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Die Integration von künstlicher Intelligenz in die Robotik hat in den letzten Jahren erhebliche Fortschritte gemacht. Eine der größten Herausforderungen bleibt jedoch die sogenannte "Embodiment Gap": die Kluft zwischen der Fähigkeit von KI-Modellen, plausible Interaktionen zu "verstehen" und zu generieren, und der tatsächlichen Ausführung dieser Interaktionen durch physische Robotersysteme. Eine aktuelle Forschungsarbeit stellt hierfür einen vielversprechenden Ansatz vor, der Videogenerierungsmodelle und Robotik durch die Einführung des 3D-Objektflusses als universelle Schnittstelle miteinander verbindet.
Generative Videomodelle sind mittlerweile in der Lage, hochrealistische Bewegungsabläufe zu simulieren – beispielsweise wie ein Mensch eine Decke faltet oder Brot schneidet. Trotz dieser visuellen Kompetenz fehlt es Robotern oft an der Fähigkeit, dieselben Aufgaben in der realen Welt auszuführen. Der Grund dafür liegt darin, dass Videogenerierungsmodelle zwar wissen, wie Pixel aussehen sollen, aber kein inhärentes Verständnis für Drehmoment, Reibung oder die spezifischen Gelenkbewegungen besitzen, die ein Roboter für die physische Interaktion benötigt. Dies führt dazu, dass das direkte Übertragen von generierten Videos auf Roboter oft zu Fehlern oder einer unzureichenden Ausführung führt.
Das vorgestellte Framework zielt darauf ab, diese Lücke zu schließen, indem es Robotern beibringt, "erträumte" Videos als Planungsleitfaden für die reale Welt zu nutzen. Kernstück dieser Methode ist der 3D-Objektfluss. Wenn das System eine Aufgabe erhält, wie beispielsweise "Brot in die Schüssel legen", generiert es zunächst eine visuelle Sequenz der erfolgreichen Ausführung mithilfe eines vortrainierten Videomodells. Aus diesem "mentalen Film" extrahiert das Framework dann den 3D-Objektfluss.
Dieser 3D-Objektfluss stellt im Wesentlichen einen mathematischen Pfad dar, der die erwartete Bewegung des Objekts im dreidimensionalen Raum erfasst, unabhängig davon, wer oder was das Objekt im Video bewegt. Indem der Fokus auf die Bewegung des Objekts anstatt auf die Bewegung des "Akteurs" im Video gelegt wird, entsteht eine objektzentrierte Trajektorie. Diese Trajektorie kann von verschiedenen Robotern an ihre spezifische physische Konfiguration angepasst werden. Das System abstrahiert visuelle Details wie eine menschliche Hand oder fehlerhafte Greifer und konzentriert sich stattdessen auf die reine Zielbewegung.
Der Prozess gliedert sich in mehrere aufeinanderfolgende Schritte:
Zunächst werden Videos aus einer initialen RGB-D-Aufnahme des Arbeitsbereichs und einer natürlichsprachlichen Anweisung generiert. Hierbei kommen bestehende Image-to-Video-Modelle zum Einsatz. Es wurde festgestellt, dass die Generierung von Videos ohne Roboter im Initialbild oder in den Prompts zu physikalisch plausibleren Interaktionen führt, da diese Modelle hauptsächlich auf menschzentrierten Daten trainiert wurden.
Die Extraktion des 3D-Objektflusses umfasst folgende Schritte:
Das Ergebnis dieser Schritte ist der 3D-Objektfluss, eine Repräsentation der gewünschten 3D-Trajektorien von Schlüsselpunkten des Zielobjekts über eine bestimmte Anzahl von Zeitschritten.
Das Framework verwendet unterschiedliche Mechanismen zur Ableitung von Aktionen, je nach Art der Aufgabe:
Das Framework wurde an einer Vielzahl von Aufgaben und Objekttypen getestet und zeigte eine hohe Effektivität:
Im Vergleich zu alternativen Ansätzen übertraf das Framework diese in den meisten getesteten Szenarien deutlich. Dies wird auf die Robustheit des 3D-Objektflusses gegenüber verrauschten Transformationsschätzungen und seine natürliche Handhabung von partiellen Verdeckungen und verformbaren Objektdynamiken zurückgeführt.
Das System zeigte eine bemerkenswerte Robustheit gegenüber Umgebungsänderungen:
Ein besonders hervorzuhebendes Ergebnis ist die Fähigkeit des Frameworks, verschiedene Roboter-Embodiments dazu zu befähigen, identische Objektbewegungen durch unterschiedliche, embodimentspezifische Strategien auszuführen. Bei Türöffnungs-Experimenten entwickelte jeder Roboter charakteristische Ansätze: Ein vierbeiniger Roboter nutzte seine mobile Basis für eine bessere Positionierung, während ein humanoider Roboter seine Handfläche für zusätzliche Stabilität einsetzte.
Eine detaillierte Fehleranalyse identifizierte drei Hauptengpässe:
Die Analyse zeigt, dass die meisten Fehler in der "letzten Meile" auftreten – also beim Greifen und bei der physischen Ausführung. Dies deutet darauf hin, dass die vorgelagerte Fluss-Schätzung relativ robust ist, die physische Interaktion jedoch weiterhin der Engpass bleibt. Dies ähnelt der bekannten "Sim-to-Real Gap" bei simulationsbasiertem Training.
Diese Forschung stellt einen bedeutenden Fortschritt dar, indem sie die Fähigkeiten generativer KI mit praktischen Robotikanwendungen verbindet. Die Hauptbeiträge umfassen:
Die Arbeit etabliert ein neues Paradigma für die Integration von Foundation Models in Robotersysteme und demonstriert, wie abstrakte generative Fähigkeiten effektiv in physische Aktionen umgesetzt werden können. Die systematische Bewertung über verschiedene Objektkategorien und Roboter-Embodiments hinweg bestätigt die Allgemeingültigkeit des Ansatzes, während die detaillierte Fehleranalyse einen Fahrplan für zukünftige Verbesserungen bietet. Zukünftige Arbeiten könnten sich auf die Entwicklung eines geschlossenen Regelsystems konzentrieren, bei dem Echtzeit-Feedback aus der Umgebung genutzt wird, um den generierten Fluss anzupassen und das System so widerstandsfähiger gegenüber unvorhergesehenen Herausforderungen zu machen.
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