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Die fortschreitende Entwicklung von Künstlicher Intelligenz hat zu Large Language Models (LLMs) geführt, die beeindruckende Fähigkeiten in der Sprachverarbeitung aufweisen. Ein besonderer Trend ist die Personalisierung dieser Modelle, um die Nutzerzufriedenheit zu steigern. Jedoch birgt diese Personalisierung eine spezifische Herausforderung: die Gefahr von Halluzinationen, die durch die Anpassung an individuelle Nutzerprofile entstehen.
Personalisierte LLMs sind darauf ausgelegt, ihr Verhalten an individuelle Nutzer anzupassen. Dies kann von der sprachlichen Gestaltung bis hin zur Auswahl von Inhalten reichen. Während dies die Benutzererfahrung verbessern kann, besteht die Gefahr, dass die Modelle bei faktischen Anfragen Antworten generieren, die eher der Nutzerhistorie oder den Präferenzen des Nutzers entsprechen als der objektiven Wahrheit. Dieses Phänomen wird als "personalisierungsinduzierte Halluzination" bezeichnet.
Diese Art von Halluzination kann die faktische Zuverlässigkeit von LLM-Ausgaben beeinträchtigen und zur Verbreitung inkorrekter Überzeugungen beitragen. Die Ursache liegt in einer "repräsentationalen Verflechtung" zwischen Personalisierungs- und Faktenrepräsentationen innerhalb des Modells. Das bedeutet, dass die Mechanismen, die für die Personalisierung verantwortlich sind, unbeabsichtigt die Fähigkeit des Modells zur korrekten Darstellung von Fakten beeinflussen können.
Um dieser Problematik entgegenzuwirken, wurde ein Ansatz namens Factuality-Preserving Personalized Steering (FPPS) vorgeschlagen. FPPS ist ein leichtgewichtiger Ansatz, der während der Inferenzzeit angewendet wird. Sein Ziel ist es, personalisierungsinduzierte faktische Verzerrungen zu mindern, während gleichzeitig das personalisierte Verhalten des Modells erhalten bleibt. Dies deutet darauf hin, dass die Entwickler versuchen, eine Balance zwischen der Anpassung an den Nutzer und der Wahrung der faktischen Genauigkeit zu finden.
FPPS arbeitet, indem es die Modellreaktionen so steuert, dass sie sowohl den personalisierten Präferenzen als auch der objektiven Korrektheit gerecht werden. Die genaue Implementierung dieses Steuerungsprozesses ist komplex und erfordert ein tiefes Verständnis der internen Funktionsweise von LLMs.
Zur umfassenden Bewertung der Wirksamkeit von FPPS und ähnlichen Ansätzen wurde PFQABench eingeführt. Dieser Benchmark ist der erste seiner Art, der darauf ausgelegt ist, sowohl die faktische als auch die personalisierte Beantwortung von Fragen unter Personalisierungsbedingungen zu evaluieren. PFQABench ermöglicht es Forschern und Entwicklern, die Leistung von personalisierten LLMs anhand klar definierter Metriken zu messen und zu vergleichen.
Experimente, die mit verschiedenen LLM-Backbones und Personalisierungsmethoden durchgeführt wurden, zeigen, dass FPPS die faktische Genauigkeit erheblich verbessert, während die personalisierte Leistung beibehalten wird. Dies ist ein wichtiger Schritt, um die Zuverlässigkeit von personalisierten LLMs zu erhöhen und Vertrauen in ihre Anwendungen aufzubauen.
Halluzinationen in LLMs sind nicht auf personalisierte Modelle beschränkt. Sie stellen ein allgemeines Problem dar und können in verschiedenen Formen auftreten:
Die Ursachen für Halluzinationen sind vielfältig und umfassen:
Die Forschung und Entwicklung konzentriert sich auf verschiedene Strategien zur Minderung von Halluzinationen:
Durch die Gestaltung der Eingabeaufforderungen und des Formats kann das LLM von Halluzinationen weggeführt werden. Explizite Anweisungen, Beispiele für faktische Antworten und die Begrenzung offener Fragen sind hier wichtige Ansätze. Ein gut gestalteter Prompt kann das Modell anleiten, Unsicherheiten zu äußern, anstatt falsche Informationen zu erfinden.
RAG-Systeme ermöglichen es LLMs, ihre Antworten auf relevante Informationen aus vertrauenswürdigen Wissensquellen zu stützen. Anstatt sich ausschließlich auf ihr internes Wissen zu verlassen, rufen die Modelle externe Dokumente ab, um ihre Antworten zu "erden". Dies reduziert die Wahrscheinlichkeit, dass das Modell falsche Informationen generiert, die nicht in den Referenzdokumenten enthalten sind.
Ein weiterer Ansatz besteht darin, das System zu befähigen, seine Unsicherheit zu erkennen und sich bei geringem Vertrauen in die Antwort zurückzuhalten. Anstatt eine selbstbewusste, aber falsche Antwort zu riskieren, sollte die KI "Ich weiß es nicht" sagen oder die Anfrage an einen menschlichen Experten weiterleiten. Techniken wie die Analyse von Modell-Logits, Selbstkonsistenzprüfungen durch Mehrfachstichproben oder die Kalibrierung mittels separater Klassifikatoren können hierbei zum Einsatz kommen.
Die Feinabstimmung von LLMs auf domänenspezifischen Daten kann dazu beitragen, Wissenslücken zu schließen und das Modell vorsichtiger zu machen. Durch das Training mit einem Korpus interner Dokumente oder Q&A-Paare kann das Modell lernen, genaue Informationen abzurufen, anstatt zu halluzinieren. Dies ist besonders relevant in sensiblen Bereichen wie dem Personalwesen.
Ein nachgelagerter Schritt zur Validierung und Korrektur der Modellausgabe ist entscheidend. Dies kann durch Faktenchecks mit externem Wissen, die Einbindung menschlicher Experten (Human-in-the-Loop) oder iterative Prüfverfahren mit mehreren Modellen erfolgen. Solche Pipelines können die Genauigkeit erheblich erhöhen, auch wenn dies zu einer gewissen Verzögerung oder einer höheren Rate an Enthaltungen führen kann.
Trotz der Fortschritte bleiben wichtige Herausforderungen bestehen. Die Entwicklung von domänenspezifischen Halluzinations-Benchmarks, die über allgemeine Informationen hinausgehen, ist entscheidend. Ebenso besteht Bedarf an besseren Metriken zur automatischen Messung von Halluzinationen, die die menschliche Wahrnehmung der Realität widerspiegeln.
Ein weiteres Forschungsfeld ist die "Knowledge Boundary Detection", also die Fähigkeit von Modellen, ihre eigenen Wissensgrenzen zu erkennen und Unsicherheiten zu kommunizieren. Die Minderung von Halluzinationen mit hohem Vertrauen, bei denen Modelle trotz falscher Informationen sehr selbstbewusst auftreten, ist ebenfalls ein kritisches Thema.
Fortgeschrittene Retrieval- und Fusions-Techniken, die Fragmente aus mehreren Quellen zusammenführen und logische Schlussfolgerungen ziehen können, ohne zu halluzinieren, sind ebenfalls Gegenstand aktueller Forschung. Schließlich muss die Robustheit gegenüber Prompt-Angriffen und Missbrauch verbessert werden, um zu verhindern, dass Nutzer LLMs absichtlich oder unabsichtlich zu Fehlinformationen verleiten.
Die Entwicklung vertrauenswürdiger LLMs erfordert einen mehrschichtigen Ansatz, der von der Datenvorbereitung über das Modelltraining bis hin zur Post-Processing-Verifizierung reicht. Die kontinuierliche Forschung und die Implementierung robuster Strategien sind unerlässlich, um die Vorteile personalisierter KI-Systeme zu nutzen und gleichzeitig die Risiken von Fehlinformationen zu minimieren.
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