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Die Forschung im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) schreitet rasant voran, insbesondere im Feld der Multimodalen Großen Sprachmodelle (MLLMs). Diese Modelle zeigen erhebliche Fortschritte beim multimodalen Schlussfolgern, müssen jedoch oft spezifische Herausforderungen bei der Verarbeitung unterschiedlicher Datenmodalitäten bewältigen. Ein aktuelles Forschungspapier mit dem Titel "Omni-R1: Towards the Unified Generative Paradigm for Multimodal Reasoning" stellt einen innovativen Ansatz vor, der darauf abzielt, diese Herausforderungen durch ein vereinheitlichtes generatives Paradigma zu überwinden.
Bisherige MLLMs konzentrierten sich primär auf textbasiertes Schlussfolgern oder integrierten multimodale Informationen oft in aufgabenspezifische Muster. Dies führte zu Einschränkungen in der Generalisierbarkeit über diverse multimodale Aufgaben hinweg. Viele Szenarien erfordern unterschiedliche Schlussfolgerungsfähigkeiten, wie das Zoomen auf spezifische Bildbereiche oder das Markieren von Objekten in einem Bild. Eine zentrale Schwierigkeit besteht darin, die Balance zwischen der dichten zeitlichen Abdeckung bei langen Video- und Audio-Sequenzen und der Notwendigkeit einer hohen räumlichen Auflösung für präzises Pixelverständnis zu finden. Lange Sequenzen erfordern oft eine niedrige Auflösung, um den Rechenaufwand zu minimieren, während feinkörnige Details hohe Auflösungen verlangen, die jedoch die Anzahl der verarbeitbaren Frames limitieren.
Um diesen Zielkonflikt zu adressieren, schlagen die Forscher von Omni-R1 ein vereinheitlichtes generatives multimodales Schlussfolgern vor. Dieses Paradigma vereint diverse multimodale Schlussfolgerungsfähigkeiten durch die Generierung von Zwischenbildern während des Denkprozesses. Omni-R1 implementiert dies in einer Zwei-System-Architektur:
Diese modulare Trennung ermöglicht eine skalierbare und effiziente multimodale Schlussfolgerung, indem sie die Notwendigkeit eliminiert, ganze Videos in hoher Auflösung zu verarbeiten, und gleichzeitig die Herausforderungen des Langzeit-Schlussfolgerns und des feinkörnigen visuellen Verständnisses effektiv adressiert.
Die Optimierung von System 1, insbesondere die Auswahl von Keyframes und die Formulierung lokaler Anweisungen, ist entscheidend. Da die Definition einer "optimalen" Auswahl oder Umformulierung aufgabenspezifisch und mehrdeutig ist, setzen die Entwickler von Omni-R1 auf ein End-to-End Reinforcement Learning (RL) Framework. Dieses Framework basiert auf der Group Relative Policy Optimization (GRPO) und trainiert System 1, indem es eine Online-Kollaboration mit System 2 simuliert. Policy-Gradient-Updates, die durch ein hierarchisches Belohnungssystem gesteuert werden, ermöglichen es System 1, schrittweise zu lernen, informative Keyframes auszuwählen und Aufgaben in langzeitigen, omnimodalen Umgebungen zu reformulieren.
Ein effektives Belohnungsdesign ist entscheidend. Anstatt sich ausschließlich auf das finale Aufgabenziel (z.B. Segmentierungs-mIoU) zu verlassen, das zu instabilem Training führen kann, verwendet Omni-R1 hierarchische Belohnungsfunktionen:
Die Gesamtbelohnung ist eine gewichtete Summe dieser drei Terme, die darauf abzielt, System 1 schrittweise zu formen.
Eine weitere bemerkenswerte Innovation ist Omni-R1-Zero. Diese Variante eliminiert die Notwendigkeit multimodaler Annotationen, indem sie schrittweise Visualisierungen aus rein textbasierten Schlussfolgerungsdaten bootstrappt. Dies eröffnet vielversprechende Wege für generatives multimodales Schlussfolgern, insbesondere in Szenarien, in denen umfassende multimodale Annotationsdaten begrenzt sind.
Die empirischen Ergebnisse zeigen, dass Omni-R1 eine vereinheitlichte generative Schlussfolgerung über eine breite Palette multimodaler Aufgaben hinweg erreicht. Omni-R1-Zero kann Omni-R1 im Durchschnitt sogar erreichen oder übertreffen. Dies deutet auf eine vielversprechende Richtung für generatives multimodales Schlussfolgern hin. Insbesondere auf anspruchsvollen Benchmarks wie Referring Audio-Visual Segmentation (RefAVS) und Reasoning Video Object Segmentation (ReVOS) übertrifft Omni-R1 nicht nur starke überwachte Baselines, sondern auch spezialisierte State-of-the-Art-Modelle. Die Einführung von Reinforcement Learning verbessert zudem die Generalisierungsfähigkeit außerhalb des bekannten Datenbereichs, was ein entscheidender Vorteil gegenüber konventionellem Supervised Fine-Tuning ist.
In allgemeinen omnimodalen Verständnisaufgaben, wie den Benchmarks OmniBench, VideoMME und MVBench, konnte Omni-R1 ebenfalls eine stabile Verbesserung gegenüber seinem Basismodell Qwen2.5-Omni-7B erzielen und übertrifft andere Open-Source-Omni-Modelle. Die Fähigkeit von System 1, multimodales Schlussfolgern zu nutzen, ermöglicht dem Modell, sowohl in aufgabenspezifischen Szenarien als auch bei unbekannten Aufgaben zu glänzen, was seine Robustheit und Anpassungsfähigkeit in realen Umgebungen unterstreicht.
Die vorgestellte Zwei-System-Architektur von Omni-R1 bietet einen skalierbaren und effizienten Ansatz zur Verarbeitung komplexer Video-, Audio- und Texteingaben, indem sie Langzeit-Schlussfolgern und feinkörniges räumliches Verständnis voneinander entkoppelt. Die Anwendung von Reinforcement Learning, insbesondere GRPO, zur Aufgabenreformulierung und Keyframe-Auswahl, verbessert die Leistung auf anspruchsvollen Benchmarks und die Generalisierungsfähigkeit. Die Forscher hoffen, dass diese Arbeit neue Wege für die Integration von Reinforcement Learning in die nächste Generation omnimodaler Basismodelle eröffnet.
Zukünftige Arbeiten könnten die Flexibilität des Zwei-System-Frameworks weiter verbessern, indem interaktivere Architekturen erforscht werden, die einen expliziten Informationsaustausch zwischen System 1 und System 2 ermöglichen. Die Unterstützung von Backtracking innerhalb des Reasoning-Baums könnte System 1 befähigen, sein globales Schlussfolgern mithilfe lokaler Erkenntnisse von System 2 zu verfeinern. Umgekehrt könnte System 2 mit einem breiteren Kontextbewusstsein, das von System 1 bereitgestellt wird, operieren. Die Transformation dieser Pipeline in eine bidirektionale, kooperative Schlussfolgerungsstruktur birgt erhebliches Potenzial zur Weiterentwicklung multimodaler, temporaler Verständnisfertigkeiten für flexiblere und komplexere Aufgaben.
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