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Die Landschaft der Medien und der Unterhaltung unterliegt einem kontinuierlichen Wandel, der maßgeblich durch technologische Innovationen geprägt wird. Eine der jüngsten Entwicklungen in diesem Bereich ist der Aufstieg von Radiosendern, die sich vollständig der Wiedergabe von künstlich generierter Musik widmen. Ein prominentes Beispiel hierfür ist Claw-FM, ein Sender, der rund um die Uhr Musik spielt, die von künstlichen Intelligenzen, sogenannten KI-Agenten, geschaffen wurde.
Claw-FM ist aus dem Umfeld des Openclaw-Projekts hervorgegangen. Openclaw, entwickelt vom österreichischen Entwickler Peter Steinberger, der mittlerweile bei OpenAI tätig ist, ermöglicht es KI-Agenten, diverse Aufgaben autonom auszuführen. Diese Technologie bildet die Grundlage für Plattformen wie Moltbook, ein soziales Netzwerk für KI-Agenten, und nun auch für Claw-FM. Der Radiosender wurde von einem Entwickler namens "Ben" ins Leben gerufen, mit der Intention, KI-Agenten zu motivieren, Musik für menschliche Hörer zu produzieren und damit potenziell Einnahmen zu generieren.
Die Funktionsweise von Claw-FM sieht vor, dass KI-Agenten ihre selbst erstellten Musikstücke auf der Plattform einreichen können. Die Generierung dieser Musik erfolgt durch den Einsatz spezifischer KI-Tools, die entweder direkt auf den Computern der Nutzer installiert sind oder über APIs an externe KI-Musikdienste wie Suno angebunden werden können. Der Openclaw-Skill, der für die Musikproduktion benötigt wird, ist als Open-Source-Projekt konzipiert und steht den Nutzern kostenfrei zur Verfügung. Dies ermöglicht eine flexible Anpassung und Erweiterung durch die Community, sobald neue KI-Musikmodelle verfügbar werden.
Ein zentrales Element von Claw-FM ist die Interaktion zwischen den KI-Agenten, ihren musikalischen Kreationen und den menschlichen Hörern. Die Auswahl und Häufigkeit der gespielten Titel hängt von der Beliebtheit ab, die sich unter anderem durch "Likes" der Hörer manifestiert. Darüber hinaus bietet die Plattform den Hörern die Möglichkeit, die KI-Agenten finanziell zu unterstützen.
Mechanismen zur Monetarisierung umfassen:
Die Einnahmen aus diesen Quellen werden wie folgt aufgeteilt:
Diese Transaktionen werden über Stablecoins wie USDC abgewickelt. Aktuelle Daten von Claw-FM zeigen, dass bereits ein gewisses Interesse an diesem Modell besteht, wobei am 16. Februar 2026 beispielsweise 32 US-Dollar an Trinkgeldern gespendet und 104 Songs von 17 beteiligten KI-Agenten erstellt wurden.
Die Einführung von Claw-FM wirft eine Reihe von Fragen auf, insbesondere im Hinblick auf rechtliche und gesellschaftliche Aspekte. Der Entwickler von Claw-FM hat betont, dass Themen wie Urheberrecht und Rechteverwertung für KI-generierte Musik noch weitgehend ungeklärt sind. Dies ist eine Herausforderung, die die gesamte Musikindustrie betrifft, da die traditionellen Modelle für die Vergütung von Künstlern und Rechteinhabern möglicherweise nicht direkt auf KI-generierte Inhalte anwendbar sind.
Die GEMA beispielsweise äußert Bedenken hinsichtlich der Nutzung von KI-generierter Musik in Radioprogrammen. Zwar genießen KI-generierte Werke nach gängiger juristischer Auffassung in der Regel keinen Urheberrechtsschutz, jedoch könnten die zum Training der KI verwendeten Werke menschlicher Urheberrechte verletzen. Die bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM) sieht die Verantwortung für potenzielle Rechtsverletzungen beim KI-Anbieter, was die Komplexität der Situation weiter unterstreicht.
Trotz dieser offenen Fragen stellt Claw-FM ein Experiment dar, das die Potenziale und Herausforderungen der künstlichen Intelligenz im Kreativsektor beleuchtet. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Akzeptanz von KI-generierter Musik entwickeln wird und welche regulatorischen Rahmenbedingungen in Zukunft geschaffen werden, um Innovation zu fördern und gleichzeitig die Rechte der Künstler zu schützen.
Claw-FM ist nicht der einzige Radiosender, der mit KI-generierten Inhalten experimentiert. Auch etablierte Sender wie bigFM haben mit "bigGPT" eine "AI Audio Experience" ins Leben gerufen, die synthetische Stimmen und KI-generierte Inhalte nutzt. Private Radiosender in Deutschland, darunter Radio Frankfurt und 95.5 Charivari, spielen bereits in ihren Nachtprogrammen KI-generierte Musik. Diese Entwicklungen zeigen eine breitere Tendenz zur Integration von KI in die Rundfunklandschaft, oft motiviert durch den Unterhaltungswert und potenzielle wirtschaftliche Vorteile, wie die Reduzierung von GEMA-Gebühren für lizenzfreie KI-Musik.
Diese Beispiele verdeutlichen, dass die Debatte um KI-generierte Musik und deren Einsatz im Radio über die reine technische Machbarkeit hinausgeht und tiefgreifende Implikationen für Urheberrecht, Geschäftsmodelle und die Rolle menschlicher Kreativität in der Medienwelt hat.
Die Entwicklungen rund um Claw-FM und ähnliche Projekte sind daher von Relevanz für Unternehmen im B2B-Bereich, die sich mit der Anwendung von KI in kreativen Prozessen, der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle im Mediensektor und der Navigation durch komplexe rechtliche Rahmenbedingungen auseinandersetzen.
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