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Die digitale Landschaft befindet sich in einem fundamentalen Wandel, der weitreichende Auswirkungen auf Geschäftsmodelle hat, die traditionell auf Website-Besuchen und organischem Traffic basieren. Die rasante Entwicklung der Künstlichen Intelligenz (KI) und insbesondere von generativen KI-Modellen stellt eine transformative Kraft dar, die das Internet, wie wir es kennen, neu definiert. Ein aktuelles Beispiel, das diesen Wandel verdeutlicht, ist die Situation bei Tailwind, einem Unternehmen, das hinter dem populären CSS-Framework Tailwind CSS steht.
Tailwind Labs, das Unternehmen hinter dem weit verbreiteten CSS-Framework Tailwind CSS, hat Berichten zufolge einen Großteil seines Ingenieurteams entlassen. Trotz der anhaltend hohen Popularität des Frameworks – es verzeichnet weiterhin ein starkes Wachstum bei den Downloads – sind die Einnahmen des Unternehmens drastisch gesunken. Adam Wathan, der Gründer von Tailwind, führt diesen Umsatzrückgang von nahezu 80 Prozent auf den "brutalen Einfluss" von KI-Programmierassistenten zurück.
Das Geschäftsmodell von Tailwind basierte maßgeblich auf dem Traffic zu seiner Dokumentation. Diese Dokumentation war nicht nur eine Ressource für Entwickler, sondern diente auch als "Content Funnel", über den Nutzer auf kommerzielle Produkte wie Tailwind Plus aufmerksam wurden. KI-Assistenten jedoch, die in Entwicklungsumgebungen integriert sind, beantworten Anfragen wie "Welche Utility-Klasse benötige ich?" direkt, ohne dass Entwickler die offizielle Dokumentationsseite besuchen müssen. Dies hat zu einem Rückgang des Traffics um etwa 40 Prozent seit Anfang 2023 geführt.
Wathan lehnte sogar einen Pull Request ab, der ein "llms.txt"-Endpunkt hinzufügen sollte – eine für Sprachmodelle optimierte Textversion der Dokumentation. Seine Begründung war, dass eine noch stärkere KI-Freundlichkeit den Traffic weiter reduzieren würde, da die Markdown-Dateien keine Verweise auf kommerzielle Produkte enthielten. Jede von einer KI beantwortete Frage bedeutete somit einen potenziellen Kunden weniger.
Der Fall Tailwind ist kein Einzelfall, sondern ein Indikator für einen breiteren Trend, der zahlreiche contentbasierte Geschäftsmodelle betrifft. Matthias Bastian von The Decoder bezeichnet dies als ein "düsteres Warnsignal für jedes Unternehmen, das sich im Zeitalter der KI auf Website-Besuche verlässt". Die Kernproblematik liegt darin, dass KI den Distributionskanal zerstört, selbst wenn das zugrunde liegende Produkt oder der Inhalt weiterhin populär ist.
Immer mehr Inhalte werden direkt in Chatbots konsumiert. Selbst wenn KI-Assistenten ihre Quellen angeben, klicken die Nutzer selten auf die Links. Studien zeigen, dass nur ein geringer Prozentsatz der Nutzer, die Informationen von KI-Übersichten erhalten, die ursprüngliche Quelle tatsächlich besuchen. Dies führt zu einem Phänomen, das als "Google Zero" oder "Zero-Click Searches" bekannt ist, bei dem Nutzer ihre Antworten direkt in den Suchergebnissen oder KI-Schnittstellen erhalten, ohne jemals eine Website zu besuchen.
Catherine Baab von Quartz beschreibt ein sich entwickelndes "zweigeteiltes Internet":
Diese Trennung stellt Unternehmen vor die Herausforderung, ihre Inhalte so zu gestalten, dass sie sowohl für menschliche Nutzer attraktiv sind als auch von KI-Modellen korrekt verarbeitet werden können, ohne dabei den Wert des ursprünglichen Inhalts zu verlieren.
Amos Weiskopf argumentiert, dass KI-Übersichten möglicherweise "schlechten Traffic herausfiltern". Viele "Zero-Click"-Anfragen führten seiner Meinung nach ohnehin nicht zu Konversionen. Er vergleicht die Situation mit Goodhart's Law: "Wenn ein Maß zu einem Ziel wird, hört es auf, ein gutes Maß zu sein." Traffic war lange Zeit das Hauptziel im SEO, doch der Wert dieses Traffics war oft gering, insbesondere bei rein informativen Anfragen.
Weiskopf weist darauf hin, dass KI-Übersichten häufiger bei informationsbasierten Suchanfragen erscheinen, während transaktionale Suchanfragen, die eine höhere Kaufabsicht signalisieren, weniger betroffen sind. Dies könnte bedeuten, dass der verbleibende Traffic von höherer Qualität ist, da Nutzer, die nach einer KI-Zusammenfassung immer noch klicken, ein tieferes Interesse oder eine spezifischere Absicht haben.
Für Unternehmen, die im B2B-Bereich tätig sind und ihre Zielgruppe über digitale Kanäle erreichen möchten, ergeben sich aus diesen Entwicklungen mehrere strategische Implikationen:
Die reine Generierung von Traffic durch informative Inhalte könnte an Effektivität verlieren. Es wird entscheidend, Inhalte zu schaffen, die einen einzigartigen Mehrwert bieten, der über die von KI bereitgestellten Zusammenfassungen hinausgeht. Dies könnte bedeuten:
Die Abhängigkeit von Drittanbieter-Plattformen und Suchmaschinen muss reduziert werden. Der Aufbau direkter Beziehungen zu Kunden über Newsletter, exklusive Inhalte, Webinare oder direkte Kommunikationskanäle wird immer wichtiger. Dies ermöglicht es Unternehmen, ihre Zielgruppe unabhängig von Algorithmusänderungen oder KI-Interventionen zu erreichen.
Geschäftsmodelle, die ausschließlich auf Werbeeinnahmen durch hohen Traffic setzen, könnten unter Druck geraten. Alternativen wie Abonnements für Premium-Inhalte, der Verkauf von spezialisierten Tools oder Dienstleistungen, die direkte Interaktion erfordern, könnten an Bedeutung gewinnen.
In einer Welt, in der Informationen allgegenwärtig sind, wird Vertrauen zur entscheidenden Währung. Unternehmen, die als vertrauenswürdige Quellen und Vordenker in ihrer Branche wahrgenommen werden, können sich abheben. Eine starke Marke fördert direkte Besuche und Kundenbindung, selbst wenn KI-Modelle grundlegende Fragen beantworten.
Es ist notwendig, die eigene Online-Präsenz sowohl für menschliche Nutzer als auch für KI-Modelle zu optimieren. Das bedeutet, klare Datenstrukturen bereitzustellen, die von KI gut verarbeitet werden können, gleichzeitig aber auch Anreize für menschliche Interaktion und den Besuch der vollständigen Website zu schaffen. Dies könnte die Implementierung von "AEO" (AI Engine Optimization) Strategien umfassen, die darauf abzielen, in KI-Antworten als zitierte Quelle aufzutauchen.
Der Fall Tailwind zeigt deutlich, dass die KI-Revolution nicht nur Chancen, sondern auch erhebliche Herausforderungen für bestehende Geschäftsmodelle birgt. Unternehmen sind gefordert, diese Entwicklungen genau zu beobachten und ihre Strategien proaktiv anzupassen, um in der neuen digitalen Ära erfolgreich zu sein.
Die Transformation des Internets durch KI-Technologien ist ein unaufhaltsamer Prozess. Für B2B-Unternehmen, insbesondere jene, deren Geschäftsmodelle auf umfangreichem Website-Traffic oder der Bereitstellung von Informationen basieren, ist es unerlässlich, die Konsequenzen dieser Entwicklung zu verstehen und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Der Fokus muss sich von der reinen Traffic-Generierung hin zur Schaffung von echtem Mehrwert, dem Aufbau direkter Kundenbeziehungen und der Etablierung einer starken, vertrauenswürdigen Marke verlagern. Nur so lässt sich in einer von KI geprägten Online-Welt langfristiger Erfolg sichern.
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