Microsoft bezeichnen Musks Forderungen als "unseriös" und weisen die Vorwürfe zurück.
    • Der Prozess wird voraussichtlich im April beginnen, nachdem ein Gericht eine Abweisung der Klage abgelehnt hat.

    Der Rechtsstreit zwischen Elon Musk und dem von ihm mitbegründeten KI-Unternehmen OpenAI eskaliert. Musk fordert im Rahmen einer Klage eine Entschädigung von bis zu 109,4 Milliarden US-Dollar von OpenAI und zusätzlich bis zu 25,1 Milliarden US-Dollar von Microsoft, einem wichtigen Partner und Investor von OpenAI. Diese hohen Forderungen basieren auf Berechnungen von Musks Anwälten, die von einem Experten ermittelt wurden und sich auf angebliche Vertragsverletzungen und "unrechtmäßige Gewinne" beziehen.

    Hintergrund des Disputs

    Elon Musk war im Jahr 2015 Mitbegründer von OpenAI und trug maßgeblich zur frühen Finanzierung des Unternehmens bei, unter anderem mit einer Risikokapitalinvestition von 38 Millionen US-Dollar. Im Jahr 2018 verließ er jedoch das Unternehmen aufgrund von Interessenskonflikten. Der Kern von Musks Klage, die bereits im Jahr 2024 eingereicht wurde, ist der Vorwurf, dass OpenAI von seiner ursprünglichen Mission abgewichen sei. Ursprünglich als gemeinnützige Organisation gegründet, sollte OpenAI die Entwicklung künstlicher Intelligenz zum Wohle der Menschheit vorantreiben und nicht auf Profit ausgerichtet sein.

    Die Vorwürfe Musks gegen OpenAI

    Musk argumentiert, dass die Umwandlung von OpenAI in ein gewinnorientiertes Unternehmen eine "eklatante Verletzung" der Gründungsvereinbarung darstelle. Er wirft dem derzeitigen CEO von OpenAI, Sam Altman, vor, das Unternehmen zunehmend in eine profitorientierte Firma umzuwandeln, wovon insbesondere Großinvestor Microsoft profitiere. Des Weiteren werden Verletzungen treuhänderischer Pflichten und unlauterer Wettbewerb angeführt.

    Die Position von OpenAI und Microsoft

    OpenAI hat die Forderungen Musks als "unseriös" bezeichnet. Das Unternehmen entgegnet, Musk habe die "volle Kontrolle" über OpenAI und den Chefposten angestrebt. Zudem soll Musk im Jahr 2018 vorgeschlagen haben, OpenAI mit seinem Elektroautohersteller Tesla zusammenzulegen. OpenAI kontert zudem, dass Musk mit dem Rechtsstreit einen Konkurrenten bremsen wolle, da er 2023 seine eigene KI-Firma namens xAI gründete, deren Chatbot Grok mit ChatGPT konkurriert.

    Finanzielle Forderungen und deren Berechnung

    Der von Musks Anwälten herangezogene Experte bezifferte den Wert, der Musk zustehen könnte, auf Basis seiner frühen Investitionen und Kontakte. Für OpenAI wurde ein Betrag zwischen 65,5 Milliarden und 109,43 Milliarden US-Dollar errechnet. Von Microsoft, dem wichtigsten Partner und Investor von OpenAI, werden zusätzlich zwischen 13,3 Milliarden und 25,06 Milliarden US-Dollar gefordert.

    Der weitere Verlauf des Rechtsstreits

    Im März 2025 wies ein Gericht zwar einen Eilantrag Musks ab, die Umstrukturierung von OpenAI zu stoppen, entschied jedoch zugleich, das Hauptsacheverfahren aufzunehmen. Der Beginn des Prozesses wird für April erwartet. Ein Richter in Oakland, Kalifornien, hat entschieden, dass der Fall vor einer Jury verhandelt wird.

    Frühere Versuche und Angebote

    Bereits im Februar 2025 hatte eine Investorengruppe unter Führung von Elon Musk versucht, die Kontrolle über OpenAI zu erlangen. Ein Angebot von 97,4 Milliarden US-Dollar, um das Unternehmen wieder zu einer Open-Source- und sicherheitsorientierten Ausrichtung zurückzuführen, wurde von OpenAI-Chef Sam Altman abgelehnt. Altman kommentierte das Angebot spöttisch, indem er Musk anbot, Twitter für 9,74 Milliarden Dollar abzukaufen. Dies verdeutlicht die anhaltende Rivalität und die tiefen Meinungsverschiedenheiten zwischen den beiden Parteien.

    Die aktuellen Entwicklungen im Rechtsstreit zwischen Elon Musk und OpenAI sind von erheblicher Bedeutung für die gesamte KI-Branche. Die Klärung der Fragen rund um die Unternehmensführung, die Einhaltung ursprünglicher Missionen und die finanzielle Bewertung von KI-Unternehmen könnten Präzedenzfälle schaffen und weitreichende Auswirkungen auf zukünftige Entwicklungen und Investitionen in diesem Sektor haben.

    Bibliografie:

    - Christian Hirsch, "Elon Musk fordert 109 Milliarden US-Dollar von OpenAI | heise online", heise.de, 17.01.2026. - "Elon Musk fordert bis zu 109,4 Milliarden Dollar von OpenAI - WELT", welt.de, 18.01.2026. - "Elon Musk verklagt OpenAI auf bis zu 109,4 Milliarden Dollar", 20min.ch, 18.01.2026. - "Musk klagt OpenAI und Microsoft auf bis zu 134 Mrd. Dollar - ORF", orf.at, 17.01.2026. - "Rechtsstreit: Musk will bis zu 109,4 Milliarden Dollar von OpenAI", handelsblatt.com, 17.01.2026. - "Musk will bis zu 109,4 Milliarden Dollar von OpenAI", freiepresse.de, 17.01.2026. - "Künstliche Intelligenz: Investoren um Musk bieten Milliardensumme für Kontrolle über OpenAI", zeit.de, 10.02.2025. - Martin Holland, "Kampf um OpenAI: Elon Musk & Co. bieten 100 Milliarden US-Dollar für Kontrolle", heise.de, 11.02.2025. - Reinhard Spiegelhauer, "Musk will OpenAI kaufen - und erntet Spott", tagesschau.de, 11.02.2025. - "Musk Seeks Up To US$109.4 Billion From OpenAI For 'Wrongful ...'", bernama.com, 17.01.2026.

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