Wähle deine bevorzugte Option:
für Einzelnutzer
für Teams und Unternehmen

Von der ersten Idee bis zur voll integrierten KI-Lösung – strukturiert, sicher und mit messbarem Erfolg
Wir analysieren Ihre Geschäftsprozesse und identifizieren konkrete Use Cases mit dem höchsten ROI-Potenzial.
✓ Messbare KPIs definiert
Vollständige Datenschutz-Analyse und Implementierung sicherer Datenverarbeitungsprozesse nach EU-Standards.
✓ 100% DSGVO-konform
Maßgeschneiderte Auswahl der optimalen KI-Lösung – von Azure OpenAI bis zu Open-Source-Alternativen.
✓ Beste Lösung für Ihren Fall
Schneller Proof of Concept mit nahtloser Integration in Ihre bestehende IT-Infrastruktur und Workflows.
✓ Ergebnisse in 4-6 Wochen
Unternehmensweiter Rollout mit umfassenden Schulungen für maximale Akzeptanz und Produktivität.
✓ Ihr Team wird KI-fit
Die Fähigkeit, Videos mittels künstlicher Intelligenz zu generieren, hat in den letzten Jahren erhebliche Fortschritte gemacht. Moderne Diffusionsmodelle können visuell überzeugende und hochauflösende Inhalte erzeugen. Eine zentrale Herausforderung bleibt jedoch die Einhaltung physikalischer Gesetze. Vielfach erzeugen diese Modelle zwar optisch ansprechende, aber physikalisch inkonsistente Bewegungen oder Interaktionen. Dies liegt oft daran, dass das physikalische Verständnis und die visuelle Synthese in einem einzigen, untrennbaren Prozess stattfinden.
Bestehende Ansätze zur Videogenerierung basieren häufig auf einem einstufigen Denoisierungsverfahren. Dies führt dazu, dass physikalische Überlegungen implizit gelernt und stark mit der visuellen Darstellung verknüpft werden. Die Folge sind oft Videos, in denen Objekte scheinbar willkürlich schweben, unrealistische Deformationen aufweisen oder physikalische Interaktionen wie Kollisionen nicht korrekt wiedergegeben werden. Für Anwendungen, die eine hohe Präzision und Steuerbarkeit erfordern, stellt dies eine erhebliche Einschränkung dar. Beispielsweise ist es schwierig, explizite kinematische Zwänge oder physikalisch fundierte Interaktionen zu steuern, wenn das Modell kein explizites Verständnis der zugrunde liegenden Physik besitzt.
Ein kürzlich vorgestelltes Framework, bekannt unter dem Namen PhyRPR (PhyReason–PhyPlan–PhyRefine), verfolgt einen neuartigen, trainingsfreien dreistufigen Ansatz, um das Problem der physikalischen Inkonsistenz zu adressieren. Die Kernidee besteht darin, das physikalische Verständnis von der visuellen Synthese zu entkoppeln. Dies ermöglicht eine explizitere Steuerung und eine verbesserte Einhaltung physikalischer Prinzipien.
Die drei Stufen von PhyRPR sind wie folgt strukturiert:
In dieser ersten Phase geht es darum, die physikalischen Implikationen einer Benutzeranfrage zu verstehen und in eine Reihe von physikalisch konsistenten Schlüsselbildern und den zugehörigen Objektzuständen zu übersetzen. Hierfür wird ein großes multimodales Modell (LMM) eingesetzt, das die textuellen Beschreibungen der physikalischen Zustände interpretiert. Das LMM generiert eine Abfolge von Textbeschreibungen, die wichtige kinematische Meilensteine repräsentieren. Anschließend werden diese Beschreibungen genutzt, um visuell konsistente Schlüsselbilder zu synthetisieren. Dabei wird auch visuelles Feedback berücksichtigt, um die Ausrichtung der Zustandsbeschreibungen mit konkreten visuellen Darstellungen zu verbessern. Ein Bildsegmentierungsmodell extrahiert zudem objektzentrierte Masken, die als explizite Steuerungsmechanismen für die nachfolgenden Schritte dienen. Dieser Prozess stellt sicher, dass die generierten Schlüsselbilder physikalisch stimmig sind und als Grundlage für die weitere Planung dienen können.
Nachdem in PhyReason physikalisch konsistente Schlüsselbilder und Objektzustände identifiziert wurden, transformiert die PhyPlan-Phase diese diskreten Zustände in kontinuierliche raum-zeitliche Trajektorien. Ziel ist es, ein grobes, bewegungsorientiertes Video zu synthetisieren, das explizite kinematische Anleitungen für die spätere Verfeinerung liefert. Ein LMM fungiert hierbei als "Bewegungsdirektor", der für jedes dynamische Objekt Bewegungsprototypen (z.B. ballistisch, treibend, linear) und eine Sequenz von normalisierten Zustandsvektoren festlegt. Diese Vektoren kodieren Informationen wie Position, Skalierung, Rotation und Opazität. Ein leichtgewichtiges Toolkit passt physikalische Parameter an die Randbedingungen an, um flüssige und physikalisch plausible Übergänge zu gewährleisten. Das Ergebnis ist ein grobes Video, das zwar noch nicht visuell perfekt ist, aber die beabsichtigte Topologie und die kontinuierlichen Trajektorien präzise wiedergibt.
Die letzte Phase, PhyRefine, zielt darauf ab, die visuelle Erscheinung des groben Videos aus PhyPlan zu verfeinern, während die geplanten Dynamiken strikt beibehalten werden. Hierfür wird eine bewegungsbewusste, rauschkonsistente Injektionsstrategie verwendet, die das grobe Gerüst als latente Raum-Beschränkung während des Sampling-Prozesses in ein vorab trainiertes Videomodell einspeist. Dies ermöglicht es dem Videomodell, die visuelle Qualität zu verbessern, ohne die physikalische Korrektheit zu kompromittieren. Die Injektion erfolgt selektiv innerhalb der Bewegungsregionen, um die Objektinhalte an das geplante Gerüst anzupassen, während andere Bereiche unverändert bleiben. Dieser Ansatz kombiniert die Fähigkeit zur physikalischen Korrektur mit der hohen Rendering-Qualität von Diffusionsmodellen und führt zu Videos, die sowohl physikalisch plausibel als auch visuell kohärent sind.
Die Wirksamkeit von PhyRPR wurde in umfangreichen Experimenten unter physikalischen Bedingungen evaluiert. Die Untersuchungen umfassten qualitative Vergleiche, quantitative Metriken (wie VBench für die allgemeine Videoqualität) sowie Bewertungen durch ein LMM-basiertes Bewertungssystem und Benutzerstudien. Das LMM-basierte Bewertungssystem beurteilte die Einhaltung von Zwängen anhand von vier Kriterien: physikalische Plausibilität, Trajektorienkonformität, zeitliche Konsistenz und semantische Ausrichtung. Benutzerstudien bewerteten zudem die Textausrichtung, physikalische Plausibilität und visuelle Qualität.
Die Ergebnisse zeigten, dass PhyRPR im Vergleich zu etablierten Baselines, einschließlich leistungsstarker T2V- (Text-to-Video) und I2V- (Image-to-Video) Modelle, durchweg bessere Leistungen erbringt. Insbesondere wurden deutliche Verbesserungen in Bezug auf physikalische Plausibilität und Bewegungskontrolle festgestellt, während gleichzeitig eine hohe visuelle Qualität beibehalten wurde. Qualitative Vergleiche illustrierten, wie Baselines oft an grundlegenden physikalischen Dynamiken scheiterten, wie beispielsweise korrekte Aufprall- und Rückprallverhalten oder die Einhaltung spezifischer Bewegungspfade und Richtungen. PhyRPR hingegen konnte diese physikalischen Prozesse wesentlich genauer und konsistenter darstellen.
Ablationsstudien bestätigten zudem die Notwendigkeit jeder der drei Stufen (PhyReason, PhyPlan, PhyRefine). Das Entfernen einer der Phasen führte zu einer signifikanten Verschlechterung der Ergebnisse, was die Bedeutung der Entkopplung von physikalischem Verständnis und visueller Synthese unterstreicht.
Für Unternehmen im B2B-Sektor, insbesondere in Bereichen wie Simulation, Produktentwicklung, Ingenieurwesen oder auch der Medienproduktion, sind die Ergebnisse von PhyRPR von hoher Relevanz. Die Fähigkeit, Videos zu generieren, die nicht nur visuell ansprechend, sondern auch physikalisch korrekt sind, eröffnet neue Möglichkeiten:
Die "training-free" Natur des Frameworks ist ein weiterer entscheidender Vorteil, da sie die Notwendigkeit teurer und zeitaufwendiger Neuschulungen großer Modelle eliminiert. Stattdessen nutzt PhyRPR bestehende, leistungsfähige Komponenten und kombiniert deren Fähigkeiten auf intelligente Weise, um physikalisches Wissen in den Generierungsprozess einzubetten.
PhyRPR stellt einen wichtigen Schritt auf dem Weg zu intelligenteren und physikalisch fundierteren KI-Videogenerierungssystemen dar. Die Entkopplung von physikalischem Verständnis und visueller Synthese bietet einen vielversprechenden Weg, um die Grenzen aktueller Modelle zu überwinden. Während die Technologie weiter reift, ist zu erwarten, dass solche Ansätze eine immer größere Rolle in der Entwicklung hochpräziser und steuerbarer KI-Anwendungen spielen werden, die in einer Vielzahl von Branchen transformative Auswirkungen haben könnten.
Lernen Sie in nur 30 Minuten kennen, wie Ihr Team mit KI mehr erreichen kann – live und persönlich.
🚀 Demo jetzt buchen