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Die menschliche Evaluation (Human Evaluation) ist seit Langem der anerkannte Goldstandard zur Beurteilung der Qualität maschineller Übersetzungen (MT) und spielt eine entscheidende Rolle in der Weiterentwicklung multilingualer NLP-Systeme. Trotz ihrer unbestreitbaren Bedeutung wird sie in der Praxis oft zugunsten automatischer Metriken vernachlässigt. Der Grund hierfür liegt in der notorischen Komplexität und dem erheblichen technischen und operativen Aufwand, der mit der Einrichtung und Durchführung menschlicher Evaluationsprozesse mittels bestehender Tools verbunden ist. In diesem Kontext stellt die Plattform Pearmut eine vielversprechende Entwicklung dar, die darauf abzielt, die menschliche Evaluation so einfach und routinemäßig wie automatische Bewertungen zu gestalten.
Die Bewertung der Qualität von maschinellen Übersetzungen ist eine anspruchsvolle Aufgabe. Im Gegensatz zu vielen anderen Aufgaben, bei denen eine einzige korrekte Antwort existiert, kann eine Übersetzung auf vielfältige Weisen korrekt sein. Dies erschwert die Entwicklung und Anwendung automatischer Metriken, die oft nicht die Nuancen menschlicher Sprache erfassen können. Daher bleibt die menschliche Bewertung unerlässlich, um eine verlässliche Einschätzung der MT-Qualität zu erhalten und den Fortschritt in diesem Bereich zu messen.
Historisch gesehen haben verschiedene Evaluierungsmethoden versucht, diese Komplexität zu adressieren:
Ein zentrales Problem bei vielen dieser Methoden ist die Konsistenz und Zuverlässigkeit der menschlichen Bewerter. Studien haben gezeigt, dass unerfahrene Bewerter oder Crowdworker oft zu anderen Ergebnissen kommen als professionelle Übersetzer, insbesondere wenn es um subtile Fehler oder den Gesamtzusammenhang eines Dokuments geht. Die Einbeziehung des Dokumentenkontexts ist dabei ein entscheidender Faktor, um präzisere Bewertungen zu ermöglichen und die Unterschiede zwischen menschlichen und maschinellen Übersetzungen besser zu erkennen.
Pearmut wurde entwickelt, um die genannten Barrieren abzubauen und die menschliche Evaluation effizienter und zugänglicher zu machen. Die Plattform bietet eine leichte, aber funktionsreiche Umgebung, die End-to-End-Evaluierungen von multilingualen Aufgaben unterstützt, mit einem besonderen Fokus auf die maschinelle Übersetzung.
Die Plattform integriert eine Reihe von Standard-Evaluierungsprotokollen und bietet gleichzeitig Flexibilität für die Entwicklung neuer Ansätze:
Darüber hinaus bietet Pearmut Funktionen, die über die reinen Protokolle hinausgehen und die Qualität und Effizienz der Bewertung verbessern sollen:
Die Vereinfachung der menschlichen Evaluation durch Pearmut hat direkte Auswirkungen auf die Entwicklung und Diagnose von MT-Modellen. Anstatt die menschliche Bewertung als einmaligen oder seltenen Aufwand zu betrachten, kann sie dank Pearmut zu einem routinemäßigen und integralen Bestandteil des Entwicklungszyklus werden. Dies ermöglicht es Entwicklern, qualitativ hochwertigeres Feedback zu erhalten, schneller auf Probleme zu reagieren und ihre Modelle kontinuierlich zu verbessern.
Insbesondere für B2B-Anwendungen, bei denen hohe Übersetzungsqualität und Zuverlässigkeit entscheidend sind, bietet eine effiziente menschliche Evaluation erhebliche Vorteile. Unternehmen können so sicherstellen, dass ihre KI-basierten Übersetzungslösungen den spezifischen Anforderungen ihrer Kunden entsprechen und eine konsistente Qualität über verschiedene Sprachen und Domänen hinweg liefern.
Ein immer wichtiger werdender Aspekt in der menschlichen Evaluation ist das Kontextbewusstsein. Traditionell wurden Übersetzungen oft isoliert Satz für Satz bewertet. Neuere Forschung, wie die von Knowles et al., betont jedoch die Notwendigkeit, den intersententialen Kontext zu berücksichtigen. Dies hilft, subtile Fehler zu identifizieren, die bei einer isolierten Betrachtung übersehen werden könnten.
Die Integration von Dokumentenkontext in Evaluierungsplattformen wie Pearmut ermöglicht es Bewertern, ein umfassenderes Bild der Übersetzungsqualität zu erhalten. Dies ist besonders relevant für Phänomene wie Deixis (Referenzausdrücke, deren Bedeutung vom Kontext abhängt), Ellipsen (Auslassungen, die im Kontext verstanden werden) und lexikalische Kohäsion (Konsistenz der Terminologie).
Eine Studie von Freitag et al. hat gezeigt, dass automatische Metriken, die auf vortrainierten Embeddings basieren, in einigen Fällen menschliche Crowdworker übertreffen können. Dennoch bleibt die menschliche Bewertung durch professionelle Übersetzer, insbesondere unter Berücksichtigung des vollständigen Dokumentenkontextes und mittels detaillierter Fehleranalyse (MQM), der verlässlichste Indikator für die tatsächliche Übersetzungsqualität. Sie kann die Kluft zwischen menschlichen und maschinellen Übersetzungen präziser aufzeigen.
Die Entwicklung und Implementierung von Plattformen wie Pearmut signalisiert einen wichtigen Schritt in Richtung einer effizienteren und präziseren menschlichen Evaluation von maschinellen Übersetzungen. Indem die Hürden für die Durchführung solcher Bewertungen gesenkt werden, kann die menschliche Expertise besser in den Entwicklungszyklus von MT-Systemen integriert werden.
Für Unternehmen, die auf KI-gestützte Übersetzungslösungen angewiesen sind, bedeutet dies die Möglichkeit, die Qualität ihrer Übersetzungen auf einem höheren Niveau zu validieren. Eine transparente und detaillierte Fehleranalyse ermöglicht es, spezifische Schwächen der Modelle zu identifizieren und gezielte Verbesserungen vorzunehmen. Dies trägt nicht nur zur Steigerung der Übersetzungsqualität bei, sondern auch zum Vertrauen in die eingesetzten KI-Systeme.
Die fortlaufende Forschung in diesem Bereich wird sich weiterhin mit der Optimierung von Annotationsprotokollen, der Schulung von Bewertern und der Integration von Kontext bei der Bewertung befassen müssen. Ziel ist es, Evaluierungsmethoden zu schaffen, die sowohl zuverlässig als auch effizient sind und den komplexen Anforderungen moderner multilingualer NLP-Systeme gerecht werden.
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