KI für Ihr Unternehmen – Jetzt Demo buchen

Digitale Souveränität im Fokus: Schwarz-Gruppe wechselt zu Google Workspace

Kategorien:
No items found.
Freigegeben:
March 2, 2026

KI sauber im Unternehmen integrieren: Der 5-Schritte-Plan

Von der ersten Idee bis zur voll integrierten KI-Lösung – strukturiert, sicher und mit messbarem Erfolg

1
🎯

Strategie & Zieldefinition

Wir analysieren Ihre Geschäftsprozesse und identifizieren konkrete Use Cases mit dem höchsten ROI-Potenzial.

✓ Messbare KPIs definiert

2
🛡️

Daten & DSGVO-Compliance

Vollständige Datenschutz-Analyse und Implementierung sicherer Datenverarbeitungsprozesse nach EU-Standards.

✓ 100% DSGVO-konform

3
⚙️

Technologie- & Tool-Auswahl

Maßgeschneiderte Auswahl der optimalen KI-Lösung – von Azure OpenAI bis zu Open-Source-Alternativen.

✓ Beste Lösung für Ihren Fall

4
🚀

Pilotprojekt & Integration

Schneller Proof of Concept mit nahtloser Integration in Ihre bestehende IT-Infrastruktur und Workflows.

✓ Ergebnisse in 4-6 Wochen

5
👥

Skalierung & Team-Schulung

Unternehmensweiter Rollout mit umfassenden Schulungen für maximale Akzeptanz und Produktivität.

✓ Ihr Team wird KI-fit

Inhaltsverzeichnis

    mindverse studio – Ihre Plattform für digitale Effizienz

    Optimieren Sie Prozesse, automatisieren Sie Workflows und fördern Sie Zusammenarbeit – alles an einem Ort.
    Mehr über Mindverse Studio erfahren

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Schwarz-Gruppe, Mutterkonzern von Lidl und Kaufland, verlagert ihre Unternehmenskommunikation und Produktivitätslösungen von Microsoft zu Google Workspace.
    • Diese strategische Partnerschaft umfasst die Einführung von Google Workspace für nahezu 600.000 Mitarbeiter und die Vermarktung von Google-Software über die Schwarz-Tochter StackIT.
    • Ziel der Schwarz-Gruppe ist die Stärkung der digitalen Souveränität durch zusätzliche Schutzmaßnahmen wie clientseitige Verschlüsselung und lokale Datenspeicherung in europäischen Rechenzentren.
    • Kritiker sehen in diesem Schritt eine verpasste Chance für den Aufbau echter europäischer Technologielösungen und bemängeln die fortgesetzte Abhängigkeit von US-Technologie.
    • Die Debatte um digitale Souveränität konzentriert sich auf die Kontrolle über Plattformen und Rechtsräume, denen Kerntechnologien unterliegen, insbesondere im Hinblick auf den US Cloud Act.

    Die digitale Transformation ist ein zentrales Thema für Unternehmen weltweit, und die Wahl der IT-Infrastruktur spielt dabei eine entscheidende Rolle. Eine aktuelle Entwicklung in diesem Bereich betrifft die Schwarz-Gruppe, den Mutterkonzern von Handelsriesen wie Lidl und Kaufland. Das Unternehmen hat eine umfassende strategische Partnerschaft mit Google bekannt gegeben, die weitreichende Implikationen für die digitale Souveränität in Europa haben könnte.

    Strategische Neuausrichtung der Schwarz-Gruppe

    Die Schwarz-Gruppe plant, ihre internen Arbeitsabläufe und Produktivitätslösungen von Microsoft auf Google Workspace umzustellen. Dies betrifft eine signifikante Anzahl von Mitarbeitern, Schätzungen zufolge nahezu 600.000. Im Rahmen dieser Kooperation wird die IT- und Digitalsparte der Schwarz-Gruppe, Schwarz Digits, die Google Workspace-Produkte über ihre eigene Cloud-Infrastruktur StackIT vermarkten. Diese Vermarktung soll insbesondere Unternehmen in regulierten Branchen und dem öffentlichen Sektor sichere und souveräne Arbeitsplatzlösungen bieten.

    Details der Partnerschaft

    Die Kooperation zwischen der Schwarz-Gruppe und Google umfasst mehrere Kernaspekte:

    • Google Workspace auf StackIT: Die Cloud-Einheit StackIT von Schwarz Digits wird lokalen Datenspeicher für Google Workspace bereitstellen. Dies beinhaltet die Option einer clientseitigen Verschlüsselung, wodurch Dritte, einschließlich Google selbst, keinen Zugriff auf sensible Daten erhalten sollen. Die Daten sollen ausschließlich innerhalb der Europäischen Union gespeichert und redundant gesichert werden.
    • Cybersicherheit: Die Partnerschaft sieht auch die Integration der Sicherheitslösungen von Google Cloud mit denen von XM Cyber, einem Hybrid-Cloud-Sicherheitsunternehmen von Schwarz Digits, vor. Diese kombinierten Angebote sollen über den Google Cloud Marketplace vertrieben werden und die Cyberresilienz europäischer Organisationen stärken.
    • Interne Migration: Die gesamte Belegschaft der Schwarz-Gruppe soll auf Google Workspace migriert werden. Dieser Schritt wird als wichtig für die Effizienzsteigerung und die Sicherstellung der Datenhoheit innerhalb des Unternehmens betrachtet.

    Gerd Chrzanowski, Komplementär der Schwarz-Gruppe, betonte, dass man in Google einen Partner gefunden habe, der bereit sei, die Digitalisierung gemeinsam und auf Augenhöhe zu gestalten, transparente Einblicke zu gewähren und klare Verpflichtungen einzugehen. Sundar Pichai, CEO von Google und Alphabet, hob hervor, dass die Partnerschaft neue souveräne Möglichkeiten für Innovationen in Europa eröffne.

    Die Diskussion um digitale Souveränität

    Die Entscheidung der Schwarz-Gruppe hat eine breite Debatte über das Konzept der digitalen Souveränität ausgelöst. Während die Schwarz-Gruppe die Partnerschaft als einen Schritt zur Stärkung der digitalen Souveränität darstellt, äußern Kritiker Bedenken hinsichtlich der fortbestehenden Abhängigkeit von US-Technologiekonzernen.

    Definition und Herausforderungen

    Digitale Souveränität wird oft als die Fähigkeit eines Landes oder einer Region definiert, die Kontrolle über seine Daten, Infrastrukturen und digitalen Prozesse zu behalten und nicht von externen Mächten abhängig zu sein. Für viele geht dies über die reine Datenspeicherung innerhalb Europas hinaus. Entscheidend sei, wer die Kontrolle über die Plattformen besitzt und welchem Rechtsraum die zugrunde liegenden Technologien unterliegen.

    Ein zentraler Kritikpunkt ist, dass Google, ähnlich wie andere US-amerikanische Technologieunternehmen wie Microsoft und Amazon, dem US Cloud Act und früheren Gesetzen wie dem USA Patriot Act unterliegt. Diese Gesetze ermöglichen es US-Behörden unter bestimmten Umständen, auf Daten zuzugreifen, selbst wenn diese außerhalb der Vereinigten Staaten gespeichert sind. Ein Wechsel von Microsoft zu Google würde demnach lediglich eine Verschiebung der Abhängigkeit bedeuten, nicht aber deren Auflösung.

    Die Perspektive der Kritiker

    Einige Beobachter sehen in der Entscheidung der Schwarz-Gruppe eine verpasste Gelegenheit, in echte europäische Technologielösungen zu investieren und diese zu fördern. Sie argumentieren, dass ein finanzstarker Konzern wie die Schwarz-Gruppe die Ressourcen hätte, den Aufbau einer vollständig europäischen und souveränen Infrastruktur voranzutreiben, möglicherweise in Zusammenarbeit mit europäischen Anbietern wie Aleph Alpha, Mistral AI oder OpenDesk.

    Die Existenz eines "Plan B" der Schwarz-Gruppe mit der Open-Source-Lösung OpenDesk, der im Falle eines Ausfalls von Google ein kurzfristiges Umschalten ermöglichen soll, wird von Kritikern als Beleg für die inhärente Unsicherheit der gewählten primären Lösung angeführt. Die Frage, warum eine Backup-Lösung nicht die primäre Option ist, beleuchtet den Konflikt zwischen dem Wunsch nach Souveränität und dem pragmatischen Bedürfnis nach etablierten, leistungsstarken Lösungen.

    "Souveränitäts-Washing" als Problem

    Der Vorwurf des "Souveränitäts-Washing" wird laut, wenn Unternehmen oder politische Akteure eine Lösung als souverän bezeichnen, obwohl strukturell weiterhin Abhängigkeiten bestehen. Dies könnte dazu führen, dass die Dringlichkeit für Investitionen in europäische Technologieinfrastrukturen unterschätzt wird, da der Eindruck entsteht, das Problem sei bereits gelöst.

    Die steigenden Lizenzkosten für Microsoft-Lösungen im öffentlichen Sektor, die 2025 voraussichtlich 481,4 Millionen Euro erreichen werden, unterstreichen die ökonomische Dimension der Abhängigkeit. Die Schwarz-Gruppe mag durch die Partnerschaft mit Google auch eine Kostenoptimierung anstreben, was jedoch die Debatte um die strategische Ausrichtung der digitalen Souveränität nicht auflöst.

    Ausblick und politische Implikationen

    Die Debatte um die Entscheidung der Schwarz-Gruppe ist symptomatisch für die umfassendere europäische Auseinandersetzung mit digitaler Unabhängigkeit. Es wird viel über Investitionen in Rechenzentren und Infrastruktur gesprochen, doch die Wahl der darauf laufenden Software bleibt oft bei US-Anbietern. Diese Diskrepanz wirft Fragen nach dem politischen Willen und der strategischen Weitsicht auf.

    Experten fordern von politischen Entscheidungsträgern wie dem BSI und Digitalministern klare Kriterien für echte digitale Souveränität und eine Priorisierung europäischer Technologien. Die geopolitische Lage, mit Drohungen von Strafzöllen und dem potenziellen Untergraben europäischer Gesetze, unterstreicht die Dringlichkeit, diese Fragen nicht nur aus wirtschaftlicher, sondern auch aus sicherheitspolitischer Perspektive zu betrachten.

    Die Schwarz-Gruppe hatte mit ihren Ressourcen die Möglichkeit, ein Signal für eine kompromisslose Umsetzung digitaler Souveränität zu setzen. Die gewählte Kooperation mit Google, so die kritische Einschätzung, mag zwar den Anbieter wechseln, aber nicht die grundlegende Richtung der technologischen Abhängigkeit ändern. Die Frage bleibt, wann Europa den Mut aufbringen wird, einen wirklich unabhängigen Weg in der digitalen Transformation zu beschreiten.

    Bibliography

    - Handelsblatt. (2024, November 18). Google Workspace: Schwarz-Gruppe setzt künftig auf Alternative zu Microsoft. Abgerufen von https://www.handelsblatt.com/technik/it-internet/it-schwarz-gruppe-vermarktet-google-workspace-als-alternative-zu-microsoft/100088165.html - Google Cloud Press Corner. (2024, November 14). Companies of Schwarz Group and Google to Sign Partnership to Jointly Deliver Sovereign, Secure Workplace Productivity Solutions for Germany and Europe. Abgerufen von https://www.googlecloudpresscorner.com/2024-11-14-Companies-of-Schwarz-Group-and-Google-to-Sign-Partnership-to-Jointly-Deliver-Sovereign,-Secure-Workplace-Productivity-Solutions-for-Germany-and-Europe - Schwarz-Gruppe. (2024, November 14). Companies of Schwarz Group and Google to Sign Partnership. Abgerufen von https://gruppe.schwarz/en/press/archive/2024/companies-of-schwarz-group-and-google-to-sign-partnership - Schwarz Digits. (2024, November 14). Sichere, souveräne Lösungen für mehr Effizienz am Arbeitsplatz für Deutschland und Europa: Unternehmen der Schwarz Gruppe und Google unterzeichnen Partnerschaft. Abgerufen von https://schwarz-digits.de/presse/archiv/2024/sichere-souveraene-loesungen-fuer-mehr-effizienz-am-arbeitsplatz-fuer-deutschland-und-europa-unternehmen-der-schwarz-gruppe-und-google-unterzeichnen - Google Workspace Blog. (2024, November 15). Unternehmen der Schwarz Gruppe und Google unterzeichnen strategische Partnerschaft. Abgerufen von https://workspace.google.com/blog/de/identity-and-security/unternehmen-der-schwarz-gruppe-und-google-unterzeichnen-strategische-partnerschaft - FinanzNachrichten.de. (2024, November 14). Schwarz Gruppe kooperiert umfassend mit Google. Abgerufen von https://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2024-11/63820550-schwarz-gruppe-kooperiert-umfassend-mit-google-016.htm - t3n. (2026, Februar 22). Echte europäische Alternativen? Ich sehe Schwarz! Abgerufen von https://t3n.de/news/echte-europaeische-alternativen-ich-sehe-schwarz-1730598/ - FinanzNachrichten.de. (2026, Februar 22). Echte europäische Alternativen? Ich sehe Schwarz! Abgerufen von https://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2026-02/67757736-echte-europaeische-alternativen-ich-sehe-schwarz-397.htm

    Artikel jetzt als Podcast anhören

    Kunden die uns vertrauen:
    Arise Health logoArise Health logoThe Paak logoThe Paak logoOE logo2020INC logoEphicient logo
    und viele weitere mehr!

    Bereit für den nächsten Schritt?

    Das Expertenteam von Mindverse freut sich darauf, Ihnen zu helfen.
    Herzlichen Dank! Deine Nachricht ist eingegangen!
    Oops! Du hast wohl was vergessen, versuche es nochmal.

    🚀 Neugierig auf Mindverse Studio?

    Lernen Sie in nur 30 Minuten kennen, wie Ihr Team mit KI mehr erreichen kann – live und persönlich.

    🚀 Demo jetzt buchen