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Meta sichert sich Kernenergiekapazitäten zur Unterstützung des KI-Wachstums

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January 10, 2026

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    Das Wichtigste in Kürze

    • Meta hat Verträge mit Vistra, TerraPower und Oklo über bis zu 6,6 Gigawatt Kernenergiekapazität bis 2035 abgeschlossen, um den steigenden Strombedarf für KI-Anwendungen und Rechenzentren zu decken.
    • Ein Großteil der Kapazität stammt aus der Laufzeitverlängerung bestehender Kernkraftwerke in Ohio und Pennsylvania, wobei über 2,1 Gigawatt aus Vistras Anlagen stammen.
    • Neue Technologien wie Small Modular Reactors (SMRs) könnten bis zu 4 Gigawatt hinzufügen, wobei die ersten Einheiten voraussichtlich ab 2030 in Betrieb gehen könnten.
    • SMRs sind noch eine unbewiesene Technologie, und alle Projekte erfordern noch die behördliche Genehmigung.
    • Die Investitionen sollen Tausende von Arbeitsplätzen schaffen und die Energieinfrastruktur der USA stärken.

    Meta setzt auf Kernenergie: Eine strategische Neuausrichtung für die KI-Ära

    In einer bemerkenswerten Entwicklung im Energiesektor hat Meta, die Muttergesellschaft von Facebook, umfangreiche Verträge zur Sicherung von bis zu 6,6 Gigawatt (GW) Kernenergiekapazität bis zum Jahr 2035 abgeschlossen. Diese strategische Entscheidung, die in Partnerschaften mit Energieunternehmen wie Vistra, TerraPower und Oklo mündet, unterstreicht den immensen und stetig wachsenden Energiebedarf, der durch den Ausbau künstlicher Intelligenz (KI) und den Betrieb moderner Rechenzentren entsteht. Als Analyst für Mindverse, einem deutschen KI-Unternehmen, das sich auf die Bereitstellung von KI-Lösungen spezialisiert hat, beobachten wir diese Entwicklungen mit besonderem Interesse, da sie weitreichende Implikationen für die globale Energieversorgung und die Infrastruktur der Digitalwirtschaft haben.

    Der Hintergrund: Steigender Energiebedarf durch KI

    Der Bedarf an elektrischer Energie in den USA ist in den letzten zwei Jahrzehnten stetig gestiegen, eine Entwicklung, die maßgeblich durch die Expansion von KI-Anwendungen und Rechenzentren vorangetrieben wird. Experten prognostizieren, dass der Strombedarf in den USA bis 2030 um mindestens 30 Prozent steigen wird, wobei Rechenzentren den größten Teil dieses Anstiegs ausmachen dürften. KI-Systeme erfordern erhebliche Rechenressourcen, die rund um die Uhr verfügbar sein müssen, was eine kontinuierliche und zuverlässige Stromversorgung unabdingbar macht. Diese Situation führt dazu, dass Technologieunternehmen ihre Energieversorgung Jahre im Voraus sichern müssen.

    Metas umfassende Strategie: Bestehende Anlagen und innovative Technologien

    Die von Meta eingegangenen Vereinbarungen sind vielschichtig und umfassen sowohl die Verlängerung der Lebensdauer bestehender Kernkraftwerke als auch die Förderung neuer Reaktortechnologien:

    Verlängerung der Lebensdauer bestehender Anlagen mit Vistra

    Ein wesentlicher Teil der geplanten Kapazität stammt aus bereits in Betrieb befindlichen Anlagen. Meta hat 20-Jahres-Verträge mit dem Energieunternehmen Vistra unterzeichnet, um Strom aus drei Kernkraftwerken in Ohio (Perry und Davis-Besse) und Pennsylvania (Beaver Valley) zu beziehen. Diese Vereinbarung umfasst den Kauf von über 2,1 Gigawatt an Kernenergie und Kapazität. Darüber hinaus sollen diese Anlagen durch sogenannte "Uprates" modernisiert werden, wodurch zusätzliche 433 Megawatt Kapazität gewonnen werden sollen. Diese Kapazitätserweiterungen sollen Anfang der 2030er Jahre in Betrieb gehen und die Betriebsdauer der Anlagen, die derzeit bis mindestens 2036 lizenziert sind, verlängern.

    Diese Initiative stellt die größte von einem Unternehmen unterstützte Erweiterung von Kernkraftwerken in den Vereinigten Staaten dar. Sie trägt dazu bei, die Zuverlässigkeit des Stromnetzes zu stärken und die Energieversorgung in der PJM-Netzregion zu sichern, die auch Metas Rechenzentren versorgt.

    Förderung neuer Reaktortechnologien mit TerraPower und Oklo

    Ambitionierter sind die Pläne für die nächste Generation von Reaktoren. Meta hat Entwicklungsvereinbarungen mit TerraPower und Oklo getroffen, um den Bau und die Inbetriebnahme fortschrittlicher Kerntechnologien zu unterstützen:

    • TerraPower: Das von Bill Gates unterstützte Unternehmen TerraPower plant den Bau von zwei Natrium-Reaktoren, die bereits ab 2032 bis zu 690 Megawatt liefern könnten. Meta hat sich zudem Rechte an bis zu sechs weiteren Einheiten gesichert, die bis 2035 insgesamt 2,1 Gigawatt erzeugen könnten. Insgesamt könnte diese Partnerschaft acht Reaktoren mit 2,8 Gigawatt Grundlastkapazität und zusätzlichen 1,2 Gigawatt integriertem Speicher umfassen. Dies stellt Metas bisher größtes Engagement im Bereich fortschrittlicher Kerntechnologien dar.
    • Oklo: Die Partnerschaft mit Oklo konzentriert sich auf die Entwicklung eines neuen Kernenergie-Campus in Pike County, Ohio. Von diesem Standort könnten bereits ab 2030 bis zu 1,2 Gigawatt saubere Energie in das PJM-Netz eingespeist werden. Die Vereinbarung sieht auch Vorauszahlungen vor, die hauptsächlich der Brennstoffbeschaffung dienen sollen.

    Herausforderungen und Potenziale modularer Kleinreaktoren (SMRs)

    Obwohl die Marktbegeisterung für Small Modular Reactors (SMRs) groß ist, handelt es sich bei dieser Technologie noch weitgehend um ein Konzept. In den USA gibt es bisher keine kommerziell betriebenen SMRs, und alle geplanten Projekte benötigen noch die behördliche Genehmigung. Befürworter von SMRs argumentieren, dass diese in Fabriken statt vor Ort gebaut werden können, was die Kosten senken sollte. Kritiker äußern jedoch Zweifel, ob kleinere Anlagen jemals die Skaleneffekte großer Reaktoren erreichen können.

    Wirtschaftliche Auswirkungen und Netzinfrastruktur

    Meta hebt die positiven wirtschaftlichen Auswirkungen dieser Projekte hervor, darunter die Schaffung Tausender von Arbeitsplätzen im Baugewerbe und Hunderter langfristiger Betriebsstellen sowie neue Steuereinnahmen für lokale und staatliche Behörden. Die neuen Kernkraftwerke sollen Strom in das PJM-Netz einspeisen, das auch die Rechenzentren von Meta versorgt, einschließlich des "Prometheus Supercluster" in New Albany, Ohio. Meta betont, dass es die vollen Kosten für den Energiebedarf seiner Rechenzentren tragen wird, um die Verbraucher nicht zu belasten.

    Bereits im vergangenen Jahr hatte Meta einen ähnlichen 20-Jahres-Vertrag mit Constellation Energy geschlossen, um den Betrieb eines Kernkraftwerks in Illinois zu sichern. Diese wiederholten Investitionen in die Kernenergie verdeutlichen Metas langfristige Strategie, eine stabile und emissionsarme Energieversorgung für seine wachsenden KI-Operationen zu gewährleisten.

    Fazit

    Metas umfangreiche Investition in die Kernenergie stellt eine signifikante Entwicklung dar. Sie reflektiert den steigenden Energiebedarf der Digitalwirtschaft, insbesondere durch KI, und die Notwendigkeit einer zuverlässigen, emissionsarmen Energiequelle. Die Strategie umfasst sowohl die Optimierung bestehender Anlagen als auch die Förderung innovativer Reaktor-Technologien. Die Realisierung dieser Projekte wird nicht nur Metas eigene Energiebedürfnisse decken, sondern auch weitreichende Auswirkungen auf die Energieinfrastruktur und den Arbeitsmarkt in den betroffenen Regionen haben. Die weitere Entwicklung, insbesondere im Bereich der SMRs und der behördlichen Genehmigungsverfahren, bleibt abzuwarten.

    Bibliography: - Assaf, C. (2026, January 9). Meta announces nuclear energy projects to support AI innovation. KWCH. - De Chant, T. (2024, December 4). Meta jumps aboard the nuclear-powered data center bandwagon. TechCrunch. - DiGangi, D. (2026, January 9). Meta inks nuclear deals for up to 6.6 GW from Oklo, Vistra, TerraPower. Utility Dive. - isolomons. (2026, January 9). Meta Announces Nuclear Energy Projects, Unlocking Up to 6.6 GW to Power American Leadership in AI Innovation. About Facebook. - Ott, M. (2025, June 3). Meta becomes the latest big tech company turning to nuclear power for AI needs. AP News. - Patel, S. (2026, January 9). Meta Locks In Up to 6.6 GW of Nuclear Power Through Deals With Vistra, Oklo, and TerraPower. POWER Magazine. - POLITICO Pro. (2026, January 9). Meta to support 6.6 GW of nuclear across 3 companies. - Schreiner, M. (2026, January 9). Meta bets big on nuclear power with 6.6 gigawatt expansion plan. The Decoder. - TradingView News. (2026, January 9). Why Meta is betting big on nuclear energy to fuel AI growth. - Tomase, J. (2026, January 9). Meta strikes nuclear deals to power Prometheus AI data center. LinkedIn.

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