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Multimodale Modelle und ihre Rolle als flexible In-Context-Klassifikatoren in der KI-Forschung

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March 6, 2026

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    Das Wichtigste in Kürze

    • Große Multimodale Modelle (LMMs) zeigen im Kontextlernen (In-Context Learning, ICL) ein erhebliches Potenzial für Klassifizierungsaufgaben.
    • Im geschlossenen Umfeld (Closed-World Classification) können LMMs mit wenigen In-Context-Beispielen die Leistung von kontrastiven Vision-Language Modellen (VLMs) erreichen oder sogar übertreffen, obwohl ihre Zero-Shot-Leistung zunächst geringer ist.
    • Für die offene Umgebung (Open-World Classification) wurde CIRCLE entwickelt, eine trainingsfreie Methode zur iterativen Verfeinerung von Pseudo-Labels in In-Context-Beispielen, die LMMs zu überlegener Leistung verhilft.
    • Die Forschungsergebnisse stellen die bisherige Annahme infrage, dass LMMs für diskriminative Aufgaben weniger geeignet sind als VLMs.
    • LMMs bieten eine flexible Alternative zu spezialisierten Modellen und können als vereinheitlichte Klassifikatoren dienen.

    Multimodale Modelle als vielseitige In-Context-Klassifikatoren: Eine tiefgehende Analyse

    Die Landschaft der Künstlichen Intelligenz wird zunehmend von fortschrittlichen Modellen geprägt, die in der Lage sind, komplexe Aufgaben in verschiedenen Modalitäten zu bewältigen. Insbesondere Große Multimodale Modelle (LMMs) haben in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen. Eine aktuelle Forschungsarbeit beleuchtet deren Fähigkeiten als In-Context-Klassifikatoren und stellt etablierte Annahmen über ihre Anwendbarkeit infrage. Die Studie, die von Marco Garosi und Kollegen durchgeführt wurde, legt dar, dass LMMs, insbesondere im Zusammenspiel mit Kontextinformationen, eine bemerkenswerte Leistung in Klassifizierungsaufgaben erbringen können, die über die traditionelle Auffassung hinausgeht.

    Historischer Kontext und aktuelle Herausforderungen in der Klassifizierung

    Bisherige Studien zur Bildklassifizierung zeigten, dass kontrastive Vision-Language Modelle (VLMs), wie zum Beispiel CLIP, aufgrund ihrer beeindruckenden Zero-Shot-Leistung als Goldstandard galten. LMMs hingegen wurden primär für komplexere, generative Aufgaben angesehen. Diese Sichtweise basierte auf der Beobachtung, dass LMMs in der Zero-Shot-Klassifizierung oft hinter VLMs zurückblieben. Die aktuelle Forschung hinterfragt diese Annahme und konzentriert sich auf eine Schlüsselfähigkeit von LMMs, die bisher möglicherweise unterschätzt wurde: das In-Context Learning (ICL).

    ICL ermöglicht es Modellen, neue Aufgaben ohne eine Aktualisierung ihrer Parameter zu erlernen, indem sie auf wenige Beispiele im Eingabekontext konditioniert werden. Dieser Ansatz hat sich bereits bei großen Sprachmodellen (LLMs) bewährt und findet nun zunehmend Anwendung in visuellen Aufgaben. Die Herausforderung besteht darin, diese Fähigkeit von LMMs systematisch zu bewerten und ihr Potenzial als universelle Klassifikatoren zu ergründen.

    Leistungsbewertung im geschlossenen Umfeld (Closed-World Classification)

    Im Rahmen der Untersuchung wurden hochmoderne LMMs auf verschiedenen Datensätzen für die Closed-World Classification, also die Klassifizierung innerhalb eines vordefinierten Satzes von Kategorien, getestet. Die Ergebnisse zeigen, dass LMMs, obwohl ihre Zero-Shot-Leistung initial unter der von CLIP liegt, durch die Bereitstellung einiger weniger In-Context-Beispiele signifikante Verbesserungen erzielen können. In einigen Konfigurationen erreichten sie sogar die Leistung von kontrastiven VLMs, die mit cache-basierten Adaptern, ihrem "In-Context"-Äquivalent, ausgestattet waren.

    Diese Beobachtung stellt die traditionelle Annahme infrage, dass LMMs in diskriminativen Wahrnehmungsaufgaben von Natur aus schwächer sind. Die Fähigkeit der LMMs, aus wenigen Beispielen im Kontext zu lernen, scheint ein entscheidender Faktor zu sein, um die Lücke zu spezialisierten diskriminativen Systemen zu schließen.

    Herausforderungen und Lösungen in der offenen Umgebung (Open-World Classification)

    Die Analyse wurde auf die anspruchsvollere Open-World Classification ausgedehnt, bei der keine vordefinierten Klassenlabels zur Verfügung stehen und Modelle offene Anfragen beantworten müssen. In diesem Szenario ist die generative Natur von LMMs grundsätzlich vorteilhaft, da sie nicht an eine feste Menge von Kategorien gebunden sind. Allerdings zeigten LMMs Schwierigkeiten, wenn sie mit unvollkommenen Kontextinformationen konfrontiert wurden.

    Um dieses Problem zu adressieren, wurde eine neue Methode namens CIRCLE (Contextual Iteratively Refined Contextual Learning Examples) vorgeschlagen. CIRCLE ist ein trainingsfreier Ansatz, der Pseudo-Labels für In-Context-Beispiele zuweist und diese iterativ mit dem verfügbaren Kontext selbst verfeinert. Dieser zirkuläre iterative Prozess ermöglicht es dem Modell, sich selbst zu korrigieren und die erforderliche visuelle Granularität dynamisch abzuleiten. Durch umfangreiche Experimente konnte gezeigt werden, dass CIRCLE eine robuste Basis für die Open-World Classification darstellt, die VLM-Pendants übertrifft und das Potenzial von LMMs als vereinheitlichte Klassifikatoren unterstreicht.

    Die Rolle von In-Context Learning und Kontextverfeinerung

    Die Studienergebnisse betonen die entscheidende Rolle des Kontextes bei der Klassifizierung. Während kontrastive VLMs durch die Messung der Ähnlichkeit zwischen Textlabels und Bildeingaben in einem multimodalen Repräsentationsraum Zero-Shot-Klassifizierung leisten, nutzen LMMs die In-Context-Fähigkeit, um ihre Leistung zu steigern. Das "Vanilla ICL"-Setup für LMMs, bei dem Beispiele in das "Kontextfenster" des Modells eingefügt werden, ermöglicht eine implizite Anpassung durch Aufmerksamkeit.

    Im Open-World-Setting, wo keine menschliche Annotation zur Verfügung steht, generiert CIRCLE Pseudo-Labels für unmarkierte Bilder und verfeinert diese schrittweise. Dies geschieht durch einen Mechanismus, bei dem jedes Pseudo-Label unter Berücksichtigung des Zustands aller anderen In-Context-Beispiele aktualisiert wird. Dieser Ansatz verbessert die LMM-Leistung in Open-World-Szenarien ohne externe Überwachung und stellt die Annahme infrage, dass VLMs den LMMs bei diskriminativen Aufgaben überlegen sind.

    Implikationen für die Praxis und zukünftige Entwicklungen

    Die Ergebnisse dieser Forschung haben weitreichende Implikationen für die Anwendung von KI-Modellen in B2B-Szenarien. Sie zeigen, dass LMMs nicht nur für komplexe generative Aufgaben geeignet sind, sondern auch als flexible und leistungsfähige Klassifikatoren eingesetzt werden können, insbesondere wenn sie mittels In-Context Learning und Kontextverfeinerung optimiert werden. Dies könnte die Entwicklung vielseitigerer KI-Systeme fördern, die weniger auf spezialisierte Modelle angewiesen sind.

    Die Fähigkeit von LMMs, sich an neue Aufgaben anzupassen und aus wenigen Beispielen zu lernen, könnte in Bereichen wie der automatisierten Bildanalyse, Qualitätskontrolle oder der Klassifizierung großer Datenmengen Vorteile bieten. Unternehmen, die mit heterogenen oder sich ständig ändernden Datenquellen arbeiten, könnten von der Flexibilität und Anpassungsfähigkeit dieser Modelle profitieren.

    Zukünftige Forschungsrichtungen könnten die weitere Optimierung von ICL-Strategien und die Erforschung von effizienteren Methoden zur Kontextkuration umfassen, um die Leistung von LMMs weiter zu steigern und ihre Anwendbarkeit in noch breiteren Kontexten zu ermöglichen. Die Integration von LMMs als "Kontext-Builder" für andere KI-Systeme könnte ebenfalls ein vielversprechender Weg sein.

    Fazit

    Die Studie von Garosi et al. bietet eine neue Perspektive auf die Fähigkeiten von Großen Multimodalen Modellen. Sie demonstriert, dass LMMs durch gezieltes In-Context Learning und innovative Kontextverfeinerungsmethoden wie CIRCLE ein robustes und flexibles Werkzeug für Klassifizierungsaufgaben darstellen, das in vielen Fällen die Leistung von spezialisierten VLMs erreichen oder übertreffen kann. Diese Erkenntnisse sind von Bedeutung für die Weiterentwicklung von KI-Lösungen und bieten Unternehmen neue Möglichkeiten zur Effizienzsteigerung und Problemlösung.

    Die kontinuierliche Forschung in diesem Bereich wird voraussichtlich weitere Potenziale von LMMs aufdecken und zu noch leistungsfähigeren und anpassungsfähigeren KI-Systemen führen, die den Anforderungen einer sich schnell entwickelnden digitalen Welt gerecht werden.

    Bibliography: - Garosi, M., Farina, M., Conti, A., Mancini, M., & Ricci, E. (2026). Large Multimodal Models as General In-Context Classifiers. *arXiv preprint arXiv:2602.23229*. - Conti, A., Mancini, M., Fini, E., Wang, Y., Rota, P., & Ricci, E. (2025). On large multimodal models as open-world image classifiers. *ICCV*. - Sun, Q., Cui, Y., Zhang, X., Zhang, F., Yu, Q., Luo, Z., ... & Wang, X. (2023). Generative multimodal models are in-context learners. *arXiv preprint arXiv:2312.13286*. - Peng, X. (2024). From Large Language Models to Large Multimodal Models: A Literature Review. *MDPI Applied Sciences, 14*(12), 5068. - Milios, A., Reddy, S., & Bahdanau, D. (2023). In-Context Learning for Text Classification with Many Labels. *arXiv preprint arXiv:2309.10954*. - Huang, S., Dong, L., Wang, W., Hao, Y., Singhal, S., Ma, S., ... & Wei, F. (2023). Language Is Not All You Need: Aligning Perception with Language Models. *arXiv preprint arXiv:2302.14045*.

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