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Die digitale Landschaft erlebt einen fundamentalen Wandel, angetrieben durch die rasante Entwicklung künstlicher Intelligenz. Ein besonders bemerkenswertes Phänomen, das sich in jüngster Zeit etabliert hat, sind KI-Influencer. Diese virtuellen Persönlichkeiten erobern soziale Netzwerke und erzielen dabei beachtliche Engagement-Raten. Eine genauere Betrachtung dieses Trends offenbart interessante Muster, insbesondere hinsichtlich der Zielgruppenansprache und des Nutzungsverhaltens.
Aktuelle Analysen, darunter eine explorative Studie der Macromedia University of Applied Sciences, beleuchten die Wirkung von KI-Influencern. Die Untersuchung, basierend auf 85 Accounts auf Instagram und TikTok – darunter 28 deutsche und 29 internationale KI-Profile sowie 28 menschliche Influencer-Profile – zeigt, dass deutsche KI-Influencer trotz einer geringeren Follower-Zahl (durchschnittlich 67.405) die höchste Engagement-Rate von durchschnittlich 6,35 % aufweisen. Dieser Wert übertrifft die Engagement-Raten menschlicher Influencer in vielen Fällen.
Eine weitere bemerkenswerte Erkenntnis dieser Studie betrifft die demografische Zusammensetzung der Follower. Es zeigt sich, dass männliche Nutzer KI-Influencern überdurchschnittlich häufig folgen. Bei deutschen KI-Profilen liegt der Männeranteil bei rund 76 %, bei internationalen Profilen bei etwa 65 %. Im Gegensatz dazu bevorzugen Frauen mit 59 % eher menschliche Influencerinnen und Influencer.
Hinsichtlich der Altersgruppen offenbaren sich weitere Nuancen: Millennials folgen deutschen und internationalen KI-Influencern am häufigsten. Überraschend ist die Akzeptanz bei den Baby Boomern, die im Durchschnitt sogar häufiger KI-Influencern als menschlichen Content Creatorn folgen. Die Generation Z hingegen zeigt sich zurückhaltender und präferiert weiterhin Accounts von realen Personen. Die Forscher stuften etwa 28 % der Follower als potenziell verdächtig ein, was auf eine gewisse Anzahl von Bot- oder Fake-Profilen hindeuten könnte.
Für Marken bieten KI-Influencer eine Reihe von Vorteilen, die sie zu attraktiven Kooperationspartnern machen. Die spanische PR-Agentur The Clueless schuf beispielsweise die virtuelle Influencerin Aitana, die monatlich rund 10.000 Euro durch Werbedeals generieren soll. Die Agentur begründet dies mit der vollständigen Kontrollierbarkeit virtueller Persönlichkeiten und der Vermeidung von Problemen, die bei der Zusammenarbeit mit menschlichen Influencern auftreten können, wie etwa wechselnde Launen oder hohe Honorarforderungen.
Die Vorteile von KI-Influencern lassen sich wie folgt zusammenfassen:
- Skalierbarkeit und Effizienz: KI-Influencer können rund um die Uhr Content in mehreren Sprachen und auf verschiedenen Plattformen erstellen. Dies ermöglicht eine konstante Präsenz und die schnelle Anpassung von Kampagnen, wodurch Kosten und PR-Risiken reduziert werden. - Datenbasierte Zielgruppenansprache: Künstliche Intelligenz analysiert Zielgruppeninteressen und ermöglicht die Erstellung personalisierter Inhalte und Empfehlungen. Deep-Learning-Algorithmen können Trends automatisch erkennen und in Kampagnen integrieren. - Konsistente Markenbotschaft: Ein KI-Avatar lässt sich perfekt an die Markenidentität anpassen, was einen einheitlichen Markenauftritt gewährleistet und kreative Freiheit ohne Abweichungen von der Corporate Identity bietet.Einige KI-Influencer wie Lil Miquela oder das „KI-Supermodel“ Shudu kooperieren bereits mit bekannten Marken und Luxuslabels. Ralf Spiller, Professor für Medien- und Kommunikationsmanagement, hebt hervor, dass KI-Profile kurzfristig Aufmerksamkeit erzeugen können, jedoch die gewachsene Glaubwürdigkeit menschlicher Vorbilder nicht sofort ersetzen. Er erwartet jedoch eine Annäherung, da KI-Influencer durch technologische Fortschritte immer realitätsnäher werden und die Möglichkeit besteht, auch zu ihnen parasoziale Beziehungen aufzubauen.
Trotz der vielversprechenden Potenziale bergen KI-Influencer auch Herausforderungen und Risiken, die von Unternehmen und der Gesellschaft gleichermaßen beachtet werden sollten:
- Verlust von Authentizität und Vertrauen: Die Perfektion von KI-Influencern kann ihre Schwäche sein. Die fehlende echte Persönlichkeit und emotionale Tiefe kann bei Nutzern Zweifel an der Glaubwürdigkeit wecken. Empfehlungen basieren auf Programmierung, nicht auf Überzeugung. - Hyperpersonalisierung und Echokammern: Die Fähigkeit von KI, Inhalte präzise auf individuelle Vorlieben zuzuschneiden, kann zur Bildung digitaler Echokammern führen. Dies birgt das Risiko von Manipulation und der Verstärkung stereotyper Denkmuster. - Veränderung der Community-Kultur: Der Trend zu direkterem, persönlicherem Austausch in kleineren Online-Gemeinschaften könnte durch die unpersönliche Natur von KI-Influencern beeinträchtigt werden. Die menschliche Nähe und emotionale Tiefe, die für viele Communitys entscheidend sind, sind schwer durch KI zu replizieren.Ein weiteres kritisches Thema ist die Messung des Return on Investment (ROI). Viele Marken empfinden die ROI-Bestimmung als größte Herausforderung im Influencer-Marketing, da der Erfolg nicht immer sofort in Verkäufen messbar ist. Auch der Kauf von gefälschten Followern durch einen nicht unerheblichen Teil der Influencer stellt ein Problem dar und erfordert den Einsatz von Tools zur Überprüfung der Authentizität.
Die Influencer-Marketing-Branche befindet sich in einem dynamischen Wandel, und KI wird dabei eine immer größere Rolle spielen. Mehr als 60 % der Marketer planen, KI in ihren Influencer-Kampagnen einzusetzen, insbesondere für die Identifizierung passender Influencer und die Verbreitung relevanter Inhalte.
Für Unternehmen, die KI-Influencer in ihre Marketingstrategie integrieren möchten, ergeben sich strategische Implikationen: Es könnte sinnvoll sein, KI-Influencer gezielt dort einzusetzen, wo es um Reichweite, Datenauswertung, Trendanalyse und kreative Content-Produktion geht. Menschliche Influencer könnten hingegen weiterhin dort eine entscheidende Rolle spielen, wo Authentizität, Persönlichkeit und eine starke Community-Bindung gefragt sind, beispielsweise bei langfristigen Kooperationen oder im Storytelling.
Die Kombination beider Ansätze könnte eine Synergie schaffen, die die Vorteile beider Welten nutzt. Die stetige Entwicklung der KI-Technologien wird die Fähigkeiten und die Realitätsnähe virtueller Influencer weiter verbessern, was ihre Bedeutung im zukünftigen Marketingmix voraussichtlich weiter erhöhen wird. Unternehmen sind gefordert, diese Entwicklungen genau zu beobachten und ihre Strategien entsprechend anzupassen, um die Potenziale von KI-Influencern verantwortungsvoll und effektiv zu nutzen.
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