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Die Fähigkeit großer Sprachmodelle (LLMs), komplexe Denkaufgaben zu lösen, hat in den letzten Jahren erhebliche Fortschritte gemacht. Ein wesentliches Element dieser Entwicklung ist das Training mittels Reinforcement Learning (RL), insbesondere mit sogenannten "Outcome-Rewards", die auf dem Endergebnis basieren. Diese Methode hat sich als effektiv erwiesen, birgt jedoch eine grundlegende Herausforderung: das Problem der Verantwortlichkeitszuweisung (Credit Assignment). Bei langen und vielschichtigen Denkprozessen ist es oft unklar, welche spezifischen Zwischenschritte zum Erfolg oder Misserfolg einer Lösung beigetragen haben.
Standard-RL-Ansätze weisen die Belohnung oder Bestrafung pauschal dem gesamten Denkpfad zu. Dies führt dazu, dass korrekte Zwischenschritte in einem ansonsten fehlerhaften Pfad möglicherweise fälschlicherweise abgestraft werden. Umgekehrt können irrelevante oder sogar fehlerhafte Schritte in einem letztendlich erfolgreichen Pfad unverdient verstärkt werden. Dieses Phänomen kann die Lerneffizienz beeinträchtigen und dazu führen, dass Modelle unerwünschte Verhaltensweisen entwickeln, wie etwa übermäßige Ausführlichkeit oder vorzeitige Abbrüche in ihren Denkprozessen. Insbesondere bei schwierigsten Aufgaben, bei denen das Modell keine einzige korrekte Lösung generieren kann, fehlen dem Outcome-Reward-RL gänzlich Lernsignale, da die Vorteile auf null fallen.
Die Identifizierung des genauen Punktes, an dem ein Denkpfad fehlschlägt, und die selektive Korrektur dieses Fehlers, während andere vielversprechende Schritte beibehalten werden, ist von entscheidender Bedeutung. Bestehende Ansätze zur feingranularen Verantwortlichkeitszuweisung, wie das Training von Prozess-Belohnungsmodellen (Process Reward Models, PRMs), sind oft mit hohen Rechenkosten verbunden und schwierig zu optimieren, da der Raum möglicher korrigierender Schritte sehr groß ist. Zudem können lange Denkpfade, die Hunderte von Schritten umfassen, das Lernsignal überlagern und den Fortschritt behindern.
Ein vielversprechender neuer Ansatz zur Bewältigung des Problems der Verantwortlichkeitszuweisung ist das "Intervention Training" (InT). Diese Methode ermöglicht es dem Modell, eine feingranulare Verantwortlichkeitszuweisung an seinen eigenen Denkpfaden vorzunehmen, indem es kurze, gezielte Korrekturen vorschlägt, die die Trajektorien zu einer höheren Belohnung führen. Der Kern von InT liegt in der Fähigkeit des Modells, den ersten Fehler in seiner Argumentation zu identifizieren und einen einzelnen Interventionsschritt vorzuschlagen, um die Trajektorie in Richtung der korrekten Lösung umzulenken.
InT nutzt die Verfügbarkeit von Referenzlösungen, die in mathematischen Denkdatensätzen häufig vorhanden sind. Es macht sich die Tatsache zunutze, dass die Überprüfung einer vom Modell generierten Lösung einfacher ist als die Generierung einer korrekten Lösung von Grund auf. Der Prozess kann in folgende Schritte unterteilt werden:
Ein wesentlicher Vorteil von InT ist seine Einfachheit und Recheneffizienz. Es vermeidet die Notwendigkeit komplexer verzweigter Rollouts, expliziter Wertfunktions-Trainings oder die Modifikation des RL-Ziels um schrittweise Belohnungen. Stattdessen nutzt es die Asymmetrie in der Aufgabenschwierigkeit – die Verifizierung einer Lösung ist einfacher als ihre Generierung – innerhalb desselben Modells, um die Verantwortlichkeitszuweisung durchzuführen.
Die Wirksamkeit von InT wurde in umfangreichen Experimenten untersucht, insbesondere auf schwierigen mathematischen Denkaufgaben. Die Ergebnisse zeigen, dass InT zu signifikanten Verbesserungen führt:
Ein interessanter Befund ist, dass InT-generierte Denkspuren eine höhere Wahrscheinlichkeit unter dem Basismodell aufweisen. Dies ist wichtig, da das Feinabstimmen auf stark "Off-Policy"-Spuren (solchen, die weit von der ursprünglichen Modellverteilung abweichen) problematisch sein kann. Es kann zu einer Verzerrung der Token-Verteilung des Modells und einer erhöhten Entropie führen, was das nachfolgende RL-Training erschwert. Da InT größtenteils "On-Policy" bleibt, ermöglicht es eine stabilere Initialisierung für das RL-Training und fördert eine effektive Exploration.
Das Problem der Verantwortlichkeitszuweisung in LLMs ist ein aktives Forschungsfeld. Bestehende Ansätze umfassen:
Im Gegensatz zu vielen dieser Ansätze bietet InT einen einfacheren und skalierbareren Mechanismus für die Verantwortlichkeitszuweisung, indem es die Modelle befähigt, ihre eigenen Fehler zu erkennen und zu korrigieren, anstatt sich ausschließlich auf externe Experten oder aufwendige Berechnungen zu verlassen.
Die Arbeit an InT eröffnet mehrere vielversprechende Forschungsrichtungen:
InT stellt einen bedeutenden Schritt dar, um die Denkfähigkeiten von LLMs zu verbessern, indem es eine präzisere und effizientere Verantwortlichkeitszuweisung ermöglicht. Durch die Befähigung der Modelle zur Selbstkorrektur wird ein Weg geebnet, auch die komplexesten Probleme zu lösen und die Entwicklung von KI-Systemen voranzutreiben.
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