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In einer Zeit, in der künstliche Intelligenz (KI) zunehmend die Geschäftswelt transformiert, verfolgt die Citigroup, eines der größten Finanzinstitute weltweit, einen bemerkenswerten Ansatz zur unternehmensweiten Implementierung dieser Technologie. Statt KI auf isolierte Pilotprojekte oder spezialisierte Abteilungen zu beschränken, hat Citi in den letzten zwei Jahren eine umfassende Strategie verfolgt, um KI in den Arbeitsalltag von Tausenden von Mitarbeitenden zu integrieren. Diese "leise" Revolution ist ein Beispiel dafür, wie große Unternehmen die Herausforderungen und Chancen der KI-Adoption auf breiter Ebene angehen.
Das Herzstück von Citis KI-Strategie bildet ein internes Netzwerk von rund 4.000 Mitarbeitenden, die als "AI Champions" und "AI Accelerators" fungieren. Diese Personen stammen aus verschiedenen Bereichen des Unternehmens, von der Technologie über den Betrieb bis hin zum Risikomanagement und Kundenservice. Ihre Aufgabe ist es, Kollegen in ihren jeweiligen Teams zu unterstützen und die effektive Nutzung von KI-Tools zu fördern. Dieses Modell, das von Business Insider erstmals beleuchtet wurde, setzt auf Dezentralisierung und Peer-to-Peer-Interaktion statt auf zentrale Steuerung.
Der Umfang dieser Integration ist bemerkenswert: Von Citis weltweit rund 182.000 Mitarbeitenden nutzen bereits über 70 % in irgendeiner Form firmeneigene KI-Tools. Dies positioniert Citi an der Spitze vieler Wettbewerber, die den Zugang zu KI noch auf technische Teams oder Innovationslabore beschränken.
Citis Strategie unterscheidet sich dadurch, dass sie nicht zuerst mit der Einführung spezifischer Tools begann, sondern den Fokus auf die Befähigung der Menschen legte. Mitarbeitende wurden eingeladen, sich freiwillig als AI Champions zu melden. Sie erhielten Zugang zu Schulungen, internen Ressourcen und frühen Versionen genehmigter KI-Systeme. Diese Champions agierten dann als lokale Ansprechpartner und Unterstützer für ihre Kollegen, statt als formelle Trainer. Dieser pragmatische Ansatz erkennt an, dass neue Tools oft nicht wegen mangelnder Funktionen scheitern, sondern weil Mitarbeitende nicht wissen, wann oder wie sie diese effektiv einsetzen sollen. Durch die Verankerung der Unterstützung direkt in den Teams konnte Citi die Kluft zwischen Experiment und Routinearbeit schließen.
Schulungen spielten eine zentrale Rolle. Mitarbeitende konnten interne Auszeichnungen ("AI Badges") erhalten, indem sie Kurse absolvierten oder demonstrierten, wie sie KI zur Verbesserung ihrer eigenen Aufgaben nutzten. Diese Auszeichnungen waren nicht mit Beförderungen oder Gehaltserhöhungen verbunden, trugen aber dazu bei, Sichtbarkeit und Glaubwürdigkeit innerhalb der Organisation zu schaffen. Laut Business Insider trug dieses peer-gesteuerte Modell dazu bei, dass sich KI schneller verbreitete als durch Top-Down-Anweisungen.
Die Führung von Citi betrachtet diese Initiative als Reaktion auf die Notwendigkeit der Skalierung und nicht als bloße Neuheit. Angesichts der globalen Operationen des Unternehmens, die von Privatkundengeschäft über Investmentdienstleistungen bis hin zu Compliance und Kundensupport reichen, können kleine Effizienzgewinne sich schnell summieren. KI-Tools werden eingesetzt, um Dokumente zusammenzufassen, interne Notizen zu verfassen, Datensätze zu analysieren und die Softwareentwicklung zu unterstützen. Keine dieser Anwendungen ist an sich neu, doch der Unterschied liegt in der breiten und systematischen Anwendung.
Der Fokus auf alltägliche Aufgaben prägt auch Citis Risikobereitschaft. Die Bank beschränkt Mitarbeitende auf firmeneigene, genehmigte Tools und hat klare Richtlinien für die Nutzung von Daten sowie den Umgang mit den generierten Ergebnissen festgelegt. Diese Einschränkung mag einige Experimente verlangsamt haben, hat aber gleichzeitig das Management dazu ermutigt, einen breiteren Zugang zu ermöglichen. In stark regulierten Branchen hat Vertrauen oft Vorrang vor Geschwindigkeit.
Die Struktur von Citis Programm bietet wichtige Erkenntnisse für andere große Unternehmen. Eine erfolgreiche KI-Adoption erfordert nicht, dass jeder Mitarbeitende zum Experten wird. Vielmehr geht es darum, dass genügend Personen die Tools gut genug verstehen, um sie verantwortungsvoll anzuwenden und anderen zu erklären. Indem Tausende statt nur Dutzende geschult werden, reduziert Citi die Abhängigkeit von einer kleinen Gruppe von Spezialisten.
Ein kulturelles Signal ist ebenfalls von Bedeutung: Die Ermutigung von Mitarbeitenden aus nicht-technischen Bereichen zur Teilnahme sendet die Botschaft, dass KI nicht nur für Ingenieure oder Datenwissenschaftler ist. Sie wird zu einem integralen Bestandteil der Arbeitsweise, ähnlich wie Tabellenkalkulationen oder Präsentationssoftware in früheren Jahrzehnten.
Dieser Wandel steht im Einklang mit breiteren Branchentrends. Studien von Unternehmen wie McKinsey zeigen, dass viele Unternehmen Schwierigkeiten haben, KI-Projekte in die Produktion zu überführen, oft aufgrund von Talentlücken und unklarer Verantwortlichkeiten. Citis Modell umgeht einige dieser Probleme, indem es die Verantwortung in den Teams verteilt, während die Governance zentralisiert bleibt.
Dennoch ist dieser Ansatz nicht ohne Grenzen. Eine von Peers geführte Adoption hängt von anhaltendem Interesse ab, und nicht alle Teams bewegen sich im gleichen Tempo. Es besteht auch das Risiko, dass informelle Unterstützungsnetzwerke ungleichmäßig werden, wobei einige Gruppen mehr profitieren als andere. Citi versucht, dem entgegenzuwirken, indem Champions rotiert und Schulungsinhalte an die sich entwickelnden Tools angepasst werden.
Besonders hervorzuheben ist die Bereitschaft der Bank, KI als Infrastruktur und nicht als reine Innovation zu betrachten. Anstatt zu fragen, ob KI das Geschäft transformieren könnte, fragte Citi, wo sie Reibungsverluste in bestehenden Arbeitsabläufen beseitigen könnte. Diese Herangehensweise erleichtert die Messung des Fortschritts und reduziert den Druck, dramatische Ergebnisse zu erzielen.
Die Erfahrung stellt auch die gängige Annahme in Frage, dass die KI-Adoption immer von oben beginnen muss. Citis Führungsebene unterstützte die Initiative, doch ein Großteil des Impulses kam von Mitarbeitenden, die freiwillig Zeit investierten, um zu lernen und zu lehren. In großen Organisationen kann diese Bottom-up-Energie schwer zu erzeugen sein, doch sie entscheidet oft darüber, ob neue Technologien dauerhaft etabliert werden. Während immer mehr Unternehmen von Pilotprojekten zur Produktion übergehen, bietet Citis Experiment eine wertvolle Fallstudie. Es zeigt, dass Skalierung nicht durch den Kauf weiterer Tools entsteht, sondern indem Menschen befähigt werden, die vorhandenen Tools selbstbewusst zu nutzen. Für Unternehmen, die sich fragen, warum der KI-Fortschritt langsam erscheint, könnte die Antwort weniger in Strategiepapieren als vielmehr in der tatsächlichen Arbeitsweise liegen, Team für Team.
Für Unternehmen im B2B-Sektor, insbesondere im Bereich der KI-Entwicklung und -Beratung, sind Citis Erfahrungen von großer Bedeutung. Sie unterstreichen die Notwendigkeit, bei der Implementierung von KI-Lösungen einen ganzheitlichen Ansatz zu verfolgen, der über die reine Technologie hinausgeht und die menschliche Komponente stark berücksichtigt. Dies beinhaltet:
- Mitarbeiterzentrierte Strategien: Die Schaffung von internen Multiplikatoren und die Förderung einer Kultur des Lernens und der Zusammenarbeit sind entscheidend für eine erfolgreiche Adoption. - Klare Governance und Sicherheitsrichtlinien: Insbesondere in regulierten Branchen ist der Schutz sensibler Daten und die Einhaltung von Vorschriften unerlässlich. Die Entwicklung firmeneigener, sicherer KI-Tools ist hierbei ein wichtiger Schritt. - Fokus auf den Mehrwert im Arbeitsalltag: KI sollte als Werkzeug zur Effizienzsteigerung und zur Entlastung von Routineaufgaben positioniert werden, um Akzeptanz und einen spürbaren Nutzen für die Mitarbeitenden zu schaffen. - Bottom-up-Impulse fördern: Während die Unterstützung der Führungsebene wichtig ist, kann die Motivation und das Engagement der Mitarbeitenden an der Basis der treibende Faktor für eine breite Akzeptanz sein.Die Citigroup zeigt, dass die Integration von KI in großem Maßstab eine sorgfältige Planung, kontinuierliche Schulung und eine offene Unternehmenskultur erfordert. Für Mindverse als KI-Partner bedeutet dies, dass unsere Lösungen nicht nur technisch überzeugen, sondern auch nahtlos in die bestehenden Arbeitsabläufe integrierbar sein müssen und die Befähigung der Endnutzer im Fokus stehen sollte. Der Erfolg von Citis Ansatz liegt in der Erkenntnis, dass KI eine Teamleistung ist – eine, die von jedem Einzelnen im Unternehmen mitgetragen werden muss.
Bibliography: - Muhammad Zulhusni, "The quiet work behind Citi’s 4,000-person internal AI rollout", AI News, 21. Januar 2026. - Alice Tecotzky, "Citi Has Quietly Built a 4,000-Person Internal AI Workforce", Business Insider, 20. Januar 2026. - David Griffiths, LinkedIn Post, 20. Januar 2026. - John Kell, "How Citi's CTO is rolling out new gen AI productivity tools to more employees across the globe", Fortune, 9. April 2025. - Penny Crosman, "Citi is rolling out agentic AI to its 40,000 developers", American Banker, 14. Juli 2025. - Reed Alexander, "Citi's 'accelerating' its AI strategy with new leaders. Here's how they're readying the firm for a new future.", Business Insider, 18. Juni 2025.Lernen Sie in nur 30 Minuten kennen, wie Ihr Team mit KI mehr erreichen kann – live und persönlich.
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