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Die Weiterentwicklung von Large Language Models (LLMs) ist eng mit der Optimierung ihrer Inferenzzeit-Leistung verbunden. NVIDIA hat in diesem Kontext einen wichtigen Schritt unternommen und das Modell Qwen3-8B-DMS-8x auf Hugging Face veröffentlicht. Dieses Modell zeichnet sich durch die Integration der Dynamic Memory Sparsification (DMS)-Technologie aus, die eine signifikante 8-fache Kompression des Key-Value (KV)-Cache während der Inferenz ermöglicht.
Transformer-basierte Modelle, die das Rückgrat vieler moderner LLMs bilden, nutzen den KV-Cache, um Repräsentationen vergangener Token zu speichern. Dies ist entscheidend für die autoregressive Generierung von Texten. Allerdings wächst dieser Cache linear mit der Sequenzlänge und der Anzahl paralleler Threads, was zu einem hohen GPU-Speicherbedarf führt und die Inferenzgeschwindigkeit beeinträchtigt. Traditionelle Ansätze zur KV-Cache-Optimierung umfassen entweder heuristische Methoden ohne Training, die oft die Genauigkeit mindern, oder aufwendige nachträgliche Anpassungen, die rechenintensiv sind.
Die von NVIDIA-Forschern entwickelte Dynamic Memory Sparsification (DMS) adressiert diese Limitationen durch einen hybriden Ansatz. DMS sparsifiziert den KV-Cache adaptiv und erlernt dabei pro-Kopf-Eviction-Richtlinien. Diese Richtlinien interpolieren zwischen einem gleitenden Fenster über die letzten 512 Token und vollständiger Aufmerksamkeit. Ein Kernmerkmal von DMS ist die verzögerte Token-Entfernung (delayed eviction), die es ermöglicht, Token temporär nach ihrer Markierung zur Entfernung beizubehalten. Dadurch wird wichtiger Kontext bewahrt und ein abrupter Genauigkeitsverlust vermieden.
Der Vorteil dieses Ansatzes liegt in der geringen Trainingszeit: DMS benötigt lediglich etwa 1.000 Trainingsschritte, um eine 8-fache Kompression zu erreichen, während die Genauigkeit des Modells erhalten bleibt oder sogar verbessert wird. Im Gegensatz zu anderen Methoden, die aufwendige architektonische Änderungen oder zusätzliche Parameter pro Aufmerksamkeitskopf erfordern, integriert sich DMS effizient in bestehende LLMs.
Das Modell Qwen3-8B-DMS-8x ist eine Ableitung des Qwen3-8B-Modells und wurde speziell für die Inferenzzeit-Skalierung und einen reduzierten KV-Cache-Speicherbedarf optimiert. Es handelt sich um ein kompaktes, universelles LLM mit erweiterten Argumentationsfähigkeiten. Die Integration von DMS ermöglicht es dem Modell, längere Sequenzen oder parallele Argumentationsketten effizienter zu verarbeiten. Dies führt zu einer Verbesserung der Inferenz-Latenz und des Speicherdurchsatzes.
Auf verschiedenen Benchmarks, die auf argumentationsintensive Aufgaben abzielen, konnte die Effektivität von DMS demonstriert werden. Beispielsweise wurden bei Modellen wie Qwen-R1 32B signifikante Verbesserungen in der Genauigkeit erzielt, darunter 9,1 Punkte bei AIME 24, 7,6 bei GPQA und 9,6 bei LiveCodeBench, jeweils bei vergleichbarem Speicher- und Rechenbudget. Auch bei nicht-argumentationsintensiven Aufgaben wie MMLU, GSM8K und HellaSwag konnte DMS die Leistung bei Kompressionsraten von bis zu 4x mit minimaler Verschlechterung aufrechterhalten. Bei Aufgaben mit langem Kontext, wie Needle-in-a-Haystack und Variable Tracking, übertraf DMS sogar die Vanilla-Modelle, was auf das Potenzial zur Minderung von Informationsüberfrachtung in langen Sequenzen hindeutet.
Qwen3-8B-DMS-8x basiert auf einer autoregressiven Transformer-Architektur (Qwen3) mit 8,2 Milliarden Parametern. Das Modell verarbeitet Texteingaben und generiert Textausgaben. Die native Kontextlänge beträgt 32.768 Token, kann jedoch mit YaRN auf bis zu 131.072 Token erweitert werden. Für den Betrieb des Modells sind die Bibliotheken transformers==4.57.3, torch und flash-attn erforderlich.
Die Implementierung nutzt einen kleinen Teil des Aufmerksamkeitsmechanismus (ein einzelnes Neuron), um Eviction-Entscheidungen zu treffen. Diese Entscheidungen werden während des Trainings über einen Gumbel-Sigmoid-basierten Sampling-Mechanismus differenzierbar gemacht. Dies gewährleistet, dass die Informationswerte der Token effektiver absorbiert werden, bevor sie endgültig entfernt werden.
NVIDIA betont die Bedeutung vertrauenswürdiger KI und hat Richtlinien für die Entwicklung von KI-Anwendungen etabliert. Das Qwen3-8B-DMS-8x-Modell ist für Forschungs- und Entwicklungszwecke vorgesehen. Die Integration von solchen Modellen in KI-Systeme erfordert umfassende Tests mit anwendungsspezifischen Daten, um einen sicheren und effektiven Einsatz zu gewährleisten. Iterative Tests und Validierungen auf Einheits- und Systemebene sind unerlässlich, um Risiken zu minimieren und die Einhaltung von Sicherheits- und Ethikstandards sicherzustellen.
Die Dynamic Memory Sparsification stellt eine praktikable und skalierbare Lösung dar, um die Inferenzzeit-Effizienz von Transformer-basierten Sprachmodellen zu verbessern. Durch die intelligente Kompression des KV-Cache mit minimalem Nachtraining ermöglicht DMS LLMs, über längere Sequenzen oder parallel zu argumentieren, ohne den Rechen- oder Speicherbedarf zu erhöhen. Die durchgängigen Leistungssteigerungen bei einer Vielzahl von Aufgaben unterstreichen die Vielseitigkeit und Effektivität dieser Technologie. Angesichts der zunehmenden Bereitstellung von LLMs in ressourcenbeschränkten Umgebungen bietet DMS einen vielversprechenden Weg, um Kompression, Genauigkeit und einfache Integration für reale Inferenz-Workloads in Einklang zu bringen.
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