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In der sich schnell entwickelnden Landschaft der Künstlichen Intelligenz (KI) und insbesondere der Large Language Models (LLMs) wie ChatGPT und Gemini, rücken Fragen der Datensicherheit und des Datenschutzes zunehmend in den Mittelpunkt. Vor diesem Hintergrund hat Moxie Marlinspike, einer der Mitbegründer des auf Verschlüsselung spezialisierten Messengerdienstes Signal, einen neuen KI-Chatbot namens Confer vorgestellt. Dieses System soll Nutzern eine datenschutzfreundliche Alternative zu kommerziellen Angeboten bieten, indem es einen besonderen Fokus auf die Vertraulichkeit der Kommunikation legt.
Aktuelle KI-Chatbots verarbeiten und speichern in der Regel die Interaktionen ihrer Nutzer, um ihre Modelle weiter zu trainieren und zu verbessern. Dies hat wiederholt Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes ausgelöst, da diese Daten nicht nur für die KI-Entwicklung verwendet werden, sondern auch potenziell für Behörden oder Cyberkriminelle zugänglich sein könnten. Die Chefin von Signal, Meredith Whittaker, hat sich in der Vergangenheit kritisch zu den Risiken für die Privatsphäre geäußert, die mit der Entwicklung von KI-Technologien verbunden sind.
Die Speicherung und Nutzung von Chatprotokollen kann weitreichende Implikationen haben, insbesondere wenn sensible Informationen ausgetauscht werden. Die Möglichkeit, dass Konversationen von Dritten eingesehen oder sogar manipuliert werden könnten, stellt ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Confer wurde entwickelt, um diesen Bedenken entgegenzuwirken und ein höheres Maß an Vertraulichkeit zu gewährleisten.
Confer unterscheidet sich von herkömmlichen KI-Chatbots durch seine architektonische Gestaltung, die darauf abzielt, den Zugriff auf Nutzerdaten zu minimieren. Obwohl der auf einem Server laufende KI-Chatbot auf Nutzereingaben im Klartext zugreift, wird dies in einer auf Hardware-Ebene isolierten Umgebung durchgeführt. Dieses Verfahren, bekannt als "Private Inference", soll sicherstellen, dass der Server zwar die notwendige Rechenleistung bereitstellt, jedoch keinen Zugriff auf den Speicher der sicheren Umgebung erhält, in der das Sprachmodell operiert.
Ein zentrales Element des Sicherheitskonzepts von Confer ist die lokale Generierung von Schlüsseln auf den Geräten der Nutzer. Dies bedeutet, dass die Kontrolle über die Verschlüsselung primär beim Nutzer verbleibt. Die Organisation Confer Labs gibt an, dass sie weder die Prompts der Nutzer noch die von der KI generierten Antworten einsehen oder manipulieren kann. Dies soll auch verhindern, dass entsprechende Daten an Behörden weitergegeben werden können.
Im Gegensatz zu einigen bestehenden KI-Chatbots bietet Confer keine direkte Verknüpfung von Nutzerkonten mit deren realer Identität über E-Mail-Adressen oder IP-Adressen. Dies soll es Nutzern ermöglichen, auch sensible Informationen mit dem Chatbot zu teilen, ohne die Sorge, dass diese mit ihrer persönlichen Identität in Verbindung gebracht werden könnten.
Die Entwicklung von Confer erfolgt Open Source. Dies ermöglicht es der Nutzergemeinschaft, das System kryptografisch zu überprüfen und zu kontrollieren. Der Quellcode ist öffentlich auf Plattformen wie GitHub zugänglich, was Transparenz schafft und Vertrauen in die Sicherheitsmechanismen fördern soll. Welches spezifische große Sprachmodell Confer als Basis verwendet, ist zum aktuellen Zeitpunkt nicht öffentlich bekannt.
Confer ist derzeit für Nutzer von macOS, iOS und Android Geräten vollumfänglich verfügbar. Für Windows-Nutzer ist die Installation einer Authentifizierungsoption eines Drittanbieters erforderlich, während eine native Unterstützung für Linux-Betriebssysteme nicht angeboten wird.
Für die Nutzung des Dienstes ist eine Anmeldung über ein Google-Konto oder eine E-Mail-Adresse erforderlich. Anschließend wird ein Schlüssel generiert, der in der Passwörter-Anwendung der jeweiligen Betriebssysteme, beispielsweise auf Macs und iPhones, gesichert werden kann. Die Benutzeroberfläche von Confer ist darauf ausgelegt, eine ähnliche Nutzererfahrung wie ChatGPT zu bieten.
Confer bietet ein Freemium-Modell an. Im kostenlosen Tarif können Nutzer pro Tag 20 Nachrichten austauschen und fünf aktive Chats führen. Hierbei kommt ein Basis-KI-Modell zum Einsatz. Für erweiterte Funktionen und unbegrenzte Nutzung steht ein Abonnement für 34,99 US-Dollar pro Monat zur Verfügung. Dieses Premium-Modell beinhaltet ein fortgeschrittenes KI-Modell und die Möglichkeit zur Personalisierung der Kommunikation.
Der Chatbot kann auf Informationen zugreifen, die bis Juni 2024 generiert wurden, und bietet zudem die Möglichkeit, online zu recherchieren. Confer betont dabei die Transparenz dieser Online-Recherchen.
Die Einführung von Confer durch Moxie Marlinspike unterstreicht einen wachsenden Trend hin zu datenschutzfreundlicheren KI-Lösungen. Während etablierte Dienste wie ChatGPT und Gemini weiterhin dominieren, könnte der Fokus auf Privatsphäre und Open Source eine Nische für Confer schaffen. Zukünftige detaillierte Tests werden zeigen, wie sich Confer in Bezug auf Funktionalität, Leistungsfähigkeit und Benutzerakzeptanz im Vergleich zu seinen Wettbewerbern positionieren wird.
Die Entwicklung von Signal selbst hat gezeigt, dass eine starke Betonung von Verschlüsselung und Datenschutz eine engagierte Nutzerbasis aufbauen kann. Signal hat beispielsweise bereits präventiv Maßnahmen gegen potenzielle Bedrohungen durch Quantencomputer ergriffen, indem es seine Verschlüsselungsprotokolle aktualisiert hat, um auch in einer post-quanten-Ära sicher zu bleiben. Diese Philosophie scheint auch in die Entwicklung von Confer eingeflossen zu sein.
Die Diskussion um Datensicherheit und Privatsphäre im Kontext von KI-Anwendungen wird voraussichtlich weiter an Bedeutung gewinnen, insbesondere da KI-Systeme immer tiefer in den Alltag und in Geschäftsprozesse integriert werden. Lösungen wie Confer könnten einen wichtigen Beitrag zur Etablierung von Standards für den datenschutzkonformen Einsatz von KI leisten.
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