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Die Integration von Wahrnehmung, Sprache und Steuerung in sogenannten Vision-Language-Action (VLA)-Modellen repräsentiert einen entscheidenden Schritt in der Entwicklung von autonomen Agenten und Robotik. Diese Modelle ermöglichen es verkörperten Agenten, ihre Umgebung zu interpretieren, Anweisungen in natürlicher Sprache zu verstehen und darauf basierend physische Aktionen auszuführen. Mit zunehmender Komplexität und Skalierung dieser Modelle, insbesondere bei längeren Aktionsfolgen und größeren Backbone-Architekturen, steigen jedoch die Anforderungen an Rechenleistung und Speicherplatz exponentiell an. Dies stellt eine erhebliche Hürde für deren praktische Anwendung und breite Implementierung dar.
Um diesen Herausforderungen zu begegnen, wurde ein innovatives Framework namens QuantVLA entwickelt. Es handelt sich um einen trainingsfreien Post-Training-Quantisierungs-Ansatz (PTQ), der darauf abzielt, die Effizienz von VLA-Modellen signifikant zu verbessern, ohne dabei die Leistungsfähigkeit zu beeinträchtigen. Nach vorliegenden Informationen ist QuantVLA der erste PTQ-Ansatz, der speziell für VLA-Systeme konzipiert wurde und zudem erfolgreich einen Diffusion Transformer (DiT)-Action-Head quantifizieren kann.
QuantVLA integriert drei skalengestützte Komponenten, die synergistisch zusammenwirken, um die Effizienz zu optimieren:
Ein entscheidender Vorteil von QuantVLA liegt darin, dass es kein zusätzliches Training erfordert. Es benötigt lediglich einen kleinen, unbeschrifteten Kalibrierungspuffer und unterstützt Integer-Kernel für Gewichte und Aktivierungen mit niedriger Bitbreite, ohne die zugrunde liegende Architektur zu verändern. Dies vereinfacht den Einsatz erheblich und reduziert den Entwicklungsaufwand.
Die Anwendung von QuantVLA auf repräsentative VLA-Modelle, getestet auf dem LIBERO-Benchmark, zeigt vielversprechende Ergebnisse:
Diese Verbesserungen bieten einen praktischen Weg zur Realisierung skalierbarer, byteweiser verkörperter Intelligenz unter strengen Beschränkungen hinsichtlich Rechenleistung, Speicher und Energieverbrauch. Die Möglichkeit, komplexe VLA-Modelle auf ressourcenbeschränkter Hardware zu betreiben, eröffnet neue Anwendungsfelder, beispielsweise in der Robotik für Edge-Computing-Szenarien.
Die Post-Training-Quantisierung (PTQ) ist ein etablierter Ansatz zur Bereitstellung großer Sprachmodelle (LLMs) ohne aufwendiges Fine-Tuning. Allerdings gab es bei der direkten Anwendung dieser Strategien auf Vision-Language-Modelle (VLMs) erhebliche Herausforderungen. VLMs verarbeiten visuelle und textuelle Token, die sich in ihren Aktivierungsverteilungen und ihrer Empfindlichkeit gegenüber Quantisierungsfehlern stark unterscheiden. Visuelle Token dominieren oft die Token-Sequenz quantitativ und weisen aufgrund räumlicher Korrelationen eine hohe Redundanz auf. Dies führte dazu, dass herkömmliche Kalibrierungsziele durch numerisch dominante, aber weniger kritische Token verzerrt wurden.
Neuere Arbeiten, wie Q-VLM und MBQ, haben versucht, diesen Problemen durch modalitätsbewusste oder token-bewusste Kalibrierungsmechanismen zu begegnen. Q-VLM untersuchte beispielsweise die Abhängigkeiten zwischen den Schichten, während MBQ gradientenbasierte Signale nutzte, um visuelle und textuelle Beiträge während der Skalensuche neu zu gewichten. QuantVLA baut auf diesen Erkenntnissen auf und verfeinert den Ansatz durch eine explizite Charakterisierung der Token-Ebene-Wichtigkeit mittels Gradienteninformationen, um ein präziseres Kalibrierungsset zu erstellen.
Ein zentrales Problem bei der Quantisierung ist die Minimierung des Fehlers im End-Output des Modells. Traditionelle Methoden konzentrierten sich oft auf Fehler, die durch Ausreißer verursacht werden. QuantVLA erkennt jedoch, dass die Auswirkungen von Quantisierungsfehlern je nach Token variieren. Token mit sehr kleinen Gradienten haben selbst bei Quantisierungsfehlern nur einen geringen Einfluss auf das Endergebnis. Insbesondere in VLMs, wo eine große Anzahl visueller Token zu Redundanz führt, ist die Gradienten-Disparität hoch. Daher ist es nicht optimal, alle Token gleich zu behandeln.
QuantVLA verwendet eine gradientengestützte Token-Auswahl, um die wichtigsten Token zu identifizieren und die Skalierungsfaktoren für die Aktivierungsquantisierung basierend auf diesen wichtigen Token zu berechnen. Dies gewährleistet, dass kritische Token geringere Quantisierungsfehler aufweisen. Darüber hinaus implementiert QuantVLA eine quantisierungs-exponierte schichtweise Kalibrierung, die es tieferen Schichten ermöglicht, Fehler aus früheren Schichten wahrzunehmen. Dies wird durch eine Strategie erreicht, bei der die Eingangsaktivierungen jeder Schicht durch die quantisierten Ausgaben der vorherigen Schicht ersetzt werden, wodurch die Eingabedaten besser der tatsächlichen Inferenzverteilung entsprechen.
Selbst bei schichtweiser Kalibrierung kann der Speicherverbrauch eine erhebliche Herausforderung darstellen, insbesondere bei großen Modellen. QuantVLA adressiert dieses Problem durch eine verteilte Kalibrierungsstrategie, die Inferenz, Skalenberechnung und Verlustberechnung auf verschiedene GPUs aufteilt. Dies reduziert den Spitzen-Speicherverbrauch auf einer einzelnen GPU erheblich. Beispielsweise konnte ein 7B-Modell, das zuvor eine 80GB A100 GPU benötigte, nun auf drei 24GB RTX3090 GPUs kalibriert werden. Diese Hardware-Flexibilität macht den Ansatz zugänglicher und praktischer für eine breitere Anwenderbasis.
QuantVLA stellt einen signifikanten Fortschritt in der Post-Training-Quantisierung für Vision-Language-Action-Modelle dar. Durch seine innovativen skalengestützten Komponenten und die verteilte Kalibrierungsstrategie ermöglicht es eine effizientere Bereitstellung dieser komplexen Modelle unter realen Hardware-Beschränkungen, ohne dabei Kompromisse bei der Leistungsfähigkeit einzugehen. Die erzielten Verbesserungen in Bezug auf Speicherverbrauch und Inferenzgeschwindigkeit ebnen den Weg für zukünftige Entwicklungen in der verkörperten KI und erweitern die Möglichkeiten für deren praktische Anwendung.
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